Wellnesstipps

Hier können Sie die Seele baumeln lassen

  • Im Wellness-Hotel Hohenwart in Schenna (I) lässt es sich herrlich entspannen

In der Sauna schwitzen oder auf der Massageliege entspannen – besonders vor den Ferien steigt das Bedürfnis nach Wellness und Erholung. Wir stellen Ihnen die schönsten Orte zum Relaxen vor.

Ländliche Idylle, ein Spabereich mit persönlichem Butler oder romantische Spaziergänge: Unsere Redaktion testet für Sie regelmässig Hotels mit Wohlfühlcharakter. Über die Erfahrungen und Highlights berichten wir in den Wellnesstipps im Heft. Nun haben wir für Sie fünf Hotels herausgesucht, die genau richtig sind, um sich fernab vom Troubel einmal richtig zu entspannen. 

Bergluft und Schnapsidee

annabelle-Chefredaktorin Silvia Binggeli war im Sporthotel Silvretta im österreichischen Montafon zum Ausspannen. Und tatsächlich: Schon bald verlor die Zeit ihre Stunden.

 

Mein erster Eindruck: Selbst für mich als gebürtiges Landei ist es hier wunderbar ländlich still (wir sind allerdings auch ausserhalb der Saison hier).

So sieht das Hotel aus: Die Bar (immer ein wichtiger Punkt) überzeugt mit Coolness, aber auch mit unaufdringlichem alpinem Chic. Die Zimmer machen dank hellem Holz einen freundlichen Eindruck.

Das ist herrlich: Das Frühstücksbuffet! Schön üppig, mit vielen regionalen Produkten verfeinert. Und ich kann prima zwischen gesund-leicht und nahrhaft-üppig wählen. Auch bei den übrigen Mahlzeiten wird lecker auf Saison und Region gesetzt.

Mein Lieblingsort im Hotel: Das 2000 Quadratmeter grosse Spa mit fünf Saunas, Hallenbad und Fitnessraum. In der Liegeschaukel im Ruheraum verliert die Zeit für mich sofort ihre Stunden.

Das habe ich ausserhalb des Hotels erlebt: Ein Besuch bei Joe Egle, einem Dorforiginal, ist ein Muss. Der katholische Pfarrer macht Schnaps – zu Heilungszwecken, versteht sich. Um die richtigen Kräuter zu finden, kraxelt er auf Bäume und in Bergwinkel. Seinen Erzählungen lauscht man gern. Und der Schnaps ist ein schönes Souvenir.

Deshalb würde ich wieder hinfahren: Der Authentizität, der Gastfreundschaft und der vielen Möglichkeiten wegen. Man wird umschwärmt – trotzdem gibt sich die Gegend nicht angeberisch.

– Sporthotel Silvretta Montafon, Dorfstrasse 11b, Gaschurn, Tel. 0043 55 58 888, sport-hotelsilvretta-montafon.at, DZ ab ca. 120 Fr. Ausserdem bietet das Montafon Abenteuer von Lamasafari bis hin zum Skisprung; montafon.at/winter-aktivitaeten

 

Hallo, Freunde

Im Wellness-Hotel Hohenwart in Schenna in Südtirol liessen sich annabelle-Bloggerin Florina Schwander und ihre Familie von Glückseligkeit ummanteln.

Mein erster Eindruck: Der Slogan des Hauses verspricht, dass man sich ganz und gar zuhause bei Freunden fühlt. Dieses Daheimgefühl stellt sich ein, sobald man sein gemütliches Zimmer inklusive Bettmümpfeli-Madeleines, Badelatschen für Gross und Klein und Stofftierli auf dem Kinderbett betritt. Spätestens bei der persönlichen Begrüssung aller Gäste durch die Hotelfamilie wird klar, dass das «Hohenwart» seinem Slogan absolut gerecht wird.

Dresscode: Sehr sympathisch, es gibt keinen Dresscode. So fühlt man sich weder under- noch overdressed.

Das haben wir ausserhalb des Hotels erlebt: Zusätzlich zum Spielraum im Hotel gibt es draussen einen grossen Spielplatz. Empfehlenswert ist ein Ausflug auf die nahe Taser-Alm mit einem Minizoo oder in die wunderschönen Gärten von Schloss Trauttmansdorff bei Meran.

Das hat mich überrascht: Das Wellness-Hotel Hohenwart ist auch ein Familienhotel und schafft es, unterschiedliche Arten von Gästen zufriedenzustellen. Neben dem Spa mit Saunabereich gibt es beispielsweise auch einen Familiensaunabereich, sodass sich Gäste mit verschiedenen Lärmvorstellungen nicht in die Quere kommen.

Ich würde sofort wieder hinfahren, weil mich hier die Glückseligkeit ummantelte: So zufrieden, wie ich mich nach meiner Silberquarzit-Urstein-Massage und der anschliessenden Badesession im Panoramabecken mit Aussicht übers ganze Tal in meinen Bademantel gekuschelt habe, das ist schwer zu toppen.

– Wellness-Hotel Hohenwart, Verdinserstrasse 5, Schenna (I), Tel. 0039 0473 94 44 00, hohenwart.com, DZ ab ca. 160 Fr.

 

Meet me at the «Dolder»

Junior Editor Kerstin Hasse und ihre annabelle-Kolleginnen Jacqueline Krause-Blouin und Viviane Stadelmann würden gern öfter die Nacht für ein Spa-Treatment im The Dolder Grand in Zürich nutzen.

