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Durchatmen: 5 Wohlfühl-Hotels für eine Auszeit

Reisen

Durchatmen: 5 Wohlfühl-Hotels für eine Auszeit

Egal, ob man Wellness oder ein Gourmet-Erlebnis sucht – eine Auszeit kann Wunder wirken und den Alltagsstress in weite Ferne rücken. Wir zeigen euch fünf Wohlfühl-Oasen zum Durchatmen.

Le Crans, Crans Montana – Michèle Roten, Produzentin

Mein erster Eindruck: Ein imposanter, chaletartiger Holzbau, aber: Wo ist denn hier der Eingang? Die Fassade, ganz ohne Prunkschrift, gibt keine Hinweise, kein roter Teppich weist den Weg. Aber nur Sekunden, nachdem das Auto auf dem Parkplatz zum Stillstand gekommen ist, materialisiert sich ein Hotelmitarbeiter aus der Stille hier oben, um mit dem Gepäck zu helfen.

Der zweite Eindruck: Dieser Duft! Der waldige Signature Scent des Hotels holt einen sofort aus dem Alltag.

Wer steigt hier ab: Nicht viele. Das Hotel hat nur 13 Zimmer und drei Apartments, und dieser Umstand macht den speziellen Zauber dieses Hauses aus. Eine intime, herzliche Atmosphäre, maximale Aufmerksamkeit der ausnahmslos unfassbar netten Mitarbeitenden. Im Vergleich zu grösseren 5-Sterne-Hotels möchte man dem «Le Crans» einen sechsten Stern verleihen für diesen wahren Luxus.

Ein Detail, das mir aufgefallen ist: Eines? Dieses Hotel erhebt die Detailverliebtheit zur olympischen Disziplin! Von der kleinen Süssigkeiten-Bar für Kinder über den schon eingefädelten Gurt beim Bademantel, das Set aus Holzzahnbürste und Curaprox- Zahnpasta (ich bin also nicht die Einzige, die es immer vergisst!) bis zum mit Namen beschrifteten und Mäscheli verzierten Knochen für den Hund – man kommt nicht aus dem Staunen heraus. Über Nacht wurde sogar das Auto gewaschen!

Was man vermeiden sollte: Mit schnäderfrässigen Kindern im «Le Mont Blanc» zu essen – denn das Sterneniveau wird auch beim Kids Menu knallhart durchgezogen («French toast, shallots, black truffle, smoked walnut syrup»). Kudos für den Mut!

Mein Lieblingsort: Das Bett. Schlafen ist fast schade, denn der Blick von dort aus in die Berge auf der anderen Seite des Tals, im Cheminée flackert ein Feuerchen – das ist schon ganz, ganz grosses Glücksgefühl.

Le Crans, DZ inkl. Frühstück ab 765 Fr.

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Schweizerhof Flims – Sarah Lau, Redaktorin

Mein erster Eindruck: Herzlich, lebendig, geschichtsträchtig.

Mein Highlight: Ich hasse es, den Wecker zu stellen, besonders sonntags. Die Morgenmeditation um 8 Uhr hat mich allerdings dermassen entspannt, dass ich mir überlege, zum early bird zu mutieren und mich für das nächste Yoga-Retreat im Haus einzubuchen. Allein der Waldraum, vollverglast mit Blick in den Hotelpark, sorgt für Glückshormonausschüttung.

Wer steigt hier ab: Schweizer Grossfamilien, verliebte Pärchen und internationale Freundesgruppen jeglichen Alters.

Wer empfängt: Sandra und Christoph Schmidt, die das Hotel in vierter Generation mit ungekünstelter Herzlichkeit führen. Sandra lädt montags zum Waldbaden und führt auch durch die Meditation.

Mein Lieblingsort im Hotel: 1903 eröffnet und immer noch in Familienhand, gibt es hier an jeder Ecke alte Fotos, Erbstücke und Hinweise auf illustre Gäste von Martin Suter bis zu Albert Einstein zu entdecken. Das BelleÉpoque- Restaurant habe ich besonders geliebt. Es punktet mit dem Glanz vergangener Tage und moderner Speisekarte. Von Kichererbsensalat hin zu Bündner Gerstensuppe ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Dresscode: Easy. Wer morgens noch im Yoga-Shirt beim Frühstück aufläuft oder sich mit verwuscheltem Haar nach dem Skifahren an den Tisch setzt, erntet keine abfälligen Blicke.

