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5 Hotels in alten Mauern

Reisen

5 Hotels in alten Mauern

Ein Rendez-vous mit den Geistern der Vergangenheit – verwöhnt vom ganzen Komfort des 21. Jahrhunderts.

Abbaye de la Bussière

Bild: zvg

1.

Frankreich: Das pralle Klosterleben

Nichts in diesem Hotel ist heute noch karg und spartanisch. Ganz anders ging es nach dem Bau im 12. Jahrhundert hinter diesen Mauern im Burgund mehrere hundert Jahre zu: Hier lebten Mönche, die ihr Leben dem Lesen der Bibel verschrieben, dem Beten und dem Arbeiten. 2005 verwandelte ein englisches Ehepaar die «Abbaye de la Bussière» in einen Ort des prallen, lustvollen Lebens. Barocke Üppigkeit, seidige Stoffe und antike Möbel dominieren in den Zimmern. Das Restaurant mit einem Michelin-Stern hat sich unter dem hohen Gewölbe des Kreuzgangs eingefunden. Unter den jahrhundertealten Bäumen flaniert man zum See oder setzt sich in einen der drei Salons, um sich weder der Arbeit, der Lesung, noch dem Gebet zu widmen, sondern ganz allein seinem inneren Frieden.

 

Abbaye de la Bussière, La Bussière-sur-Ouche, DZ ab ca. 330 Fr.

São Lourenço do Barrocal

Bild: Ash James

2.

Portugal: Bauernhof de luxe

Dieses Luxushotel tut nicht bloss so, als wäre es noch immer ein alter Gutshof, als der diese Anlage vor über 200 Jahren gebaut wurde; das «São Lourenço do Barrocal» ist schlicht noch immer einer. Die auf dem Anwesen weidenden Kühe liefern Bio-Milch, aus den Früchten der Olivenbäume rund um die Anfahrt wird Öl gewonnen. Man baut Bio-Gemüse, Getreide und Wein an, im Stall warten Pferde. Hinter diesen überwachsenen Mauern und unter den orangenen Dachziegeln empfangen einen aber nicht nur bäuerliche Gemütlichkeit, sondern auch alle Annehmlichkeiten eines Fünfsternehotels: Sehr stilvoll eingerichtete und weitläufige Zimmer, ein grosser Pool, ein Susanne-Kaufmann-Spa und zwei Restaurants, die – selbstverständlich – vor allem saisonale Erzeugnisse vom eigenen Hof auf den Tisch bringen.

 

São Lourenço do Barrocal, Monsaraz, DZ ab ca. 380 Fr.

Sextantio Le Grotte Della Civita

Bild: zvg

3.

Italien: Höhlenromantik

Wenn die Mauern dieser Stadt sprechen könnten, würden sie Geschichten erzählen, die bis in die Bronzezeit zurückreichen, ist Matera doch eine der ältesten Siedlungen der Welt. In den 1980er-Jahren besann sich der Ort darauf und restaurierte so erfolgreich, dass die Höhlensiedlungen nun Unesco-Weltkulturerbe sind. Heute kann man im «Sextantio Le Grotte Della Civita» nächtigen, den wohl romantischsten Höhlen Italiens. Tradition trifft hier auf schlichtes Design. Überhaupt: «Reduce to the max» scheint das Credo zu sein. Der Chef de Cuisine im «The Tasting Room» wird für seine schlichten, mit lokalen Zutaten zubereiteten Gerichte gefeiert. Und wenn das Kerzenlicht über die geschichtsträchtigen Steine flackert, verschwimmt die Grenze zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

 

Sextantio Le Grotte Della Civita, Matera, DZ ab ca. 215 Fr.

Palazzo Daniele

Bild: Design Hotel

4.

Italien: Art des Hauses

Francesco Petrucci verschrieb sein Leben der Kunst – und vor wenigen Jahren auch den gesamten, sich in Familienbesitz befindenden Palazzo in Salento, tief im Stiefelabsatz Italiens. Das Mailänder Designerpaar Ludovica + Roberto Palomba entrümpelte das Anwesen aus dem 19. Jahrhundert und richtete es neu ein. Das Ziel: das Wesentliche freizulegen und der Kunst Raum zu verschaffen. Geprägt sind die neun Zimmern des «Palazzo Daniele» von einer erholsamen Leere, die dezent ergänzt wird mit handverlesenen Designstücken, kunstvollen Fresken an den hochgewölbten Zimmerdecken, Mosaikböden und antiken Familienporträts, die sich mit zeitgenössischer Kunst abwechseln. Darunter etwa eine Skulptur von Roberto Cuoghi, einem Leuchtkasten von Simon d’Exea oder einer Lithografie von Carla Accardi.

 

Palazzo Daniele, Gagliano del Capo, DZ ab ca. 400 Fr.

Ashford Castle

Bild: zvg

5.

Irland: Royale Erholung

Wer schon immer wissen wollte, wie sich der Adel früher bettete, ist in den 800 Jahre alten Steingemäuern des «Ashford Castle» genau richtig. Umgeben von smaragdgrünen Samttapeten, antiken Polsterstühlen und prunkvollen Himmelbetten, nächtigt und logiert es sich in den neu sanierten Zimmern des irischen Schlosshotels höchst royal. Königliche Entspannung geniesst man auch im saphirblauen «Relaxation Pool» des luxuriösen Wellnessbereichs, wo man zugleich einzigartige Wandkunst bestaunt, die von der keltischen Mythologie erzählt. Mit lokalen Spezialitäten erreicht man bei sanftem Kerzenschein im ehemaligen Verlies kulinarische Höhepunkte, lässt später im «Billiards Room» die Kugeln rollen und den Abend mit einer kubanischen Cohiba auf der Zigarrenterrasse ausklingen.

 

Ashford Castle, Hotel & Country Estate, Leaf Island, DZ ab ca. 690 Fr.

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