Fab Five

Filme für den Sommer

Text: Vanessa Vota ; Foto: big world pictures (1), Getty Images (1), Youtube (3)

 

Filme für den Sommer
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Conte d'Été , 1996, 113 Minuten

Es ist der dritte Film der Tetralogie von Regisseur Eric Rohmer. Er produzierte vier Filme, für jede Jahreszeit einen. «Conte d'Été»  handelt – wie schon geahnt – vom Sommer. Ein junger Mann verbringt die Ferien in der Bretagne. Während er dort auf seine Freundin wartet, lässt er sich in den ersten Tagen mit zwei weiteren Frauen ein. Er gerät zwischen drei Frauen, ohne sich für eine entscheiden zu können. Der Film lebt von der Banalität des Augenblicks. Die einfache Storyline wurde hervorragend erzählt und die Nähe zum realen Leben extrem gut eingefangen. Dass im ganzen Film keine Musik vorkommt, ausser die, welche die Protagonisten selber spielen oder singen, gibt ein zusätzliches inniges Gefühl.

La Piscine, 1969, 110 Minuten

Das Paar Marianne und Jean-Paul macht Ferien in einem spektakulären Haus in St.Tropez. Marianne lädt ihren ehemaligen Lover und seine wunderschöne Tochter (Jane Birkin) ein, auch in der Villa zu wohnen. Die Stimmung zwischen den Charakteren wird immer angespannter, Drama ist vorprogrammiert, und auch Mord wird noch zum Thema. Der Film hat einen erotischen Touch. Der grosse Pool, die Palmen und die atemberaubende Aussicht verhelfen zudem zu echtem Sommerfeeling. 

Call me by your Name, 2017, 133 Minuten

Wir schreiben das Jahr 1983 in der Lombardei. Der 17-jährige Elio verbringt den norditalienischen Sommer auf dem Anwesen seiner Eltern. Eine wunderbare Location für Dolcefarniente. Sein Vater stellt den 24-jährigen Oliver als seinen Assistenten für Forschungsarbeiten ein und lässt ihn für sechs Woche bei sich wohnen. Das anfangs kühle Verhältnis zwischen Elio und Oliver wird immer inniger. Eine Geschichte über das Verlangen, das erste richtige Verliebtsein und die unbeholfene Art, wie man damit umgeht. So echt und fernab vom grossen Hollywood-Drama überzeugte mich der Film von Anfang an. Der Regisseur schafft es, pure Sinnlichkeit zu transportieren, und fängt die Hitze, die Sommerluft und die Düfte extrem gut ein. Die Filmmusik ist verträumt und passt wunderbar zum Film. Dazu ist die Szenerie einfach nur – wow! 
 

Eat Pray Love, 2010, 140 Minuten

Italien, Indien, Bali – die frisch geschiedene Elizabeth begibt sich auf einen Selbstfindungstrip und durchquert dafür die ganze Welt. In jedem der drei Länder lernt sie etwas mehr über sich und das Leben. In Italien lernt sie die Lust an gutem Essen sowie die Entspannung und Lebensfreude kennen. Indien zeigt ihr den Weg zu ihrer eigenen Spiritualität. Beim letzten Stop in Bali wird sie mit ihrer inneren Ruhe und einer unerwarteten neuen Liebe vertraut gemacht. Die Detailaufnahmen und farbenfrohen Kulissen lassen uns den Film intensiv miterleben und laden zum Träumen ein. 

Moonrise Kingdom, 2012, 95 Minuten

Dieser Film fühlt sich nur schon beim Schauen an wie ein grosses Abenteuer. In einem Sommercamp fernab der Zivilisation büxt der 12-jährige Sam aus, um mit seiner Freundin, der gleichaltrigen Suzy, durchzubrennen. Per Brief verabreden sie sich. Sam entwischt aus dem Pfadfinderlager und Suzy aus ihrem verkorksten Elternhaus. Sie begeben sich auf ein Abenteuer und versuchen ohne weitere Hilfe allein auszukommen. Der Film gibt uns eine Sicht durch die Augen der Kinder und wie einfach sie sich das Leben gestalten können. Die Kulissen sind malerisch und in naturgebundenen Farben präsentiert. Regisseur Wes Anderson schafft es mit den schrägen Figuren und der limitierten Farbpalette, wieder einmal seinem ganz eigenen Stil treu zu bleiben.

Es gibt Filmklassiker, die den Sommer noch ein bisschen schöner machen. Wir stellen Ihnen fünf Lieblinge fürs Openairkino vor. 

Das Gefühl der brennenden Sonne auf meinem Rücken und des warmen Sommerwinds, der mir um die Ohren weht, ist unvergleichlich. Inspiriert von heissen Tagen, lauen Nächten und sommerlicher Leichtigkeit, verrate ich Ihnen meine Top 5 der schönsten Sommerfilme. 

Vanessa Votta

«Die Reportagen-Praktikantin interessiert sich für die Turbulenzen des Lebens und die Geschichten, die dahinter stecken. Sie schreibt gerne über Menschen und deren Ideen und Träume, denn sie ist selbst auch eine kleine Träumerin»

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