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Sarah McLachlan: Das doppelte Comeback

Kultur

Sarah McLachlan: Das doppelte Comeback

Sarah McLachlan ist zurück – mit einer neuen CD und dem Festival Lilith Fair.

Das Lilith-Festival war ein Erfolgsmodell. Unter dem Motto «Frauen helfen Frauen» tourten zwischen 1996 und 1999 jeweils im Sommer über zwei Dutzend Sängerinnen und Musikerinnen durch die USA. Jeden Tag machte das Festival in einer anderen Stadt Halt und bot dort nationalen und lokalen Fraueninitiativen ein politisches Podium. Über zwei Millionen Tickets wurden in den vier Jahren verkauft, mehr als zehn Millionen Dollar Gewinn unter aberhundert Frauenorganisationen verteilt. Auf Initiative der Singer-Songwriterin Sarah McLachlan kommt es dieses Jahr zu einer Neuauflage des Festivals. Kurz bevor der Lilith-Fair-Tross Ende Juni zu seiner 36-Städte-Tournee aufbricht, veröffentlicht die Festivalgründerin und -galionsfigur ihr erstes Studioalbum seit sieben Jahren. Vom Lilith-Enthusiasmus ist in den zwölf Songs auf «Laws of Illusion» nicht viel zu spüren. In melancholisch eingetrübten Folkpopweisen verarbeitet die 42-jährige Kanadierin das Scheitern ihrer elfjährigen Ehe und wägt die Vor- und Nachteile allein erziehender Mütter gegeneinander ab. Grösser kann die Diskrepanz zwischen öffentlichem Engagement und privater Zerknirschtheit nicht sein.

Sarah McLachlan:
Laws of Illusion (Sony)

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