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Annette (57): «Ich mag mein Füdli – es hängt noch nicht allzu tief»

Body & Soul

Annette (57): «Ich mag mein Füdli – es hängt noch nicht allzu tief»

In unserer Rubrik «Bodybuilding» zeigt sich eine Frau nackt – und erzählt, welches Verhältnis sie zu ihrem Körper hat.

«Manche Leute behaupten, das Alter sei nur eine Zahl. Ich sage dazu: Quatsch. Älterwerden nervt. Du wirst langsam. Wenn du etwas nachschauen willst, musst du immer zuerst die Lesebrille suchen, ätzend. Und dich drei Mal pro Tag eincrèmen, damit die Haut einigermassen straff bleibt.

Wobei ich noch Glück habe: Ich treibe viel Sport – einmal die Woche Personal Training, dreimal die Woche Bootcamp und jeden zweiten Tag schwimmen im See –, darum bin ich relativ muskulös, das strafft Haut und Gewebe.

Dann das Hormonpflaster wegen der Wechseljahre. Falls ich diesen Sommer noch einmal ein Bikini tragen sollte, werde ich es darunter verstecken. Es ist für mich das Zeichen fürs Älterwerden. Das und die grauen Haare.

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«Nichtsdestotrotz hat sich das Verhältnis zu meinem Körper verbessert, je älter ich wurde»

Eine Bekannte von mir lässt ihre gefärbten Haare jetzt rauswachsen. Sie ist gerade Grossmutter geworden, findet, das passe nun so – und wirkt sofort zehn Jahre älter. Klar ist das ihre Sache; meine wäre es nicht. Ich würde mir so nicht mehr gefallen.

Nichtsdestotrotz hat sich das Verhältnis zu meinem Körper verbessert, je älter ich wurde. Ich mag meine Oberarme, mein Füdli – es hängt noch nicht allzu tief – und meinen Busen, den habe ich machen lassen nach den Kindern. Vor allem aber bin ich gesund.

Und in vielerlei Hinsicht dann doch viel gelassener, ich muss nicht mehr allen gefallen, bin egoistischer geworden. Das Alter ist also mehr als eine Zahl. Die Zahl aber, bald sechzig in meinem Fall, ist für mich die eigentliche kleine Katastrophe.» – Annette (57), Name geändert

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