Werbung
Vollmond im Krebs am 3. Januar 2026: Gefühle wollen gesehen werden

Vollmond im Krebs am 3. Januar 2026: Gefühle wollen gesehen werden

Ohne Herz wird jede Struktur hohl, schreibt unsere Astrofee Alexandra Kruse über den Vollmond im Krebs. Was uns am 3. Januar 2026 sonst noch erwartet, lest ihr hier.

Happy New Everything! Wenn wir dachten, 2025 war irgendwie bananas, dann schnallen wir uns besser an: 2026 setzt noch einen drauf.

Das neue Jahr ist kein sanfter Neustart, sondern die konsequente Fortsetzung jener tektonischen Verschiebungen, die uns im vergangenen Jahr bereits durchgerüttelt haben – global, gesellschaftlich und ganz persönlich.

Was sich 2025 angebahnt hat, wird 2026 spürbar, sichtbar und unumkehrbar. Kein Wunder, dass ich seit ein paar Tagen Klosterfrau Melissengeist wiederentdeckt habe – ein als Medizin verkleideter Kräuterschnaps, der seit 1826 (!) bei Erkältung, innerer Unruhe, Schlafstörungen und Nervosität wirken soll. Und das nach Jahren der Alkohol-Abstinenz.

Kosmisches Sortieren, emotionales Kofferpacken

Astrologisch bewegten wir uns 2025 auf einer Schwelle: zwischen 29 Grad, dem Punkt der Vollendung, und 0 Grad, dem radikalen Neubeginn. Wir standen gleichzeitig am Ende eines Zyklus und mit einem Fuss bereits in einer neuen Realität.

2025 war das kosmische Sortieren, das emotionale Kofferpacken, das leise Aufräumen hinter den Kulissen.

Der erste Vollmond des Jahres leuchtet aus dem Krebs – dem Zeichen von Heimat, Fürsorge und innerer Sicherheit – und stellt sich mutig der geballten Steinbock-Energie entgegen.

Die Steinbock-Sonne will prüfen, validieren, einordnen. Sie fragt: Was ist tragfähig? Was hat Substanz? Der Krebs-Mond antwortet leise: Was fühlt sich nach Zuhause an? Was nährt mich wirklich?

Ohne Herz wird jede Struktur hohl

Mit Merkur, Venus und Mars ebenfalls im Steinbock liegt der Fokus klar auf Ordnung, Verbindlichkeit und langfristigen Entscheidungen. Der Vollmond mahnt sanft: Ohne Herz wird jede Struktur hohl.

An dieser Stelle müssen wir kurz persönlich werden. Mein Sohn wird in diesen Tagen 14 – und abgesehen davon, dass er eben noch vier war, kann ich bis heute nicht fassen, wie gnadenlos kurz dieses Zeitfenster namens Kindheit eigentlich ist.

Dazu dieses leise Hintergrundrauschen namens #mumguilt, dieses Gefühl, alles falsch gemacht zu haben, obwohl man weiss, dass genau dieses Zweifeln wahrscheinlich dazugehört.

Vielleicht erst recht, wenn man seit dem sechsten Lebensjahr ein ziemlich komplexes Konstrukt aus zwei Haushalten, sieben Turnbeuteln und sehr unterschiedlichen Lebens- und Erziehungsstilen lebt.

Aus kindlicher Perspektive vermutlich eine Zumutung. Aus erwachsener Sicht: ein ernst gemeinter Versuch, Nähe zu halten. Kosmo und ich machen deshalb immer wieder kleine Ausflüge. Offiziell, um Zeit miteinander zu verbringen. Inoffiziell, um sie festzuhalten.

Orte, die uns kennen, ordnen uns

Mein Lieblingsausflug geht immer nach Baden-Baden, genauer gesagt in mein Herzenshotel, das Brenners, das seit 1872 (!) Reisenden ein Zuhause bietet. Baden-Baden ist eine alte Bäderstadt, ein Kurort und eine Zeitkapsel, ein Ort, an dem Menschen seit Jahrhunderten langsamer werden, um wieder zu sich zu kommen.

Zwischen Thermalwasser und Tradition kommt mir plötzlich der Gedanke: ich könnte einfach Bürgermeisterin werden – oder mir irgendein Alibi auszudenken, um einfach hierzubleiben.

Weil Orte, die uns kennen, etwas in uns ordnen. Vielleicht ist es genau diese Krebs-Steinbock-Achse, die sich hier spiegelt: das Bedürfnis nach Zuhause und die Frage nach Verantwortung, von der beim Steinbock-Teenager nicht viel zu spüren war.

Wobei: die Art und Weise, wie er sehr souverän sein Bedürfnis nach Ruhe und «Mama, ich will nur noch pennen» wahrnahm – erstaunlich. Es folgte eine Art Jetlag, absurde Room-Service-Bestellungen zu noch absurderen Uhrzeiten und Fernsehabende, die eher nach «Dexter» und «Stranger Things» aussahen als nach «Kevin – Allein zu Haus».

Gleichzeitig verbrachten wir viel Zeit in dem Pool, in dem er einst schwimmen gelernt hat. Nähe und Rückzug. Kindheit und Erwachsenwerden. Alles gleichzeitig.

Gefühle wollen gesehen werden

Am 3. Januar stehen sich Sonne und Mond gegenüber: die Sonne im Steinbock, der Mond im Krebs. Und ja, das trifft mich doppelt. Ich bin Krebs. Kosmo ist Steinbock.

Der Krebs ist das Zeichen der Fürsorge und der weichen Kante. Krebs steht für Familie, Erinnerungen, emotionale Sicherheit und das tiefe Bedürfnis nach Zugehörigkeit. Er fühlt mehr, als er erklärt, und weiss oft schon, was los ist, bevor jemand ein Wort sagt.

