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Warum Drunk-Elephant-Gründerin Tiffany Masterson auf cleane Inhaltsstoffe setzt

Beauty

Warum Drunk-Elephant-Gründerin Tiffany Masterson auf cleane Inhaltsstoffe setzt

Was haben betrunkene Elefanten mit cleaner Kosmetik zu tun? Ein Gespräch mit Tiffany Masterson, der Gründerin der Hautpflegemarke Drunk Elephant.

annabelle: Tiffany Masterson, wie sind Sie zur Kosmetik gekommen?
Tiffany Masterson: Ich bin Mutter von vier Kindern. Als die Kinder grösser waren, wollte ich wieder anfangen zu arbeiten. Hautpflege und Kosmetik haben mich schon immer fasziniert. Ich hatte immer wieder Unreinheiten aber auch Rötungen und das Gefühl, dass meine Haut konstant leicht geschwollen war. Irgendwie entzündet, als ob ich einen Sonnenbrand hätte. Ständig probierte ich neue Produkte aus, aber ich war nie richtig zufrieden damit. Deswegen fing ich an, die Inhaltsstoffe genau zu analysieren. Welche Inhaltsstoffe funktionieren und welche nicht? Ich wurde praktisch mein eigenes Versuchskaninchen. Nach fast zwei Jahren hatte ich herausgefunden, dass viele Kosmetikfirmen Stoffe verwenden, die für meine Haut sehr problematisch sind. Stoffe, die nicht wirklich nötig oder pflegend sind und oft nur aus ästhetischen Gründen beigefügt werden.

Was meinen Sie mit ästhetischen Gründen?
Duftstoffe oder ätherische Öle helfen der Haut nicht unbedingt und können sogar Entzündungen verursachen, aber sie sorgen dafür, dass das Produkt gut riecht. Oder Silikone: Sie verbessern die Haut nicht wirklich, aber das Produkt fühlt sich durch sie glatter und eleganter an. Genau gleich ist es mit Farbstoffen: Sie sollen dem Produkt eine hübsche Farbe verleihen, aber tun absolut nichts für die Haut. Oder Alkohol, der die Haut mattieren soll, trocknet sie auch aus. So habe ich – Inhaltsstoff für Inhaltsstoff – ausprobiert, was meiner Haut guttut und was nicht.

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«Ich habe – Inhaltsstoff für Inhaltsstoff – ausprobiert, was meiner Haut guttut und was nicht»

Was haben Sie dabei genau herausgefunden?
Sechs Inhaltsstoffe, die ich die «Verdächtigen Sechs» nenne: Ätherische Öle, Alkohole, Silikone, chemische Sonnenschutzmittel, Duft- und Farbstoffe sowie Sodium-Lauryl-Sulfat, eine waschaktive Substanz. Leider habe ich nie eine ganze Gesichtspflegelinie gefunden, in der keiner dieser sechs Inhaltsstoffe enthalten ist. Deswegen habe ich mich entschlossen, selber eine solche Linie zu entwickeln, natürlich in Zusammenarbeit mit Chemiker:innen.

Was ist passiert, als Sie auf diese Stoffe verzichtet haben?
Das Weglassen dieser sechs sonst allgegenwärtigen Inhaltsstoffe erlaubt es der Haut, in ihren gesündesten, vollkommen ausbalancierten Zustand zurückzukehren. Mit der Zeit verschwinden Probleme wie Empfindlichkeit oder Rötungen, aber man muss konsequent sein.

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Sie haben Ihre Firma Drunk Elephant genannt – was hat es mit dem betrunkenen Dickhäuter auf sich?
Ich habe bei meinen Recherchen Marulaöl entdeckt, das ich in meinen Produkten verwenden wollte. Es wird aus den Kernen der Marulafrucht gewonnen und enthält besonders viele Antioxidantien. Die Früchte wachsen in Afrika an Marulabäumen. Wenn Elefanten das reife und vergorene Fruchtfleisch essen, werden sie betrunken, weil darin Alkohol enthalten ist. Und plötzlich wusste ich, dass meine Kosmetiklinie so heissen sollte.

Die Verpackungen Ihrer Produkte sind sehr spielerisch und farbenfroh.
Die ganze Entwicklung hat mir viel Spass gemacht, und ich wollte dieses fröhliche Element auch in der Verpackung zeigen. Sie sollte weder medizinisch-klinisch noch schwarz oder golden ausfallen. Ich wollte Farben!

Und Einfachheit?
Ja, denn meine Pflegeprodukte kann man alle miteinander mischen. Man muss sie nicht nacheinander auftragen und warten, bis die erste, zweite oder dritte Schicht eingezogen ist. Man kann sie in der Hand zusammenmischen und gleichzeitig auftragen. Als Mutter von vier Kindern und Geschäftsfrau habe ich für Produkte-Layering keine Zeit!

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«Als Mutter von vier Kindern und Geschäftsfrau habe ich für Produkte-Layering keine Zeit»

Wie sehen Sie die Zukunft der Kosmetik?
Ich glaube, wir werden in Zukunft mehr Geräte zuhause verwenden, die es bis jetzt nur in der Dermatologie- Praxis gibt. Ausserdem werden Konsument innen immer anspruchsvoller und sind dank Social Media auch immer besser informiert. Sie wollen sichere Produkte mit guten Inhaltsstoffen, die wirken.

Sie haben als Konsumentin angefangen. Konnten Sie sich diese Perspektive bewahren?
Unbedingt. Ich bin immer noch Konsumentin und ich brauche das Feedback von Konsument:innen. Nur so kann ich die Produkte herstellen, die von mir erwartet werden.

Die Produkte von Drunk Elephant gibt es bei Sephora

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