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Drei romantische Picknick-Rezepte zum Nachkochen

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Drei romantische Picknick-Rezepte zum Nachkochen

  • Text: Evelyne Emmisberger
  • Bild: Veronika Studer

Ein romantisches Picknick im Grünen – Julia Heim und Veronika Studer zeigen, wie Picknicken am schönsten geht. Hier findest du drei köstliche Picknick-Rezepte zum ausprobieren.

Lacht jetzt nicht, denn das mit der Romantik ist eine ernste Sache: ihr benötigt eure ganze Hingabe und den unbedingten Willen, Ironie weg- und Gefühle zuzulassen. Dazu wäre etwas Fantasie nicht schlecht, um sich, wenn schon nicht eine perfekte Welt, dann zumindest einen perfekten Nachmittag im Freien vorstellen zu können – schlaraffischer Picknickkorb inklusive.

Inspiration für die stilvolle Landpartie liefert das Kochbuch «Zeit für Picknick» von Julia Heim und Veronika Studer. In idyllischen Bildern und mit nach Jahreszeiten gegliederten Kapiteln servieren uns die beiden Gerichte zum Daheimkochen und Mitnehmen. Häppchen und Happigeres, Salate und Suppen, Getränke und Desserts – einfache, liebevolle Rezepte, manche mit einem Hauch Raffinesse wie das pikante Aioli mit Sardellen und Knoblauch, das den Caesar Wraps Pfiff gibt.

Doch ob Blechkuchen mit Gemüse, Zitrus-Pannacotta, gefülltes Brot, scharfer Mangosalat, Eiskaffee oder Tomaten-Erdnuss-Crostini: Die Gerichte sind nicht unbedingt dafür geeignet, optisch unbeschadet in einem Rucksack durch den Wald getragen zu werden. Sie wollen in hübsche Weck-Gläser oder stilvolles Wachspapier, in Schüsseln oder Grossmutters Leinenservietten verpackt werden.

Um dann – tadaaa! – in tadellosem Zustand aus dem XL-Körbchen gezaubert und auf der Picknickdecke präsentiert zu werden. Ihr erinnert euch: Romantik! Und zwar im besten viktorianischen Sinn, als die gleichnamige englische Königin das Picknick zur Kunstform erhob und ohne Rücksicht auf das englische Wetter zum Volkssport machte. That’s the spirit.

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Bild: Veronika Studer

Roher Blumenkohlsalat

Für 6 Personen

 

500 g Blumenkohl, vom Strunk befreit

 

2 Bund Radieschen, in dünne Scheiben geschnitten

 

1/2 Bund glatte Petersilie (ca. 30 g), gehackt

 

 

Dressing

 

2 EL Sonnenblumenöl

 

1 EL Olivenöl

 

1 EL Peperonciniöl

 

1 EL Sojasauce

 

1 TL Aceto balsamico

 

1 EL Mayonnaise

 

1 EL Senf

 

1 Knoblauchzehe, geschält und gepresst

 

2 EL Schnittlauch, gehackt

 

2 Prisen Chilipulver

 

1 EL Crème fraîche

 

Salz und Pfeffer

 

So geht’s: 

 

Den rohen Blumenkohl mit einer Mandoline oder Röstiraffel zu Blumenkohl-Couscous verarbeiten. Die Gemüsemasse mit Radieschen und Petersilie in eine Schüssel geben und mischen. Für das Dressing alle übrigen Zutaten kräftig miteinander vermengen und bei Bedarf mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Dressing separat zum Picknick mitnehmen. So kann sich jeder Gast selbst bedienen.

 

Mein Tipp: 

 

Asiatische Aromen, eine schöne Schärfe: ein neuer Lieblingssalat! Ich habe das Dressing allerdings nicht separat mitgenommen, sondern den Salat zuhause angemacht. So konnte er schön durchziehen und ich musste nicht noch ein Gläsli mehr mitschleppen.

