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Mythen, Irrtümer, Geheimtipps: 15 Fragen zur Winterpflege

Mythen, Irrtümer, Geheimtipps: 15 Fragen zur Winterpflege

Kälte, Wind und trockene Heizungsluft: Jetzt brauchen Haut und Haar besonders reichhaltige Pflege. Die besten Beauty-Tipps für die kalte Jahreszeit.

Wie reagiert unsere Haut auf winterliche Bedingungen?

Kälte und trockene Heizungsluft stellen die Haut vor mehrere Herausforderungen. Um die Körperwärme zu erhalten, ziehen sich die Blutgefässe zusammen, wodurch weniger Sauerstoff und Nährstoffe in die Hautzellen gelangen. Dies verlangsamt den Stoffwechsel, die Haut wirkt blasser und wird empfindlicher, ihre Spannkraft nimmt ab. Gleichzeitig reduziert die verminderte Aktivität der Talgdrüsen die Produktion von Hautfett, sodass der natürliche Schutzfilm dünner wird. Die Folge sind Spannungsgefühle, Juckreiz, feine Schuppenbildung und eine erhöhte Anfälligkeit für Umwelteinflüsse. Besonders betroffen sind exponierte Hautbereiche wie Gesicht, Lippen und Hände. Zudem ist wissenschaftlich belegt, dass der Wasserverlust der Oberhaut im Winter deutlich ansteigt.

Worauf sollten Wintersportler:innen speziell achten?

In den Bergen ist die Haut extremen Belastungen ausgesetzt: eisige Temperaturen, trockene Luft und starke UV-Strahlung wirken gleichzeitig. Wasserfreie Kälteschutzcrèmes decken exponierte Stellen wie Nase, Lippen und Ohren zuverlässig ab. Beim Wechsel in warme Räume sollte die Crème vorsichtig entfernt werden, um einen Wärmestau zu vermeiden. Sonnenschutz ist auch bei Bewölkung unerlässlich, da Schnee bis zu achtzig Prozent der UV-Strahlung reflektiert. Ebenfalls unverzichtbar: Lippenbalsame mit Lichtschutzfaktor, die Risse und Austrocknung verhindern.

Welche Rituale tun der Haut im Winter besonders gut?

Regelmässige Bewegung an der frischen Luft steigert die Durchblutung, verbessert den Sauerstofftransport in der Haut und regt den Zellstoffwechsel an. Luftbefeuchter oder Wasserschalen auf Heizkörpern helfen gegen die trockene Raumluft und Saunagänge, das belegen Studien, stärken die Hautbarriere und fördern die Mikrozirkulation.

Gibt es eine optimale Winterpflege für das Gesicht?

Sanfte, seifenfreie Reinigung mit Reinigungsmilch oder mildem Gel bereitet die Haut optimal auf die Pf lege vor. Reichhaltige Crèmes mit Ceramiden, pf lanzlichen Ölen oder Sheabutter stärken die Schutzbarriere und reduzieren den transepidermalen Wasserverlust. Ein- bis zweimal wöchentlich lindern beruhigende Masken Reizungen und fördern einen frischen Teint. Hochkonzentrierte Seren unter der Tages- und Nachtpflege liefern zusätzliche Nährstoffe und stärken die Widerstandsfähigkeit der Haut. Peelings sollten sanft und maximal einmal pro Woche angewendet werden. Die Augenpartie profitiert von Crèmes mit Hyaluronsäure oder Panthenol, die kleine Fältchen aufpolstern und auch die Lippen brauchen intensive Pflege, um nicht auszutrocknen oder einzureissen.

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"Layering, also das Schichten von Serum, Crème und optional Öl, speichert die Feuchtigkeit optimal"

Braucht es im Winter komplett neue Pflegeprodukte?

Nicht zwingend. Oft genügt die Anpassung bestehender Produkte: Nachtcrèmes können tagsüber als Kälteschutz dienen, Make-up wird mit einem Klecks Feuchtigkeitscrème reichhaltiger. Layering, also das Schichten von Serum, Crème und optional Öl, speichert die Feuchtigkeit optimal.

Kann man roten Wangen und Couperose vorbeugen?

Temperaturwechsel belasten die Blutgefässe, die Haut wird empfindlich und neigt zu Rötungen. Eine fettreiche Crème schützt die Wangen draussen, drinnen sollte sie leicht abgetupft werden. Beruhigende Inhaltsstoffe wie Grüntee-Extrakt, Bisabolol, Centella Asiatica oder Panthenol reduzieren Entzündungen und stärken die Gefässwände.

Muss auch das Make-up an die Winterzeit angepasst werden?

Ja. Pudrige Texturen betonen Trockenheit, während crèmige oder flüssige Foundations dem Teint schmeicheln und Feuchtigkeit spenden. Lippenstifte sollten nun reichhaltiger sein. Oder man greift zu Lipgloss oder Lippenöl, die Pflege und Farbe vereinen. Wasserfeste Mascara schützt bei Wind und Schnee, während etwas Bronzing Powder für einen natürlichen Frischeeffekt auf der blassen Winterhaut sorgt.

