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Posada bis Alÿs – Grüss dich, Sensemann!

Kultur

Posada bis Alÿs – Grüss dich, Sensemann!

  • Bild: Carlos Amorales

Der Tod hat es nicht leicht in Mexiko. Sein Problem: Man hält ihn für eine Witzfigur.

In Mexiko feiern sie Partys auf Friedhöfen, dekorieren die Häuser mit Skeletten und essen Totenköpfe aus Marzipan. Vor gut hundert Jahren entwickelte der Zeichner José Guadalupe Posada aus dieser Folklore der Todesverachtung eine herrlich morbide Agitpropkunst, die mit ihren grinsenden Schädel-Icons das Corporate Design der Mexikanischen Revolution prägte. Wie sehr dieser eigenwillige Clash von Politik, Satire und Tod bis heute die Auseinandersetzung der mexikanischen Künstler mit der gesellschaftlichen Realität ihres Landes bestimmt, zeigt eine Themenschau im Kunsthaus Zürich.

Posada bis Alÿs. Mexikanische Kunst von 1900 bis heute. Kunsthaus Zürich, 16. 3. bis 26. 5.