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Skoda Superb Combi

Stil

Skoda Superb Combi

Ein Traumhaus auf vier Rädern: Wäre der neue Superb Combi von Skoda eine Wohnung, annabelle-Moderedaktorin Andrea Bornhauser würde sofort einziehen.

Beachtliche 4.84 auf 1.82 Meter: Auf diesem Raum von knapp neun Quadratmetern lebt in Tokio ein Single. Es sind die Masse des neuen Aushängeschilds der Skoda-Flotte, dem Superb Combi. Der Wagen ist sozusagen ein langes, silbernes Luxusapartment auf vier Rädern, sofort einzugsbereit. «Ist das wirklich ein Skoda?», frage ich den Autohändler beim ersten Rundgang ums Miet-, äh Testobjekt. «Sieht irgendwie eleganter aus.» Das tschechische Autohaus ist mir bisher nicht durch raffinierte Fassaden aufgefallen. Eher durch sein Markenzeichen, den auffälligen Kühlergrill. Aber mit diesem Modell kann man sich sehen lassen. Eine gute Portion Arroganz, ohne protzig zu wirken. «Ja», lacht der Autohändler. «Skoda hat vorwärts gemacht.»

Die Aussenansicht macht Lust auf die Innenräume. In der guten Stube lässt mich der fast vier Meter lange Raum schwindeln. Ich setze mich auf den komfortablen Fahrersitz und schaue mich um. Der erste Eindruck ist gut: Das Interieur ist geschmackvoll und dezent, obwohl der schwarze Alcantara-Stoff auf den Sitzen und die metallicglänzenden Details am Armaturenbrett an die Achtziger erinnern. Aber schön hell ist es in der Ausführung mit dem Panorama-Schiebedach. Ich drehe den Zündschlüssel, rufe «Los gehts» und wundere mich, wieso das Echo ausbleibt.

Das Raumwunder offenbart sich vollends, als mein kleiner Sohn beim Ausflug in den Jura auf dem Rücksitz thront. Als ob ich in der Küche stehe und er im Wohnzimmer nebenan spielt. Weit hinter ihm grüsst das Heckfenster. Dort befindet sich der Kofferraum, vergleichbar mit einem begehbaren Kleiderschrank. 633 Liter fasst er, mit runtergeklappten Hintersitzen gar 1865 Liter. Der Buggy findet zusammengefaltet locker in der Breite Platz. Der Kleine geniesst die Freiheit auf dem Hintersitz, verteilt in Rekordzeit seine Bilderbücher und Stofftiere und knabbert genüsslich an einem Schoggibrötli. Dabei hinterlässt er auf den Sitzen unschöne Brösmeli-Spuren. Ledersessel wären familienfreundlicher.

Unterdessen widmet sich mein Mann dem Navigationssystem. Nach der fünften Baustelle schaltet er die Frauenstimme genervt leiser, um danach jede Auffälligkeit des Innenraums zu kommentieren: «Hast du gesehen, wie sich der Sitz mit einem einfachen Fingerdruck nach hinten verschieben lässt?» Oder: «Gell, da auf dem Display vor dir wird der empfohlene Gangwechsel angezeigt. Das soll für einen geringeren Treibstoffverbrauch sorgen. Voll öko!» Wir fühlen uns sicher und gut aufgehoben in unserem kleinen Luxusapartment, an dessen getönten Fenstern alsbald die verregnete Landschaft vorbeizieht, während wir es uns drinnen gemütlich machen. Viel zu schnell ist unsere Besichtigungstour vorbei. Ich lege den Schlüssel fast wehmütig in die Hände des Vermieters. Im Superb Combi liesse es sich – zumindest auf Zeit – gut leben, nicht nur als Japaner.

Motor: 2.0 CR-TDI 4×4 DPF 6-Gang-manuell-Allradantrieb
Fahrleistung: 125 kW/170 PS
Höchstgeschwindigkeit: 217 km/h
Masse: Länge 4.84 m, Breite 1.82 m, Höhe 1.51 m
Leergewicht: 1669 kg
Verbrauch: 6.5 l/100 km
CO2-Emissionen: 169 g/km
Energieeffizienz: B
Preis: ab 35 900 Fr.
Infos: www.skoda.ch

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