Unbedingt ausprobieren: Das neu erbaute Badehaus mit Natursteinpool und drei Etagen Wellnessglück.

Für wen ist das Hotel geeignet: Dank der unkomplizierten Herzlichkeit der gesamten Belegschaft haben es Familien besonders toll hier. Statt nervigem Animationsprogramm stehen im Speisesaal einfach Spielzeug und Bücher parat, und die Kids werden etwa beim Cocktailmixen wie selbstverständlich eingebunden.

Schweizerhof Flims, DZ ab ca. 260 Fr.

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Villa d’Este in Cernobbio, Italien – Vanja Kadic, Co-Leiterin Digital a.i.

Mein erster Eindruck: Wow, was für ein Anwesen!

Das Hotel in drei Worten: Historisch, elegant, prunkvoll.

Das hat mich überrascht: Wie ikonisch die Villa d’Este ist. 1568 als Sommerresidenz für Kardinal Tolomeo Gallio gebaut, wird sie seit 1873 als Hotel geführt. Seither nächtigen in den 152 Zimmern, Suiten und vier Privatvillen Royals und Stars. Der riesige Park diente zudem als Kulisse für Alfred Hitchcocks Film «The Pleasure Garden».

Wer steigt hier ab: Neben Stars wie Lady Gaga, Jennifer Aniston und Naomi Campbell vor allem vermögende Paare und Familien aus den USA.

Davon träume ich immer noch: Von den Tagliolini mit Butter und weissem Trüffel. Die haben mich beim Dinner im Hauptrestaurant, dem «La Veranda», dermassen begeistert, dass ich sie zum Lunch am nächsten Tag gleich noch mal bestellt habe. Ehrlich gesagt träume ich von so ziemlich allem, was Küchenchef Michele Zambanini gezaubert hat.

Mein Highlight: Die Lage des Hotels direkt am Comersee. Die Aussicht vom Balkon haute mich jeden Morgen aufs Neue um. Das Zentrum der herzigen Gemeinde Cernobbio ist zu Fuss erreichbar – falls man die Anlage überhaupt verlassen möchte.

Mein Lieblingsort im Hotel: Der Aussenpool. Nicht nur sehr fotogen, sondern auch wunderbar für einen relaxten Nachmittag auf dem Liegestuhl geeignet.

Unbedingt ausprobieren: Den wunderschönen Garten erkunden, wo es ein beeindruckendes Mosaik und einen Wassertempel zu entdecken gibt.

Was würde ich ändern als Direktorin des Hotels: Dem Personal eine Lohnerhöhung geben – der Service war ausgezeichnet und die Angestellten stets freundlich und zuvorkommend, ohne je aufdringlich zu wirken.

Für wen ist das Hotel geeignet: Alle, die Grandhotels mit Vergangenheit mögen. Fast meint man, hier wäre die Zeit stehen geblieben – zauberhaft.

Villa d’Este, DZ ab 750 Fr.

The Charles Hotel, München – Sarah Lau, Redaktorin

Mein erster Eindruck: What? So nah am Hauptbahnhof? Genial – in vier Minuten habe ich meinen Weekender vom Gleis zur Lobby bugsiert, wo ihn mir der bezaubernde Portier des Hauses abnimmt und mich zum Check-in führt.

Sympathisch: Für kleine Gäste stehen Mini-Trittleitern am Empfangstresen bereit.

Wer steigt hier ab: «Rocco Forte»-Hotels gibt es von London bis Sizilien und sie sind ein echter Garant für den souveränen Fünfsterne-Service der Familie Forte. Entsprechend tummeln sich hier alle von Geschäftsleuten im oberen Management bis zu Familien und Paaren aus ganz Europa. Abends ziehen die Bar und Pop-up-Restaurants zudem feierfreudige Locals an.

