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A Separation – Was uns trennt

Kultur

A Separation – Was uns trennt

Das iranische Drama «A Separation» ist ganz grosses Kino.

Wer fesselnde Gerichtsdramen für eine Spezialität des US-Kinos hält, sollte diesen wunderbaren iranischen Film nicht verpassen. Ein Paar aus der Mittelschicht lässt sich scheiden. Bald darauf steht der Mann erneut vor Gericht: Eine tiefgläubige Frau aus armen Verhältnissen beschuldigt ihn, sie so geschubst zu haben, dass sie ihr ungeborenes Kind verlor. Bei beiden Prozessen wird von allen Beteiligten getrickst und gelogen – doch gerade diese Lügen offenbaren einige Wahrheiten über den Iran: die Kluft zwischen den sozialen Schichten, zwischen religiösem und säkularem Lebensstil, zwischen Mann und Frau. Es entsteht ein atemberaubendes, oft herzzerreissendes Sittenbild über das, was die Menschen im Iran trennt. An der Berlinale im Februar gewann das Ensemble den Preis für die besten Darsteller und der Film den begehrten Goldenen Bären.

Ab 8. 9.: «A Separation» von Asghar Farhadi. Mit Leila Hatami und Peyman Moaadi

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