Wie oft darf man sich im Winter ein warmes Bad gönnen?

Heisse Vollbäder oder Duschen sind zwar wohltuend, entziehen der Haut aber Fett und Feuchtigkeit. Je wärmer das Wasser, desto mehr Lipide gehen verloren. Besser sind kurze, lauwarme Duschen von fünf bis zehn Minuten. Wer nicht auf ein Vollbad verzichten möchte, sollte das Wasser auf maximal 35 Grad erwärmen, ein rückfettendes Öl hinzufügen und die Badezeit begrenzen. Danach die Haut sanft abtupfen und eine reichhaltige Lotion oder ein Öl auftragen.

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"Sanfte Reinigung, sparsame Peelings und reichhaltige Pflege sind bei Temperaturen um oder unter dem Gefrierpunkt zentral"

Worauf sollte man bei der Körperpflege im Winter achten?

Sanfte Reinigung, sparsame Peelings und reichhaltige Pflege sind bei Temperaturen um oder unter dem Gefrierpunkt zentral. Dazu Körperbutter oder Öle auf die leicht feuchte Haut auftragen, damit die Feuchtigkeit gespeichert wird. Wolle oder synthetische Kleidung kann der Haut Feuchtigkeit entziehen – daher ist gezielte Pflege besonders wichtig.

Wie kann man Hände und Nägel vor dem Austrocknen schützen?

Die Haut der Hände hat nicht viele Talgdrüsen und wird besonders schnell trocken. Milde, pH-neutrale Waschlotionen mit rückfettenden Zusätzen sind wichtig. Nach jedem Händewaschen sollte eine reichhaltige Crème aufgetragen werden. Für intensive Pflege eignet sich eine Übernacht-Maske mit Baumwollhandschuhen. Rissige Nagelhäutchen lassen sich mit Nagelöl behandeln.

Wieso leiden die Füsse im Winter besonders?

Dicke Socken und geschlossene Stiefel schaffen ein feucht-warmes Klima, das die Haut strapaziert. Nach einem langen Tag tut ein Fussbad mit pflegenden Ölen gut, um die Haut zu entspannen und die Poren zu öffnen. Anschliessend ist eine reichhaltige, speziell auf die Fusshaut abgestimmte Crème ideal, um Feuchtigkeit einzuschliessen und Hornhautbildung vorzubeugen. Inhaltsstoffe wie Urea oder Panthenol stärken die Hautbarriere und machen die Füsse geschmeidig. Besonders effektiv ist die Pflege über Nacht mit Baumwollsocken.

Warum verändern sich Haare im Winter und was hilft dagegen?

Trockene Heizungsluft, Kälte und synthetische Materialien in Pullover oder Mützen laden die Haare statisch auf. Sie wirken spröde, verlieren an Glanz oder stehen ab. Gegen Frizz helfen antistatische Bürsten, leichte Feuchtigkeitssprays und Leave-in-Produkte, die die Haarstruktur schützen. Die Verwendung milder, sulfatfreier Shampoos und pflegender Conditioner erhält die Feuchtigkeit und die Schutzbarriere der Kopfhaut. Wöchentlich sollte eine intensive Maske verwendet werden, um die Haare zu regenerieren. Lauwarmes Föhnen schont die Haarstruktur, während Hitzeschutzprodukte vor zusätzlicher thermischer Belastung schützen. Regelmässiges Spitzen-Schneiden beugt Spliss vor und unterstützt die Haargesundheit.

Wie bleibt die Frisur unter der Mütze in Form?

Mützen schützen zwar vor Kälte, drücken das Haar jedoch zusammen und nehmen ihm das Volumen. Abhilfe schafft kopfüber geföhntes Haar mit Volumenspray. Alternativ eignen sich Stirnbänder oder Ohrenwärmer, die die Haare schonen und einen dennoch warmhalten.

Welche Rolle spielt die Ernährung für schöne Winterhaut?

Eine ausgewogene Ernährung unterstützt die Haut von innen. Zwei Liter Wasser, Kräuter- oder Früchtetee täglich halten die Haut hydratisiert. Obst und Gemüse liefern Vitamine und Antioxidantien, Vollkornprodukte und Fisch versorgen sie mit Fettsäuren, Eiweiss und Mineralstoffen. Alkohol und Nikotin entziehen der Haut hingegen Feuchtigkeit.

Sollte man im Winter ein anderes Parfum verwenden?

Es macht Sinn, im Winter auf andere Parfums umzusteigen, da sich der Duft in der Kälte anders entwickelt und man oft auf warme, schwere Parfums Lust hat. Leichte und frische Düfte, die im Sommer gut funktionieren, verfliegen im Winter viel schneller. Lieber auf sinnliche Noten wie Vanille, Zimt, Amber und Hölzer setzen.

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