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«A Dangerous Method» – Toben und therapieren

Kultur

«A Dangerous Method» – Toben und therapieren

«A Dangerous Method»: Der Knorz zwischen Freud, Jung und Spielrein.

Die Beziehung zwischen Freud, seinem Zürcher Kronprinzen Carl Gustav Jung und dessen Patientin Sabina Spielrein wird in der Literatur «das berühmteste Dreiecksverhältnis der Psychoanalyse» genannt. Wenn David Cronenberg, Meister des Body-Horrors, sich dieser Konstellation annimmt, dann nicht ohne Drastik: Spielrein wird als tobende Hysterikerin eingeführt; Sex erregt sie am meisten, wenn sie bestraft wird. Doch verglichen mit dem, was in Cronenbergs krankem, bösem Film «Crash» zu sehen war, ist dieses Popo-Peitschen gar nichts. Trotzdem gelingt es diesem exzellent besetzten Drama bestens, die Konfliktfelder zwischen Freud, Jung und Spielrein darzustellen, welche die Geschichte der Psychoanalyse entscheidend prägten.

Ab 10. 11: «A Dangerous Method» von David Cronenberg. Mit Michael Fassbender als Jung, Viggo Mortensen als Freud und Keira Knightley als Sabina Spielrein, die später selbst eine bedeutende Psychoanalytikerin wurde

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