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Fashion

Fashion Weekly: Bella Hadid trägt Schweizer Design-Brand für Jean-Paul Gaultier

Barbara Loop
Barbara Loop

Lifestyle-Chefin und Mitglied der Chefredaktion

In unserer Rubrik «Fashion Weekly» schaut unsere Lifestyle-Chefin Barbara Loop zurück auf die Mode-Woche – und versorgt euch mit Gossip, News und den wichtigsten Highlights.

Walter Pfeiffer für Bottega Veneta

Nur für einen Tag waren sie in der Zürcher Kunsthalle zu sehen: die Bilder, die der Schweizer Kultfotograf Walter Pfeiffer für Bottega Veneta gemacht hat. «Weak in the Presence of Beauty» ist im engen Dialog mit Daniel Lee, Kreativdirektor des italienische Modelabels, entstanden und zeigt – ergänzt mit Illustrationen des Fotografen – Menswear-Essentials, die Bottega Veneta saisonunabhängig im Sortiment behalten wird. Der Name des 75-jährigen Fotografen, der in Zürich geboren ist und noch immer lebt, ist eng verbunden mit der Tradition der Queer-Fotografie des 20. Jahrhunderts. Humor und Erotik, die Lust am Zeitgeist, an der Poesie des Alltäglichen und Populären zeichnen sein Werk aus, das Bottega-Veneta-Mastermind Daniel Lee schon in der Vergangenheit als wichtige Inspirationsquelle für seine kreative Arbeit würdigte.

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F+F-Studierende präsentieren Diplomkollektion

Vier Tage bevor Walter Pfeiffer und Bottega Veneta in die Kunsthalle Zürich luden, taten es die Modedesign-Studierenden der F+F-Schule für Kunst und Design. Am vergangenen Samstag präsentierten sie dort ihre Diplomkollektionen, in denen sie sich mit Stereotypen, Selbstoptimierung und Mimikry beschäftigen. Leonardo Anic (Jahrgang 1999) etwa spürt mit seiner Kollektion dem Unterschied zwischen Sportbekleidung und religiöser Kleidung nach, möchte die Trägerinnen und Betrachterinnen seiner Entwürfe zur Selbstreflexion motivieren. Einen Überblick über alle vier Kollektionen gibt es hier.

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Etsy kauft Depop

1.63 Milliarden Dollar soll Etsy nach eigenen Angaben für die Secondhand-Shopping-App Depop bezahlen. Die US-Onlineplattform für Handgemachtes rechnet im Secondhand-Markt in den USA mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 39 Prozent auf 64 Milliarden Dollar bis 2024. 30 Millionen User sind bei Depop derzeit registriert, wovon 2020 vier Millionen aktive Käufer:innen und zwei Millionen aktive Verkäufer:innen waren. 90 Prozent der User.innen sind unter 26 Jahre alt, was Depop zu der Resale-Plattform der Generation Z macht. Der Kauf ist nur der jüngste Deal, der das Potenzial des Secondhand-Marktes für Mode unter Beweis stellt.

Kate Winslet wird Gesicht von L’Oréal

Gerade als sie in der Rolle der pragmatischen, so entschieden ungeschminkten wie müden Kleinstadt-Ermittlerin Mare Sheehan für Aufsehen sorgt. Gerade als sie mit zweckmässigem Outdoor-Look und strähnigem Haar als Stil-Ikone der Lockdown-Ära gefeiert wird. Gerade jetzt also wird Kate Winslet Markenbotschafter des Kosmetik-Brands L’Oréal. Das klingt wie eine Fehlbesetzung, ist es aber gar nicht. Denn Winslet ist – wie auch L’Oréal-Gesicht Jane Fonda – bekannt dafür, dass sie nicht hinterm Busch hält mit Kritik am Schönheitswahn in Hollywood. Das Plakat zur HBO-Serie «Mare of Easttown» soll sie zweimal zurückgewiesen haben, weil sie darauf ihre Falten vermisste. Auch im Vertrag mit L’Oréal soll sie festgeschrieben haben, dass sie auf Fotos und Werbespotts nur geschminkt, nicht aber korrigiert und retouchiert werden will. «Ich denke, wir haben eine Verantwortung gegenüber jüngeren Frauen», wird Schauspielerin zitiert. «Ich würde dieser Generation immer die Wahrheit darüber sagen wollen, wer ich bin, weil sie starke Vorbilder haben muss.»

Ottolinger für Jean Paul Gaultier

Die neue Ready-to-wear-Kollektion von Jean Paul Gaultier, die erste seit 2014, heisst «Les Marins by Jean Paul Gaultier». Für diese Kollektion interpretierten fünf junge Designerinnen und Designer sowie das hauseigenes Designteam die legendären Codes des Brands, die Marine-Streifen, neu. Neben Schmuckdesigner Alan Crocetti, Chloé-Preisträger und Absolvent der Genfer Kunst- und Design-Schule Head Marvin M’toumo, Le Cour Maison und Palomo Spain aus Madrid sind auch die in Berlin wohnhaften Schweizer Designerinnen von Ottolinger dabei: Die Marine-Streifen werden hier, auch auf hautengem Mesh-Stoff, schon mal zu Tiger- oder Zebrastreifen. Das Label, dessen Gründer und Namensgeber sich aus dem Geschäft zurückgezogen hat, schlägt so innovative Wege ein. Das Konzept der Gastdesigner:innen wird auch bei die Haute-Couture-Linie fortgeführt: Im Juli präsentiert Sacai-Designer Chitose Abe seine Couture-Kollektion für Gaultier, im kommenden Jahr wird Y/Project-Designer Glenn Martens übernehmen. Die ganze Les-Marins-Kollektion gibt es hier.

 

 

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