Clever kombiniert

Mit diesen Stylingtricks gelingt Ihr Outfit

Redaktion: Viviane Stadelmann; Foto: iStock

Wie lässt sich die neue Bluse kombinieren? Mit unseren Stylingtipps fällt der Griff in den Schrank leichter.

Das Problem ist bekannt: Morgens vor dem Kleiderschrank – bereits in Eile – zupfen Sie ein Teil nach dem anderen hervor, um festzustellen, dass Sie nicht wissen, was Sie anziehen sollen. Dabei spielt die Kleidermenge keine Rolle, dafür aber die fehlenden Kombinationsmöglichkeiten. Unsere Tipps sollen Ihnen den morgendlichen Griff in den Schrank erleichtern. 

Beim Einkauf

  • Sie sind im Geschäft auf ein neues Lieblingsstück gestossen? Dann schauen Sie sich vor Ort nach einem passenden Pendant um. Natürlich müssen Sie nicht den gesamten Look kaufen. Er dient der Inspiration. Vielleicht haben Sie bereits ähnliche Teile zuhause, mit denen sich das Outfit stylen lässt. Verlassen Sie ein Geschäft nie mit einem Kleidungsstück, von dem Sie nicht wissen, wie Sie es kombinieren wollen. 
     
  • Sie sind nicht sicher, ob zuhause ein Basic wartet, mit dem Sie das neue Teil kombinieren können? Fotografieren Sie es, lassen Sie es sich im Geschäft zurücklegen und durchforsten Sie Ihren Kleiderschrank. Nehmen Sie passende Ober- oder Unterteile mit ins Geschäft und probieren Sie den gesamten Look vor Ort an.
     
  • Von Kopf bis Fuss richtig gestylt – das heisst: Beim Knöchel wird nicht gestoppt. Schuhe können ein cooles Outfit im Nu zu Fall bringen. Nutzen Sie das Fachwissen des Personals. Lassen Sie sich beraten, und fragen Sie, welche Schuhe man Ihnen zum Outfit empfehlen würde. 

 

Kombinieren

  • Bei Schuhen gilt: Jupes, Kleider und Hosen, deren Saum unter dem Knöchel endet, vertragen Absatz. Das gilt auch für weit geschnittene Unterteile. Freigelegte Knöchel schmeicheln der Figur, deshalb passen hier flache Schuhe besonders gut. Sneakers in schlichter Ausführung gehen mittlerweile (fast) immer: Achten Sie dabei jedoch darauf, dazu eher legere Materialien zu tragen: Baumwolle, Popeline und Leinen sehen zu Turnschuhen immer toll aus –  auch als kurzes Sommerkleid. Bei Samt, glänzendem Satin und plissierter Seide ist schon viel Modegespür nötig, um den Look richtig zu treffen.
     
  • Vergessen Sie matchy-matchy: Zu penibel aufeinander abgestimmte Accessoires wirken meist aufgesetzt. Versuchen Sie, etwas in Ihren Look zu integrieren, das aus dem Rahmen fällt: eine gemusterte Clutch zum gestreiften Kleid, knallige Schuhe zum Schwarz-Weiss-Look, oranger Lippenstift zur pinken Bluse. Mit dem Unerwarteten kreieren Sie ein spannenderes Outfit.
     
  • Sie tragen ein Outfit, das Ihnen gefällt? Fotografieren Sie sich im Spiegel, legen Sie einen Smartphone-Ordner an mit Ihren Lieblingsoutfits. Es geht nicht darum, dasselbe noch mal zu tragen, vielmehr können Sie sich orientieren, ein oder zwei Pieces austauschen und so einen neuen Look kreieren, ohne bei Null anzufangen. Das spart Zeit! 

 

Materialien

  • Setzen Sie beim Material auf Gegensätze: Ein Grobstrickpullover sieht lässig aus zur fein gewobenen Anzughose, ein Seidentop zur Jeansshorts, ein Baumwollshirt zum Jacquardjupe. Vermeiden Sie optisch ähnliche, aber sich in der Produktion unterscheidende Materialkombinationen – besonders beim Mix von künstlichen und natürlichen Materialien. Eine Seidenbluse lässt den fliessenden Polyesterjupe billig wirken.
     
  • Setzen Sie beim Material auf dieselben Materialien: Die Seidenjacke zur Seidenhose ist eine edle Kombination.  

 

Proportionen

  • Die Jacke oder der Mantel sollten länger sein, als das, was Sie darunter tragen – oder viel kürzer. Nichts dazwischen. Ein Kleid, das fünf Zentimeter unter dem Mantelsaum hervorguckt, sieht unschön aus. Dafür eignet sich eine Bikerjacke besser.
     
  • Oben weit, unten eng und umgekehrt: Betonen Sie Ihre Figur häppchenweise.

 

Basics

  • Legen Sie sich ein Set aus hochwertigen schwarzen und weissen Oberteilen zu. Dazu gehören natürlich das Basic-T-Shirt mit dem perfekten Fit und die Baumwollbluse, aber auch fliessende Oberteile aus Seide. Im Zweifelsfall können Sie jedes (!) Teil, das Sie anziehen wollen und zu dem Sie einfach nichts Passendes in Ihrem Schrank finden, mit einem dieser Klassiker tragen. 

 

Natürlich könnte man sich das Outfit abends schon zurechtlegen. Aber wer findet im Alltag schon Zeit dafür. Falls Sie morgens also verzweifelt vor dem Kleiderschrank stehen: Suchen Sie sich intuitiv ein Piece aus, auf das Sie an diesem Tag Lust haben – egal, ob es ein Oberteil ist, eine Hose oder Schuhe. Dann bauen Sie sich Ihr Outfit um dieses Keypiece herum.
 
1) Beginnen Sie bei den Farben: Sie möchten eine hellblaue Popelinebluse tragen? Dann fallen bei Hose oder Jupe helle Blautöne weg. Den identischen Farbton zu treffen, ist äusserst schwierig. Deshalb lieber Kontraste setzen. 
2) Proportionen: Die Popelinebluse ist weit geschnitten. Setzen Sie bei Hose oder Jupe also auf figurbetont. 
3) Materialien: Setzen Sie einen Kontrast zur Popelinebluse mit Struktur, und kombinieren Sie dazu schmal geschnittene Jeans oder Lederhose – die Bluse wird locker in den Bund gesteckt.
4) Fokus setzen: Die Bluse hat Volants an den Ärmeln? Dann wählen Sie lieber ein dezentes Gegenstück.

Viviane Stadelmann

Die stellvertretende Online-Leiterin liebt die grenzenlosen Möglichkeiten der digitalen Welt. Sie schreibt besonders gern über Mode, Literatur und Kunst und schwärmt für Schwarzweissfotografie aus vergangenen Zeiten.

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