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Es ist März! Was wir diesen Monat nicht verpassen dürfen

Es ist März! Was wir diesen Monat nicht verpassen dürfen

Welche Ausstellung muss man besucht, welche Comedy-Sendung gesehen und an welchem Festival getanzt haben? Monat für Monat gibt unser Team Kultur- und Veranstaltungstipps. Dieses Mal mit der stellvertretenden Chefredaktorin Leandra Nef.

Lesung

Wissenschaftsjournalist Mathias Plüss wundert sich – über so vieles. Zum Beispiel über den Wasserverbrauch im alten Rom, die härteren Urteile von hungrigen Richter:innen oder darüber, dass See-Elefanten Rückenschläfer sind. Wie viel verdient ein Bankräuber im Durchschnitt? Mathias Plüss geht den Dingen auf den Grund, recherchiert penibel, belegt wissenschaftlich – und publiziert sein «nützliches und unnützes Wissen» seit Jahren in unserem Magazin. Und jetzt auch in seinem neuen Buch «Gut zu Wissen – 984 Antworten auf Fragen, die niemand gestellt hat.» Am 11. März findet in der Aula des Progr in Bern eine Lesung statt, die von unserer Chefredaktorin Barbara Loop moderiert wird. Aus dem Buch liest Schauspielerin und Autorin Lara Stoll.

 

Foto- und Videografie

Die Ausstellung «Fragen. Fragen. Fotoarchive.» in der Fotostiftung Schweiz in Winterthur richtet den Blick auf sieben Schweizer Fotografinnen, die zwischen 1900 und 1970 tätig waren, und auf die Bedingungen, unter denen ihre Bilder entstanden. Anhand der Fotoarchive von Frauen wie Anny Wild-Siber und Gertrud Dübi-Müller zeigt die Ausstellung, wie unterschiedlich ihre Wege zur Fotografie waren – und wie stark gesellschaftliche Rahmenbedingungen, Ausbildung, Arbeitsverhältnisse und familiäre Verpflichtungen ihr Schaffen prägten. Gleichzeitig stellt die Ausstellung Fragen nach Autorinnenschaft, nach (Un-)Sichtbarkeiten sowie nach den Lücken, die historische Ungleichheiten in Sammlungen und Archiven hinterlassen haben. Bis 14. Juni.

Der Prix Dior de la Photographie et des Arts Visuels pour Jeunes Talents, der von Christian Dior Parfums, dem LUMA und der École Nationale Supérieure de la Photographie im französischen Arles gegründet wurde, fördert und unterstützt aufstrebende Kreativschaffende. Nach der Präsentation in Arles ist eine Auswahl an Foto- und Videoarbeiten der aktuellen Preisträger:innen nun bis zum 27. März in der Schweiz zu sehen in der Galerie l’elac der Haute école d'art et de design in Lausanne.

Design

Unsere langjährige annabelle-Wohnen-Expertin Connie Hüsser kuratiert für das MAD in Brüssel die Ausstellung «Home Sweet Home», die das Konzept des Zuhauses anhand der Typologie des Vogelhäuschens untersucht. Sie zeigt vom 11. März bis zum 25. April mehr als 75 Vogelhäuschen von internationalen Designer:innen, darunter von Sabine Marcelis und Muller Van Severen.

Film

Vom 11. bis 15. März 2026 findet in verschiedenen Zürcher Kinos die 50. Ausgabe der Schweizer Jugendfilmtage statt. Sie sind das älteste und grösste nationale Festival für Filme von jungen Filmschaffenden. Kernstück des Festivals ist der Kurzfilmwettbewerb, an dem jedes Jahr mehr als 3000 Jugendliche teilnehmen. Auch für Kinder ab 3 Jahren bietet das Festival mit «Cinemini» kuratierte Kinoerfahrungen.