Das hat mich überrascht: Ob Maximilianstrasse, Lenbachhaus oder Viktualienmarkt, alles ist so nah gelegen, dass sich eine erholsame Stippvisite in die Charles’sche City-Oase bei akuter Erschöpfung von praktisch überall aus lohnt. Für jemanden wie mich, die sehr empfänglich ist für die Deftigkeiten der bayerischen Hauptstadt, anschliessend aber regelmässig dringenden Powernap-Bedarf hat, der Schlüssel zum Reiseglück.

Mein Highlight: Das Frühstück. Serviert wird im Bistro Sophia’s. Mal abgesehen davon, dass der Raum mit seinen hohen Decken und den XXL-Fenstern Wohlfühlatmosphäre garantiert, steht das Buffet am Wochenende bis halb zwölf bereit. Das Avocado- Ei-Brot bleibt eines meiner favorisierten Schmankerl – auch wenn es on top des 45-Euro- Frühstücks kommt.

Mein Lieblingsort im Hotel: Auf dem gepolsterten Sessel in meinem Zimmer im sechsten Stock (es gibt insgesamt acht) einen ersten Morgen-Grüntee trinken und über den alten botanischen Garten schauen. Der weite Blick über die Wipfel der Eichen hat etwas Meditatives.

Warum ich sofort wieder hinfahren würde: Weil es hier nicht nur den grössten Indoorpool der Stadt gibt, sondern auch beheizte Mosaikstein-Liegen fürs Muskeldurchwärmen nach dem Schwimmen. Herrlich!

The Charles Hotel, DZ ab 460 Fr.

Hotel Fiescherblick, Grindelwald – Nadja Stricker, Praktikantin Mode

Mein erster Eindruck: Das Hotel liegt etwas ausserhalb des betriebsamen Dorfkerns. Verglichen mit den anderen Hotels, wirkt es sehr modern. Obwohl es sich in die Architektur von Grindelwald einfügt, scheint hier ein frischer Wind zu wehen.

Davon träume ich immer noch: Von den Gyozas mit Pilzfüllung und Zitrus-Beurre-blanc. Ein Gaumenschmaus. Sowieso war jeder Gang des 26-jährigen Chefkochs Aurélien Mettler und seines Teams perfekt abgestimmt und abgeschmeckt.

Die Gastgeber: Die Enkel eines dänischen Skifahrers, der wegen eines Beinbruchs im Hotel ihrer Grossmutter gestrandet ist, sich verliebt hat und nicht mehr wegging (was für eine filmreife Geschichte!). Nun haben die Brüder das lange leerstehende Hotel Fiescherblick nebenan übernommen, renoviert und erweitert. Matthias, der Tourismusberater, und Lars Michel, der Sterneküche- Manager, strahlen Berner Oberländer Gastfreundschaft aus.

Ein Detail, das mir aufgefallen ist: Viel nordisches Design, vielleicht eine Referenz an das dänische Erbe. Den grosszügigen Balkon meines Zimmers zieren etwa Sonnenliegen von Hay.

Warum ich sofort wieder hinfahren würde: Weil es auf die Sommersaison hin ein Spa-Bereich mit Sauna und Onsen-Pool auf die geräumige Terrasse mit Blick auf den Fiescher gebaut wird. Ein weiteres Projekt ist der Kräutergarten, welcher die saisonale Küche komplementieren wird.

Das haben wir ausserhalb des Hotels erlebt: Hier kann man sich kaum sattsehen an der atemberaubenden Bergkulisse. Neben den Gletschern beeindruckt auch die Eigernordwand.

Mein Highlight: Die umfangreiche Weinkarte mit der sympathischen und (soweit ich das beurteilen kann) kompetenten Beratung – und ein Bergkäse des Onkels der Gastgeber von 2014. Ich habe einen neun Jahre alten Käse gegessen!

Hotel Fiescherblick, DZ ab 262 Fr.

Transparenzhinweis: Die getesteten Hotels haben die Kosten für den Aufenthalt übernommen. Die annabelle-Redaktion hat die Hotels unabhängig ausgewählt, die Redaktor:innen berichten frei und unter Einhaltung der berufsethischen Normen über ihre Erfahrungen.

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