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Die Finanzexpertin: Kryptowährungen sind die Zukunft

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Die Finanzexpertin: Kryptowährungen sind die Zukunft

Bitcoin und Co. sind dir noch zu kryptisch? Unsere Finanzexpertin gibt Rat, was du über Kryptowährungen wissen musst.

Sie heissen Ethereum, Ripple oder Cardano – das sind keine ausgefallenen Promi-Babynamen, sondern Kryptowährungen. Babies und Kryptowährungen haben allerdings durchaus ähnliche Eigenschaften: Sie ziehen viel Aufmerksamkeit auf sich und unterliegen starken Stimmungsschwankungen – ein einziger Tweet von Tesla-Gründer Elon Musk etwa hat den Kurs der zuvor unbekannten Kryptowährung Dodgecoin in absurde Höhen katapultiert. Und: Beide sind die Zukunft.

Kryptowährungen werden weder gedruckt noch von einer zentralen Instanz geprüft. Somit entsteht unabhängig von Banken eine neue, ungesicherte und teils begrenzte Währung. Das hat einen ebenso spekulativen wie revolutionären Charakter, was in den exorbitanten Kursschwankungen sichtbar wird.

Woraus Kryptos genau bestehen, ist für Menschen ohne Informatikstudium nicht ganz einfach zu ergründen. Ein Erklärungsversuch: Die erste und bis heute bekannteste Währung Bitcoin wie auch die meisten anderen Kryptowährungen basieren auf der Blockchain-Technologie. Vereinfacht gesagt ist das eine Datenbank, in der fortlaufend Informationen aufgezeichnet werden, und die von vielen Teilnehmer:innen gleichzeitig verwaltet wird.

Dafür sind keine Banken und Börsen mehr nötig. Dieser Ansatz hat durchaus das Potenzial, Wirtschaft wie Finanzwelt nachhaltig zu verändern. Weniger zukunftsträchtig ist jedoch der immense Strombedarf der Kryptos: Die riesigen Serverfarmen, die benötigt werden, um etwa Bitcoins zu schürfen (Mining), verbrauchen gemäss einer Studie der University of Cambridge in einem Jahr gleich viel Strom wie die ganzen Niederlande.

Doch im grossen Digitalwährungs-Biotop existieren bereits Lösungsansätze: Die Währung IOTA etwa, die eine automatisierte Kommunikation zwischen Maschinen ermöglichen will, kommt ohne Mining aus und verbraucht so weit weniger Strom.

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«Die starken Kursschwankungen muss man verkraften können. Besser also erst mal einen verschmerzbaren Betrag hochladen»

Wenn du deinem Portfolio einen Hauch Fintech verpassen wollt, was ich euch empfehle, kaufst du Kryptowährungen am einfachsten über Plattformen wie Bitcoin Suisse oder Bitpanda. Aber Achtung: Die starken Kursschwankungen muss man verkraften können. Besser also erst mal einen verschmerzbaren Betrag hochladen. Ich persönlich ziehe es vor, nicht in Kryptos direkt, sondern in die Blockchain-Technologie an sich zu investieren. Dies gelingt beispielsweise mit dem Blockchain-ETF «Elwood Blockchain Global Equity».

Wenn du Kryptowährungen kaufen und deinen Erb:innen einen Gefallen tun willst, deponiere deine Passwörter (Keys) zum Konto auffindbar. Krypto-Millionär Matthew Mellon hinterliess 250 Millionen US-Dollar in der Währung Ripple. Seine Nachkommen suchen bis heute verzweifelt nach den Keys.

Wie viele Anlageprodukte brauchen auch Kryptowährungen Zeit, um sich zu entwickeln und das Vertrauen der Gesellschaft und Wirtschaftsakteure zu gewinnen. Während wir auf die grossen Umwälzungen warten, die uns da angekündigt werden, werden wir uns wohl noch oft über exorbitante Kursausbrüche und kuriose Namen wundern.

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Für Corinne Brecher (30) ist die finanzielle Bildung von Frauen ein Herzensprojekt. Bei uns berichtet die unabhängige Betriebswirtschafterin und Mentorin regelmässig aus der Welt der Finanzen.

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