Der Mond im Krebs verstärkt genau das: Gefühle wollen gesehen werden, nicht wegorganisiert. Es geht um Zuhause – im Aussen wie im Inneren.

Der Steinbock dagegen ist der ruhige Berg. Er trägt, hält aus, übernimmt Verantwortung. Steinbock steht für Struktur, Reife, Verlässlichkeit und den langen Atem.

Dieses Zeichen wird oft früh erwachsen, weil es spürt, dass jemand den Überblick behalten muss (Oops!). Die Sonne im Steinbock beleuchtet diesen inneren Anspruch: etwas aufzubauen, etwas zu leisten, etwas zu sein, auf das man sich verlassen kann.

Ein klarer Rahmen für unsere Gedanken

Mit Merkur im Steinbock, der am 1. Januar das Zeichen gewechselt hat, bekommen unsere Gedanken einen klaren Rahmen. Merkur ist der Planet des Denkens, Sprechens und Verstehens. Im Steinbock wird er nüchterner, strukturierter, manchmal ein bisschen trocken – aber sehr ehrlich.

Worte werden sorgfältiger gewählt, Gespräche sachlicher. Man sagt weniger, meint aber mehr (an dieser Stelle muss ich an ein Weihnachtsessen denken, an dem Kosmo den Gastgeber mit wenigen Worte als Antisemiten enttarnte – wir sind sehr schnell gegangen!).

Venus im Steinbock erklärt, wie hier geliebt wird. Venus steht für Liebe, Werte und Beziehungen. Im Steinbock liebt sie leise, ernsthaft und verbindlich. Keine grossen Versprechen, sondern Taten.

Liebe zeigt sich durch Verlässlichkeit, durch Dableiben, auch wenn es anstrengend wird. Es ist die Liebe, die sagt: Ich bin da. Punkt. Mars im Steinbock bringt die Energie dazu.

Mars ist der Planet der Durchsetzung und des Antriebs. Im Steinbock arbeitet er diszipliniert, ausdauernd und zielgerichtet. Keine impulsiven Ausbrüche, sondern stille Entschlossenheit. Man zieht Dinge durch – manchmal sogar über die eigenen Gefühle hinweg.

Herz und Pflicht miteinander versöhnen

Und genau deshalb ist der Vollmond im Krebs so wichtig. Er stellt sich mutig dieser geballten Steinbock-Energie entgegen und erinnert daran, dass Verantwortung ohne Gefühl hart wird. Dass Struktur ohne Wärme leer bleibt. Er fordert auf, Herz und Pflicht miteinander zu versöhnen.

Vielleicht ist das die eigentliche Botschaft dieses Vollmonds: dass Krebs und Steinbock zusammengehören. Die weiche Muschel und der tragende Berg. Gefühl und Verantwortung. Festhalten und Loslassen.

Für mich als Krebs-Mutter. Für meinen Steinbock-Sohn. Und für uns alle, die Anfang Januar spüren, dass dieses neue Jahr nicht laut beginnt – sondern mit einer sehr sanften, sehr ehrlichen Einladung, Herz und Haltung miteinander zu verbinden. Darauf einen Schluck Klosterfrau Melissengeist! Und das Wissen, dass wir immer Baden-Baden haben, wenn es alles noch wilder wird.

Der Song zu dieser Mondphase:

Werbung

Die To-dos für den Vollmond:

1.

1.

Wir bleiben zuhause

Denn Krebs ist das Zeichen des Zuhause, der Muschel. Wir machen es uns also schön. Und gemütlich. Rennen nicht sofort wieder los. Wir verkleinern unseren Radius ganz bewusst. Diese Tage brauchen keine Erklärungen, keine sozialen Höchstleistungen. Krebsmondzeit ist Rückzugszeit. Wir dürfen den Deckel noch etwas geschlossen halten, uns schützen, uns einhüllen und dort bleiben, wo es sich sicher anfühlt – innerlich wie äusserlich.

2.

2.

Wir werden langsam

Nicht aus Bequemlichkeit, sondern aus Respekt vor dem eigenen Rhythmus. Der Körper weiss oft früher als der Kopf, was er braucht. Müdigkeit ist kein Versagen, sondern Information. Wer jetzt langsamer wird, kommt später weiter. Das Licht ist erst gerade weitergeboren. Bloss keine Eile, wir werden unsere Kraft noch brauchen!

3.

3.

Wir prüfen, statt zu pushen

Die Steinbock-Sonne fragt nicht nach Tempo, sondern nach Tragfähigkeit. Was hat Substanz? Was hält auch dann, wenn es unbequem wird? Entscheidungen dürfen reifen. Alles, was sich jetzt noch nicht stimmig anfühlt, darf warten. Oder gehen – und bitte: ganz ohne schlechtes Gewissen.

4.

4.

Wir erlauben uns Gefühle

Rührung, Weinen, Weichheit. Nicht alles muss erklärt oder kontrolliert werden. Tränen sind kein Drama, sondern ein Zeichen von Verbundenheit – mit uns selbst, mit anderen, mit dem Leben. Der Krebs-Mond erinnert uns daran, dass Gefühl Stärke ist.

5.

5.

Krebs ist ein Wasserzeichen

Ein ausführliches, langes Salzbad, gern mit Natron. Viel. Warm. Still. Wir lassen los, was sich angesammelt hat – alte Gedanken, fremde Erwartungen, zu viel Lärm. Baden! Baden! Baden!

Abonniere
Benachrichtigung über
guest
0 Comments
Älteste
Neuste Meistgewählt
Inline Feedbacks
View all comments