Blechkuchen

Bild: Veronika Studer

Gemüseblechkuchen

Für 6 bis 8 Personen

 

 

Teig

 

200 g Mehl

 

200 g Butter

 

200 g Magerquark

 

1/2 TL Salz

 

1 Msp. Backpulver

 

 

Belag

 

300 g Magerquark

 

3 Eier

 

150 g Gruyère, gerieben

 

200 g gekochter Schinken, in Streifen geschnitten

 

Salz und Pfeffer

 

3 Tomaten, gewürfelt

 

1 Zucchetti, in Scheiben geschnitten

 

Je 1 gelbe, grüne und rote Peperoni, entkernt und gewürfelt

 

250 g Broccoli, in kleine Röschen geschnitten

 

Etwas Basilikum

 

So gelingt’s: 

 

Mehl und Butter mischen, die restlichen Zutaten bis und mit Backpulver hinzufügen und alles mit einem Mixer (Knethaken) kurz auf niedrigster, dann auf höchster Stufe zu einem Teig verarbeiten. Eine Kugel formen, in Frischhaltefolie einpacken und 1 Stunde kaltstellen. Ein Backblech fetten und mehlen, Teig dünn ausrollen und Rand etwas hochziehen. Den Ofen auf 160 Grad (Umluft) vorheizen. Für die Füllung Quark, Eier, Käse und Schinken mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Masse auf den Teig streichen. Die Fläche mit dem Gemüse belegen. Das Blech in den Ofen schieben und 40 bis 45 Minuten backen. Am Schluss etwas Basilikum zerzupfen und darübergeben.

 

Mein Tipp: 

Was für eine köstliche Beilage. Für den Teig empfiehlt es sich, die Butter zimmerwarm zu verarbeiten. An der Logistik, dieses Prachtstück unbeschadet auf die Wiese zu transportieren, bin ich leider kläglich gescheitert.

Bild: Veronika Studer

Caesar Wraps

Für 8 Stück

 

 

Tortillas

 

400 g Weizenmehl

 

3 dl Wasser

 

2 EL Olivenöl

 

1 TL Salz

 

 

Dressing

 

6 eingelegte Sardellen

 

2 Knoblauchzehen, geschält und gepresst

 

2 frische Eigelbe

 

100 ml Sonnenblumenöl

 

100 ml Olivenöl

 

100 g Parmesan, gerieben

 

1 kleine Zitrone, Saft

 

Salz und Pfeffer

 

 

Füllung

 

700-800 g geschnetzeltes Pouletfleisch

 

Öl zum Braten

 

200 g Eisbergsalat, in grobe Stücke geschnitten

 

1/2 Salatgurke, halbiert, entkernt und in Stifte geschnitten

 

Glatte Petersilie, nach Belieben

 

So wird’s gemacht: 

 

Für die Wraps die Zutaten bis und mit Salz mischen und zu einem geschmeidigen Teig kneten, für rund 20 Minuten kaltstellen. Den Teig in 8 Portionen teilen, zu Kugeln formen und auf einer bemehlten Fläche hauchdünn auswallen. Dabei immer wieder mit Mehl bestäuben, damit der Teig nicht klebt. Die Fladen in einer beschichteten Pfanne bei hoher Hitze auf jeder Seite rund 1 Minute backen, bis sie etwas Farbe annehmen. Die gebackenen Fladen in ein Küchentuch einwickeln, damit sie warm und elastisch bleiben.

Sardellenfilets, Knoblauch und Eigelb mit einem Stabmixer verarbeiten. Nach und nach das Öl dazugeben. Zuletzt Parmesan und Zitronensaft dazugeben und zu einer sämigen Sauce pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Poulet in wenig Öl braten und mit Salz und Pfeffer nach Belieben würzen. Die Tortillas mit dem Dressing bestreichen, Salat, Gurke, Petersilie und Poulet darauf platzieren und vorsichtig zu einem Wrap rollen. In Backpapier einwickeln und mit einer Küchenschnur fixieren. Das übrige Dressing in einem Schraubglas mitnehmen und die Wraps nach Bedarf damit beträufeln.

 

Mein Tipp: 

Klar, Tortillas kann man auch fixfertig kaufen – ich würde den Unterschied wohl nicht merken – aber es macht viel weniger Spass! Ich habe die Tortillas ohne Fettzugabe in der Bratpfanne zubereitet und in einem leicht befeuchteten Küchentuch im warmen Ofen aufbewahrt.

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Julia Heim, Veronika Studer: Zeit für Picknick. Die schönsten Ideen und Rezepte zum Schlemmen im Freien. Verlag Landliebe, Zürich 2021, 258 Seiten, ca. 45 Fr.

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