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Diese Serien bingen wir gerade: Die Streaming-Tipps der Redaktion

Diese Serien bingen wir gerade: Die Streaming-Tipps der Redaktion

Ob Liebesdrama, Nervenkitzel oder mal wieder richtig gut gelaunte Comedy – diese Serien sorgen gerade für Begeisterung in unserer Redaktion.

«Love Story» (Disney+)

Darum geht es: Amerika liebt seine Promi-Dynastien – und kaum eine Familie steht seit Generationen so sehr im Rampenlicht wie die Kennedys. Genau in diesem Scheinwerferlicht beginnt die Liebesgeschichte von John F. Kennedy Jr. und Carolyn Bessette. Was zunächst wie ein modernes Märchen wirkt, entwickelt sich schnell zu einer Beziehung unter permanentem öffentlichen Druck. Während beide versuchen, zwischen Karriere, Ruhm und Privatleben ihren eigenen Weg zu finden, wird aus der glamourösen Romanze eine tragische (wahre!) Geschichte über Liebe, Öffentlichkeit und die Schattenseiten des Ruhms.

Darum ist die Serie so gut: Nun, das Drehbuch ist von Ryan Murphy – also maximal glamourös und überaus spannungsgeladen. Man erfährt viel über die Modeszene der Neunzigerjahre in New York rund um Calvin Klein – sowieso die Mode: Carolyn Bessette war die Definition von quiet luxury, bevor es überhaupt eine Definition dafür gab.

Und dann wäre da noch der perfekte Soundtrack (Kate Bush, Radiohead, Sixpence None the Richer). Die Serie ist aber nicht nur aufgrund ihrer Grossartigkeit talk of the town: Daryl Hannah fühlt sich offenbar in ihrer Darstellung nicht richtig wiedergegeben, und auch um die Eignung der Hauptdarstellerin Sarah Pidgeon gab es einiges an Drama. Völlig unbegründet, wie ich finde – sie spielt fantastisch. Weniger überzeugend ist leider ausgerechnet Naomi Watts als Jackie Kennedy Onassis. Trotzdem: eine klare Empfehlung.

Für Fans von: «The Crown», «Halston» und «The Assassination of Gianni Versace: American Crime Story»

Persönlicher Tipp von Head of Digital Publishing Jacqueline Krause-Blouin

«Heated Rivalry» (HBO Max)

Darum geht es: Im queeren Eishockey-Drama, das Quotenrekorde bricht und in Russland zum illegalen Streaming-Hit wurde, stehen zwei Topstars der nordamerikanischen Eishockey-Liga im Mittelpunkt: der japanisch-kanadische Golden‑Boy Shane Hollander (Hudson Williams) von den Montreal Metros und der russische Bad‑Boy Ilya Rozanov (Connor Storrie) von den Boston Raiders. Der eine ist arrogant, der andere schüchtern, auf dem Eis sind sie Rivalen, hinter verschlossenen Türen Lover. Die sexteilige Serie (höhöhö) basiert auf dem sechsten Band der «Game Changers»-Buchreihe von Rachel Reid, «The Long Game». Und man wünschte, die Spielchen dauerten länger.

Darum ist die Serie so gut: Es entwickelt sich das lodernde Verlangen, mit einem schwulen Mann zu schlafen. Und warum sollte man Hetero-Sexszenen schauen, wenn man das alles mit gleich zwei überirdischen Boys haben kann? Warum gerade Frauen so wahnhaft durchdrehen: Weil sich die beiden auf Augenhöhe begegnen und die Geschlechterverteilung klassischer Romanzen perfekt ausgeleuchtet ausgehebelt wird.

Noch immer wird Sex zwischen Männern in vielen Shows – auch im Jahr 2026 – nur angedeutet und meist stehen die gesellschaftlichen Hürden und Probleme im Mittelpunkt. Hier geht es um Eingemachte. Ausschliesslich.

Für Fans von: Schönen jungen Männern mit Muskeln. Und hauchdünnen Longsleeves. Und natürlich der ganz grossen Liebe.

Persönlicher Tipp von Lifestyle Editor Linda Leitner

«I Love LA» (Sky / HBO Max)

Darum geht es: Die Serie beginnt am Morgen von Mias 27. Geburtstag – mit Sex während eines leichten Erdbebens, von dem sie sich aber nicht beirren lässt, weil sie kurz vor dem Orgasmus steht. Und genauso absurd läuft die ganze Story weiter. Eine Clique von Endzwanzigern, die gemeinsam in LA auf der Suche nach sich selbst ist. Kein Klischee bleibt unangetastet: Mia arbeitet in einer hippen Influencer-Agentur, ihre beste Freundin ist ein aufstrebender Social-Media-Star, eine andere Freundin ein Nepo-Baby, der Boyfriend ein bodenständiger Softie und die Chefin eine lobende Unterstützerin, aber natürlich nur vermeintlich. Es geht um Freundschaft, Liebe und Leidenschaft mit einem grossen Schuss Zweifel, Drama und Ironie.