Musik

Weil ein Internationaler Frauentag pro Jahr nicht reicht: Mit dem International Women's Month Zürich 2026 initiiert die Musik- und Kulturbar Flux ein spartenübergreifendes Festival, das weibliches und frauenspezifisches Kunst- und Kulturschaffen sichtbar macht. Noch bis zum 31. März verbinden über 80 Mitwirkende – darunter 45 DJs, 8 visuelle Künstler:innen und 3 Frauenbands – Clubkultur mit bildender Kunst und Live-Musik mit Diskursformaten. Ein Teil des Gewinns geht an Helvetiarockt, einen Schweizer Verein, der sich für die Gleichstellung aller Geschlechter in der Musik einsetzt.

Am 20. und 21. März 2026 findet M4music, das Popmusikfestival des Migros-Kulturprozent, rund um den Zürcher Schiffbau statt. Mehr als vierzig aufstrebende nationale und internationale Talente stehen auf fünf Bühnen. Frühere Acts, die hier auftraten, darunter Charli XCX oder Sophie Hunger, zählen heute zu den festen Grössen der internationalen Popkultur. Diesmal mit dabei sind unter anderem das britische Duo Good Neighbours, das mit seinem Welthit «Home» über 500 Millionen Streams erreichte, der Schweizer Musikpreisträger Stereo Luchs, das Mundart-Duo Splendid und Melina Nora mit Songs auf «Wallisertitsch».

Tanz

Und gleich noch eine Veranstaltung des Migros-Kulturprozents: Noch bis zum 29. März findet das zeitgenössische Tanzfestival Steps statt. Während vier Wochen bespielen Kompagnien aus dem In- und Ausland unterschiedliche Häuser in der ganzen Schweiz – von den grossen Stadttheatern über alternative Kulturhäuser bis zu regionalen Mehrzweckhallen.

Komik

Bühne frei für das neue SRF Stand-up-Format «Fun Fatale». Darin bietet Gastgeberin Andrea Fischer Schulthess ausschliesslich weiblichen Comediennes – Schweizerinnen und Frauen aus dem deutschsprachigen Ausland – eine Bühne. Auch hinter den Kulissen produzieren ausschliesslich Frauen, von der Set-Runnerin bis zur Cutterin. Ab Mai 2026 im SRF-Comedyprogramm am Sonntagabend. Für die Aufzeichnung am 24. März im Millers Theater in Zürich gibt es noch Tickets.

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Kunst

Grönland ist Thema  – nicht nur aufgrund geopolitischer Entwicklungen und klimabedingter Veränderungen, sondern auch im kulturellen Diskurs. Noch bis zum 4. April zeigt die US-amerikanische Künstlerin Nancy Lupo in der Stadtgalerie Bern eine installative Arbeit, die die verzauberte arktische Landschaft ebenso in den Blick nimmt wie die damit verbundenen globalen Ängste, Machtansprüche und extraktivistischen Denkweisen.

Zum Weltfrauentag am Sonntag, 8. März, veranstaltet das Giddo Studio in Zürich eine Punch Needle Session «Vulva Edition»: Gepuncht (es handelt sich dabei um eine schnelle Sticktechnik) werden Vulva-Motive. Ob Anfänger:in oder erfahren – alle sind willkommen. Dazu gibt es Mocktails und Snacks. Zwanzig Prozent der Einnahmen werden an das Frauenhaus in Luzern gespendet.

Benefiz

Innocent und Pro Senectute veranstalten am 26. März einen Strick-Brunch im neuen Ram Ram Café in Zürich. Gemeinsam mit Seniorinnen werden Mützchen für die Benefizaktion «Das grosse Stricken» gestrickt, die später die Innocent-Smoothies im Kühlregal warmhalten. Für jeden Smoothie mit gestricktem Mützchen spenden Innocent und Pro Senectute eine Portion Früchte und Gemüse an ältere Menschen. Das Zmorge serviert Babu's. Willkommen sind auch Nicht-Stricker:innen. Und wer nicht zum Bruch kommen mag, der kann die Mützchen gemütlich zuhause stricken. Das Ziel: Bis zum 1. Juli 2026 88'888 Mützchen sammeln.

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