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So lebe ich: Juliana Vasconcellos über ihr Haus in São Paulo

So lebe ich: Juliana Vasconcellos über ihr Haus in São Paulo

Für Architektin Juliana Vasconcellos sind in ihrem Haus in São Paulo Licht und Kunst die prägenden Elemente.

annabelle: Wie haben Sie Ihr Haus gefunden?
Juliana Vasconcellos: Eine enge Freundin, die die BS Galleria nebenan betreibt, erzählte mir, dass das Haus frei werden würde. Ihr gefiel die Idee, dass wir Nachbarinnen werden könnten. Zu dieser Zeit war ich auf der Suche nach einem Ort in São Paulo, der mein Zuhause sein könnte, aber auch Raum für Arbeit und kreatives Schaffen bieten würde.

Was wissen Sie über die Geschichte des Hauses?
Das Haus war ein für São Paulo typischer Bau aus den Siebzigerjahren mit kleinen Fenstern, unterteilten Räumen und sehr wenig Tageslicht. Architektonisch hatte es keinen besonderen Wert, aber es bot das Potenzial, etwas völlig anderes zu werden: ein lichtdurchflutetes, modernes Zuhause.

Was haben Sie verändert?
Fast alles. Alle Durchgänge, die Position der Küche und der Badezimmer, ich liess ein Schlafzimmer und ein Badezimmer im zweiten Stock hinzufügen, das Dach neu bauen und alle Türen und Fenster ersetzen. Das einzige original erhaltene Element ist die Treppe. Ziel war es, Licht, Klarheit und ein Gefühl der Kontinuität in das Haus zu bringen.

Was lieben Sie an Ihrem Zuhause am meisten?
Das Licht. Für mich bestimmt es alles: Stimmung, Proportionen und Intimität. Ich liebe, wie sich das Haus im Laufe des Tages verändert und wie die Materialien still auf diese Veränderungen reagieren.

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Ihr Einrichtungsstil in wenigen Worten?
Kontextbezogen, taktil und architektonisch.

Drei persönliche Einrichtungstipps?
Lassen Sie die Materialien atmen. Nutzen Sie natürliches Licht als Gestaltungsmittel. Wählen Sie weniger Stücke, dafür solche, die eine Wirkung haben.

Wo finden Sie Inspiration?
In der Natur, in der Architektur und in der zeitgenössischen Kunst, aber auch sehr stark in den Materialien selbst. Der Besuch von Steinbrüchen, Werkstätten und bei Handwerker:innen ist für mich immer sehr inspirierend.

Was ist das Erste, das Sie tun, wenn Sie nachhause kommen?
Ich öffne die Fenster und lasse Licht und Luft herein. Das ist ein kleines Ritual, das mir hilft, mich zu erholen.

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Welcher ist Ihr Lieblingsort im Haus?
Das Schlafzimmer. Es liegt ruhig, und das Plattformbett aus Kohlenstoffstahl vermittelt ein starkes Gefühl von Materialität und Zeit. Ein Zufluchtsort.

Was wird man in Ihrem Haus niemals finden?
Unordnung. Ich brauche visuelle Ruhe. Das ermöglicht mir, nachzudenken, kreativ zu sein und mich auszuruhen.

Wovon träumen Sie noch?
Ich habe immer von einem Haus inmitten der Natur geträumt, umgeben von einem Wald, mit Blick auf einen See. Immer, wenn ich meine Augen schliesse und mir einen idealen Ort zum Leben vorstelle, kommt mir dieses Bild in den Sinn.

Zur Person

Juliana Lima Vasconcellos (45) ist Gründerin des Architekturund Designateliers Vasconcellos Studio. Nach zwei Jahren Umbau bezog sie ihr Haus in São Paulo, um eine Basis in der Stadt zu haben – weitere Wohnsitze sind Belo Horizonte (BRA) und Paris.
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