Wochenendtrip

Solothurn: Sommer-Ausflug in die Barockstadt

Redaktion: Frank Heer; Text: Annette Keller; Fotos: Yves Bachmann

  • Barocke Perle

    Eine Augenweide: Blick von der Vorstadt auf das Solothurner Wahrzeichen in der Altstadt, die St.-Ursen-Kathedrale

Solothurn ist altfranzösisch erbaut und hat auf rätselhafte Weise viel mit der Zahl Elf zu tun. Nur zwei von vielen Gründen warum Sie die Schweizer Stadt im Sommer besuchen sollten.

Mit Solothurn verband ich bis anhin nur ein paar vage Kindheitserinnerungen – alternative Restaurants und beeindruckende Kirchen kommen darin vor. Ein Wochenende vor Ort zeigt: Solothurn hat mehr zu bieten!

Eine besondere Rolle spielt die Zahl 11: Es gibt in Solothurn 11 Brunnen, 11 Museen, 11 Kirchen. Die St.-Ursen-Kathedrale, Wahrzeichen der Stadt, hat 11 Altäre, 11 Glocken und 3x 11 Treppenstufen, die zum Portal hinaufführen. Ob die Franzosen etwas mit der Zahl zu tun haben, ist nicht erwiesen; die Schönheit der Altstadt ist aber zweifellos ihrem Einfluss zu verdanken. Solothurn war von 1520 bis 1720 Sitz der königlich-französischen Botschaft. Die Altstadt wurde zum grössten Teil während dieser Zeit errichtet, also im Barockstil. Und so sind Spaziergänge durch die Altstadt eine erfreuliche Sache für das anspruchsvolle Auge. Zudem: Kein Auto stört beim Flanieren, an jeder Ecke und auf jedem Plätzchen warten lauschige Sitzgelegenheiten, wobei keine davon aus Plastik ist!

Verloren gehen kann man in Solothurns Altstadt nicht. Irgendwann landet man unweigerlich an der Aare. An der Promenade findet jeder einen Platz nach seinem Geschmack, sei es in der Genossenschaftsbeiz Kreuz, im schicken Restaurant Salzhaus oder im efeuüberwachsenen «Solheure» mit seiner grossen Kiesterrasse direkt am Fluss. Bevor man sich aber ins Getümmel der langen Solothurner Sommernächte stürzt, lohnt sich ein Ausflug ans gegenüberliegende Flussufer: Unter Kastanienbäumen direkt am Wasser mit Blick auf die Altstadt ist die Hafebar der wohl lauschigste Ort für ein – klaro – Öufi-Bier.

Restaurant Solheure

Im «Solheure»-Garten direkt an der Aare wird abends grilliert, und am Sonntag gibts Brunch.
— Ritterquai 10

Hafebar

Perfekt für den Apéro oder ein spätes Bier am Ufer in der Vorstadt. Gelegentlich finden hier auch Konzerte statt.
— Programm: www.hafebar.ch

Hotel Restaurant Baseltor

Ein sorgfältig restauriertes Patrizierhaus, sehr ruhig gelegen nahe der St.-Ursen-Kathedrale. Das hoteleigene Restaurant kocht regional und bio mit Blick aufs Mittelmeer.
— Hauptgasse 79, Tel. 032 622 34 22, www.baseltor.ch, DZ mit Frühstück ab 200 Franken

Jugendherberge

Mittendrin und direkt am Wasser.
— Landhausquai 23, Tel. 032 623 17 06, www.youthhostel.ch, DZ mit Frühstück 104 Franken

Frei- und Aarebad

Ein Schwumm im Fluss gehört zum Solothurner Sommerpflichtprogramm.
— Römerstrasse 49

Burgäschisee

Ein idyllisches Badeplätzchen findet man etwas ausserhalb, am Burgäschisee.
— Strandbad Burgäschisee, Hauptstrasse 26, Burgäschi

Wolfsschlucht

Eine alternative Abkühlung bietet eine Wanderung durch die wilde Wolfsschlucht im Naturpark Thal im Solothurner Jura.
www.naturparkthal.ch

Stadtgeschichten

Yves Bachmann arbeitet als freier Fotograf und reist als Dokumentarfotograf für die Bundesverwaltung durch die Schweiz. Er lässt Inszeniertes spontan wirken und fühlt sich am wohlsten unter Menschen. Für annabelle war er eine Woche unterwegs, um mehrere Schweizer Städte zu porträtieren. Er liess sich von Künstler David Hockney inspirieren, wobei ihm seine frühere Tätigkeit als Graphic Designer zugute kam – entstanden sind neuartige Stadtcollagen.
www.yvesbachmann.ch

Annette Keller,
Bildchefin
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