Federica de Cesco: «Frauen sind stark, sie werden bloss schwach gemacht»
In der zweiten Folge des annabelle-Podcasts «Queens» spricht Chefredaktorin Barbara Loop mit der Schweizer Schriftstellerin Federica de Cesco
- Von: Barbara Loop
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In der zweiten Folge des annabelle-Podcasts «Queens» erzählt die Schweizer Schriftstellerin Federica de Cesco, wie sie – «frei geboren» und «schwer erziehbar» – einer Kindheit im Krieg das Beste abrang. Sie erklärt, warum sie immer auf die Stärke der Frauen vertraut habe, und auch auf ihre eigene. Selbst dann, wenn sie – wie etwa im Streit um das Sorgerecht ihrer Kinder – den Ungerechtigkeiten ihrer Zeit scheinbar machtlos gegenüberstand.
Federica de Cesco war erst 15 Jahre alt, als sie ihren ersten Roman «Der rote Seidenschal» schrieb. Als der Jugendroman 1957 in deutscher Übersetzung in einem Schweizer Verlag erschien, galt er als sittenwidrig und anstössig – und wurde zum Bestseller. Federica de Cescos Bücher waren mehr als Abenteuerromane: De Cesco schrieb weibliche Figuren, die neugierig, mutig und unabhängig waren – lange bevor starke Mädchenfiguren selbstverständlich wurden. Ann, Samira, Aicha eröffneten vielen einen neuen Blick auf die Welt und auf die eigenen Möglichkeiten.
Seit den 1990er-Jahren publiziert Federica de Cesco, die mit ihrem zweiten Mann in Luzern lebt, nur noch für Erwachsene. Rund hundert Romane, Sach- und Bilderbücher hat de Cesco im Laufe ihres Lebens veröffentlicht. Sie schreibt auch mit 88 Jahren noch jeden Tag.
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