Darum ist die Serie so gut: Weil die Umsetzung aller Klischees pure Unterhaltung im Gen Z-Slang ist. Totallyyyy, ich sag's euch! Und weil die Serie es schafft, dass ich mich abwechslungsweise über jeden Charakter aufrege, ohne auch nur im Entferntesten daran zu denken, das Streaming-Fenster zu schliessen. Ganz im Gegenteil: Ich habe die Serie fast in einem Zug durchgebingt.

Für Fans von: «Girls», «Sex and the City», «High Fidelity» (die Serie, nicht der Film)

Persönlicher Tipp von Social Media Editor Vanessa Vodermayer

«The Beast in Me» (Netflix)

Darum geht es: In dieser Netflix-Miniserie begleiten wir die erfolgreiche Schriftstellerin Aggie Wiggs (Claire Danes), die in ihrem grossen Haus in einem New Yorker Vorort an einem neuen Buch schreibt. Ein tragisches Ereignis hat ihr Leben auf den Kopf gestellt und sorgt für eine Schreibblockade. So weit so unspektakulär.

Doch als im Haus nebenan ein neuer Nachbar einzieht, wird alles anders: Der bekannte Immobilien-Tycoon Nile Jarvis (Matthew Rhys) sucht die Abgeschiedenheit. Er wurde zwar vom Verdacht, seine Frau ermordet zu haben, freigesprochen, aber sein Ruf ist und bleibt ruiniert. Deshalb versucht er, seine Nachbarin dazu zu bringen, ein Portrait über ihn zu schreiben, um ihn wieder in gutes Licht zu rücken. Das ist natürlich einfacher gesagt als getan.

Darum ist die Serie so gut: Das hervorragende Drehbuch schafft es, dass man auch die schwierigsten Charaktere irgendwie mag und ihnen verzeiht – um sie dann im nächsten Cliffhanger wieder ganz anders darzustellen. Man weiss also nie, woran man ist. Und das zieht einen ganz besonders rein. Die schauspielerischen Leistungen von Claire Danes und Matthew Rhys heben das starke Script auf ein noch höheres Level. Zurecht waren sie beide bei den Golden Globes als beste Darsteller:innen nominiert.

Für Fans von: Anspruchsvollen Thrillern, fesselnden Plot-Twists und herausragenden Schauspieler:innen

Persönlicher Tipp von Bildredaktorin Kathrin Wicki

«Shrinking» (Apple TV+)

Darum geht es: Egal ob sie andere durch Lebenskrisen begleiten, oder das eigene Dasein wuppen: auch in der dritten Staffel der Feelgood-Serie sorgt das Therapeut:innen-Trio in der sonnigen Vorstadtidylle Pasadenas für Knallersprüche und Herzenswärme: Witwer Jimmy (Jason Segal) merkt, dass seine Tochter so langsam wirklich aus dem Gröbsten raus ist und er selbst dringend mal wieder knutschen sollte.

Grumpy Parkinson-Paul (Harrison Ford) setzt sich mit der Frage nach dem Sinn des Pensionslebens auseinander, während Gaby (Jessica Williams) immer mehr zum Kraftzentrum der Gemeinschaft wird – crazy, cool, mitfühlend und radikal witzig.

Darum ist die Serie so gut: Sonnige Feelgood-Scripte, die weder in Banalität noch Kitsch abschmieren, sind äusserst rar, gelungene Fortsetzungen, nicht minder selten. Doch wie schon bei «Ted Lasso» lassen die kreativen Drehbuch-Köpfe einfach nicht nach.

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"So viele Schimpfwörter, die mit der Leichtigkeit eines Federballs durch die Luft fliegen"

Die Dialoge sind konstant kurzweilig und wunderbar unartig (so viele Schimpfwörter, die mit der Leichtigkeit eines Federballs durch die Luft fliegen). Das Beste aber ist die Verletzlichkeit, mit der sich alle zeigen. Die Serie nimmt Schmerz ernst, ohne sich in ihm zu suhlen. Sie zeigt Menschen, die Fehler machen, sich schämen, scheitern – und trotzdem wieder aufstehen, zusammenhalten und lachen. Dieses «Wir kriegen das schon irgendwie hin» fühlt sich gerade in Staffel 3 wie ein wohltuendes Versprechen an.

Für Fans von: «Ted Lasso», «This Is Us», «Fleabag», «Love Life»

Persönlicher Tipp von Redaktorin Sarah Lau

«Bridgerton» (Netflix)

Darum geht es: Die Liebe zwischen Benedict Bridgerton und Sophie Baeck scheint unendlich. Doch reicht sie aus, um die Hürden, die ihnen durch gesellschaftliche Normen in den Weg gelegt werden, zu überwinden? Es ist ein Ringen zwischen Verstand und Herz, zwischen Verführung und Pflicht, zwischen Identität und Zukunft.