Entspannen mitten in der Nacht? Im «Dolder Grand» in Zürich ist das möglich. Mit dem Paket «Meet Me at Midnight» darf man das komplette 4000 Quadratmeter grosse Spa für zwei Stunden ungestört nutzen. «Wir haben schon mehrere Heiratsanträge erlebt», sagt Spa-Managerin Nadine Aubry. Wir lachen. Wirklich? Ein Heiratsantrag im Spa? Wohl kaum.

Bevor wir um halb zwölf in der Nacht baden gehen, geniessen wir ein Glas Champagner – dazu Erdbeeren und Kerzenschein. Danach erkunden wir die drei Aussen-Whirlpools. Über uns die Sterne, unter uns die Lichter von Zürich. Das Wasser sprudelt, wir seufzen zufrieden.

Danach gehts auf einen Kurzbesuch in den Schneeraum, der Schnee kitzelt an den Füssen, aufwärmen können wir sie sogleich im Kotasu-Fussbad im Ladies’ Spa. Wir tauchen in die Aromapools, fläzen uns mit einer Algenmaske in der Sauna und erfrischen uns immer wieder mit einem Glas Champagner – ein persönlicher Butler sorgt dafür, dass unsere Gläser nie leer sind.

Im Spiegelkuppelsaal lassen wir uns wohlig in die Kissen sinken. Plötzlich sind die zwei Stunden um, die Zeit scheint wie im Flug zu vergehen, wenn man im Himmel ist. Wir schlüpfen aus unseren Bademänteln. Ein Heiratsantrag im Spa? Wir würden Ja sagen – egal zu wem. Hauptsache, wir treffen uns um Mitternacht. Im «Dolder».

– The Dolder Grand, Kurhausstrasse 65, 8032 Zürich, Tel. 044 456 60 00, thedoldergrand.com, Paket «Meet Me at Midnight», 22.30–0.30 Uhr, 2000 Franken für 2 Stunden, jede weitere Stunde 1000 Franken

 

Der Hof in Lenk, denk!

annabelle-Redaktorin Barbara Loop genoss im «Lenkerhof» in Lenk BE vor allem das Essen. Alles andere war aber auch wunderbar.

Das Hotel kurz und knapp: Topklasse mit Herz.

Die Gäste: Kennen sich aus mit Luxus, stehen aber mit beiden Beinen auf dem Boden. Und wenn sie mal kurz abheben, im Spa oder bei einer Aroma-Massage etwa, holen sie danach die Kinder wieder zurück in die Realität. Die sind hier nämlich willkommen.

Das sind die Gastgeber: Jan Stiller hatte den «Lenkerhof» schon als kleiner Bub im Blick. Denn das Hotel liegt auf der anderen Talseite, gegenüber dem elterlichen Restaurant, wo er das schmutzige Geschirr von den Tischen räumte. Heute führt er den «Lenkerhof» mit seiner Partnerin Heike Schmidt.

Mein liebster Ort im Hotel: Die Küche, ganz klar! Chefkoch Stefan Lünse und sein Team kochen hier für das Hotelrestaurant Oh de Vie mediterrane Gerichte und für die Gäste im «Spettacolo» unglaubliche Menüs auf Gault-Millau-Niveau (15 Punkte 2016). Uns liess er hinter die Kulissen schauen und bewies, dass man selbst über eine einzelne Kartoffel ganze Bücher schreiben könnte.

Die Umgebung: Das Simmental im Winter ist wunderbar. Perfekt für romantische Spaziergänge im Schnee, Skitage und zum Sonnetanken – etwa auf der Terrasse des hoteleigenen Bergrestaurants.

– Lenkerhof Gourmet Spa Resort, Badstrasse 20, Lenk im Simmental, Tel. 033 736 36 36, lenkerhof.ch, pro Person im DZ ab 260 Fr. (Sommer) und 345 Fr. (Winter) inkl. Halbpension und Bergbahnticket

 

Holdes Horn!

annabelle-Redaktorin Stephanie Hess entspannt sich im Hotel Mirabeau in Zermatt VS in der Kaminbar und auf knirschenden Hirsematten – und lässt sich von einem Berg und Bienen betören.

Das Hotel in drei Worten: Warmherzig. Natürlich. International.

Wer sind die Gastgeber? Sepp und Rose Julen führen das Hotel mit Tochter Marie Reichenbach-Julen und ihrem Mann. Alle vier sind sehr zuvorkommend, man fühlt sich sofort wohl.

Mein Lieblingsort im Hotel: Die weich gepolsterten Liegestühle auf der Terrasse (auch wenn ich mir dort – die Hinweise der Gastgeberfamilie ignorierend – das Décolleté verbrannt habe) und die Kaminbar inklusive Prosecco.

Das sollten Sie ausprobieren: Das Spa, wo man in der Biosauna auf knirschenden Hirsematten schwitzt und später auf kühlen Wasserbetten ruht. Zur Ruhe kommt man auch bei den Beautybehandlungen von Daniela Ritler.

Davon träume ich immer noch: Von der Ganzkörpermassage mit den Bienenprodukten von Apinatura, die unweit von Zermatt von Imker Jonas Zenhäusern hergestellt werden.

Mein Highlight: Beim Aufwachen blickte ich durch die extra nur halb gezogenen Vorhänge auf das weiss gepuderte Matterhorn. Und am Abend, wenn ich noch auf dem Balkon meiner Suite sass, wurde der kantige Berg von der untergehenden Sonne in weiches oranges Licht getaucht.

– Hotel Mirabeau, 4 Sterne Superior, Untere Mattenstrasse 12–14, Zermatt, Tel. 027 966 26 60, hotel-mirabeau.ch, DZ ab 195 Franken (Sommer) und 290 Franken (Winter)

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