Lustvoller Monat

Besserer Sex, weniger Rückenschmerzen – diese App machts möglich

Text: Miriam Suter

Besserer Sex, weniger Rückenschmerzen – diese App machts möglich
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Elvie trainiert die Beckenbodenmuskulatur auf spielerische Art

Langlebig: mit einer Batterieladung kann Elvie zwei Monate lang eingesetzt werden

Die dazugehörige App speichert den Trainingsfortschritt

Eine gut trainierte Beckenbodenmuskulatur verbessert das Sexleben und hilft gegen Rückenschmerzen während der Menstruation. Die meisten Frauen vernachlässigen sie jedoch völlig. Elvie, das neue Tool einer britischen Produktionsfirma, soll das nun ändern. Miriam Suter hats getestet.

Eine gut trainierte Beckenbodenmuskulatur verhindere unter anderem Rückenschmerzen während der Menstruation, las ich kürzlich. Viele Frauen würden es allerdings vernachlässigen, diesen Muskel zu stärken. Auch deswegen, weil sie nicht einmal wissen, wo er liegt und wie man ihn richtig trainiert. Das machte mich hellhörig. Ich selbst leide nämlich seit einigen Monaten, vor allem gegen Ende meines Zyklus, unter Schmerzen im unteren Rücken. Ein neues Tool aus England soll Abhilfe schaffen und dafür sorgen, dass das Training der Beckenbodenmuskulatur sogar Spass macht: Elvie, entwickelt von der britischen Firma Chiaro – einem reinen Frauenbetrieb.  

Nach meiner einmonatigen Testphase kann ich das Tool uneingeschränkt empfehlen. Und zwar aus folgenden fünf Gründen:

1. Es ist schön und diskret

Elvie kommt optisch ansprechend daher: Sieht aus wie eine Kaulquappe in sanftem Mintgrün mit glatter Oberfläche aus Silikon. Das ist für mich nicht unwichtig, immerhin ist das Trainieren der Beckenbodenmuskulatur etwas sehr Intimes. Ausserdem mag ich, dass ich das Training theoretisch überall durchführen kann: Es dauert nicht lang und macht keine Geräusche. Laut Designerin Tania Boler war genau dies das Ziel: ein Produkt zu entwickeln, das sowohl diskret, als auch schön anzuschauen ist. Elvie wurde übrigens kürzlich vom Design Museum in London mit dem Best R&D Award ausgezeichnet – und wurde an den diesjährigen Oscars sogar dem Promi-Goodiebag beigelegt.

2. Es ist einfach anzuwenden und macht Spass

Elvie wird vaginal eingeführt und verbindet sich via Blootooth mit der dazugehörigen App. Nun beginnt das Training: Mittels Muskelkraft gilt es, auf dem Smartphone-Bildschirm einen kleinen Ball möglichst lang über einer Linie zu halten – oder möglichst hoch hinaufspringen zu lassen. Fast wie ein Jump-and-Run-Spiel. Spass und Sport in einem, finde ich super!

3. Es sorgt für ein besseres Körpergefühl

Schon nach der ersten Übung empfinde ich meinen Körper anders. Intensiver, bewusster. Ein schönes Gefühl. Auch ich gehörte bislang zu den Frauen, die ihre Beckenbodenmuskulatur höchstens dann wahrnahmen, wenn man dringend muss und gerade keine Toilette in der Nähe ist. Ein starker Kegelmuskel reduziert aber nicht nur das Risiko einer gesenkten Gebärmutter nach der Schwangerschaft, sondern soll auch die Orgasmusfähigkeit steigern – und gegen Rückenschmerzen helfen. Nur so viel: Zumindest die letzten beiden Punkte kann ich nach meiner Testphase definitiv bestätigen. 

4. Es motiviert

Weil die Elvie-App meinen Trainigsfortschritt abspeichert, kann ich sehen, wie schnell ich besser werde. Davon fühle ich mich angetrieben und halte meine täglichen Übungseinheiten – an die mich die App bei Bedarf erinnert – tatsächlich brav ein.

5. Es ist für jede Frau geeignet

Vaginas gibt es so unterschiedliche, wie es Frauen gibt. Aus diesem Grund wird «Elvie» mit einem zusätzlichen Aufsatz geliefert, der das Tool ein bisschen grösser und so für jeden Körper passend macht. 

Elvie kann direkt auf der Website bestellt werden und kostet ca. 210 Franken. Für mich eine Investition, die sich definitiv lohnt.

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