Darum ist die Serie so gut: Wegen der Liebe natürlich. In der vierten Staffel von «Bridgerton» ist sie allgegenwärtig – verwoben in ein vielschichtiges Netz sozialer Beziehungen. Ob innerhalb der Familie, in Freundschaften oder zwischen Liebespaaren: Sie zeigt sich in unterschiedlichsten Facetten und Lebensphasen und wird durch Verlust, Eifersucht, Einsamkeit oder Sorge auf die Probe gestellt. Im Vergleich zur dritten Staffel wird das Hauptpaar nicht so sehr von den zahlreichen Nebenhandlungen überschattet. Trotzdem kommt die vierte Staffel aus meiner Sicht nicht an die früheren heran.

Für Fans von: Leichtem Content, Happy Endings und liebevollen Klischees. Für alle, die gerne in eine bunte vorhersehbare Welt eintauchen, um den Kopf nach einem langen Tag freizukriegen

Persönlicher Tipp von Projektmanagerin Nutzermarkt Elina Sandmeier

«The Studio» (Apple TV+)

Darum geht es: Hollywood liebt grosse Visionen – und noch grössere Egos. Genau darin landet Matt Remick (fantastisch: Seth Rogen), als er überraschend zum Chef eines traditionsreichen Filmstudios ernannt wird. Statt Glamour erwarten ihn allerdings Krisensitzungen, kreative Genies mit empfindlichem Ego und die permanente Angst vor dem nächsten Flop. Während Remick versucht, gleichzeitig Kunst zu ermöglichen und Blockbuster zu produzieren, stolpert er von einer PR-Katastrophe in die nächste. Die Serie zeigt mit viel Selbstironie, wie schwierig es ist, in der Traumfabrik tatsächlich gute Filme zu machen.

Darum ist die Serie so gut: Ich habe schon lange nicht mehr so laut gelacht. Die Gags und das Level an Fremdschämen sind, pardon, ganz grosses Kino. «The Studio» nimmt die Filmindustrie genüsslich auseinander und trifft dabei erstaunlich oft ins Schwarze. Gleichzeitig steckt in der Serie viel Liebe zum Kino selbst: Sie zeigt den kreativen Wahnsinn hinter grossen Produktionen, und wie oft ursprünglich Kultur liebende Menschen in Hollywood ihre Seelen verkaufen (müssen).

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"Habe ich erwähnt, wie fantastisch Zoë Kravitz sich selbst high auf Pilzen spielt?"

Meine liebste Szene ist die an den Golden Globes. Was in «The Studio» wie eine überdrehte Pointe wirkt, hat sich später tatsächlich in der Realität gespiegelt. Seth Rogen stand bei den echten Golden Globes auf der Bühne und nahm einen Preis entgegen. Genau solche Momente machen den Reiz der Serie aus: Sie bewegt sich ständig zwischen Hollywood-Parodie und Hollywood-Realität (falls es diese denn geben sollte), bis man selbst nicht mehr ganz sicher ist, wo das eine aufhört und das andere beginnt. Und habe ich erwähnt, wie fantastisch Zoë Kravitz sich selbst high auf Pilzen spielt?

Für Fans von:
«Schitt’s Creek», «The Office», «I Love L.A.»

Persönlicher Tipp von Head of Digital Publishing Jacqueline Krause-Blouin

«Younger» (Netflix)

Darum geht es: Die 40-jährige alleinerziehende Liza (Sutton Foster) gibt sich als 26-Jährige aus, um sich in einem New Yorker Verlag den Wiedereinstieg ins Berufsleben zu erleichtern. Ob sie mit einem Tattoo Artist Mitte Zwanzig anbandelt? In ihrer Arbeitskollegin (gespielt von Hilary Duff) ihre neue beste Freundin findet? Ob sie Schwierigkeiten hat, ihr Doppelleben zu verheimlichen? Selbstredend. Und das über sieben Staffeln hinweg. Spoiler: Man schafft es relativ mühelos, dranzubleiben.

Darum ist die Serie so gut: Es ist ein Millennial-Fiebertraum. Skinny Jeans, Statement-Ketten, Beanies, Besäufnisse und Hustle Culture im Stil von «The Devil wears Prada» katapultieren einen zurück ins Jahr 2015 – da startet die Dramedy-Serie. Man fragt sich ja, warum man uns Europäer:innen diese Unterhaltungsperle so lange vorenthalten hat.

Natürlich ist das Ganze seicht und doof, aber auch leichtfüssig, herzerwärmend und irgendwie interessant: Man kann daran herrlich den aktuellen Generationen-Clash zwischen Gen Z und Millennials herausschälen und sich ausserdem daran erfreuen, dass die jetzt ältlichen Millennials damals der heisse Scheiss – und im Vergleich way more fun –waren. Die heimliche Heldin ist dabei Lizas Ü40-Chefin Diana Trout (Miriam Shor), die erstmal angestrengt und uncool wirkt, aber letzten Endes eigentlich als Einzige für sich einsteht. Und dann ist man froh, dass man nicht mehr Zwanzig sein muss. Aber auch erleichtert, dass es möglich ist, sich dennoch manchmal so verhalten zu können.

Für Fans von: «Sex And The City» – schliesslich ist Darren Star Schöpfer beider Serien.

Persönlicher Tipp von Lifestyle Editor Linda Leitner

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