Werbung
Neumond in den Fischen am 19. März 2026: Tränen dürfen da sein

Neumond in den Fischen am 19. März 2026: Tränen dürfen da sein

Der Fische-Neumond am 19. März 2026 lädt ein, zu heilen und durchlässig zu werden, schreibt unsere Astro-Fee Alexandra Kruse. Was uns sonst noch erwarten könnte.

Ich weine und es ist Neumond. Und natürlich weine ich – wir stehen astrologisch exakt an einer Schwelle, in der Fische-Themen wie Erschöpfung, Durchlässigkeit, Heilung, Loslassen, Mental Health und Nervensystemwahrheit mit voller Wucht spürbar werden. Tränen dürfen nicht im Herzen bleiben. Genau das ist der Punkt. Wir befinden uns auf den letzten drei Metern der Fische-Sonne. Am 19. März treffen sich Sonne und Mond im 29. Grad der Fische zum Neumond. Ein hochsensibler, fast durchlässiger Moment. Im letzten Zeichen des Tierkreises. Im Penthouse. Ganz oben. Ganz weich. Nah am Nirvana. Kein Wunder also, dass diese Tage sich nicht klar anfühlen können. Eher wie ein halluzinierender Schwebezustand, kurz vor dem Auftauchen – oder eben kurz davor, noch einmal ganz tief unterzugehen.

Das Zeichen der Heilung

Die Fische sind das Zeichen der Heilung. Und Heilung bedeutet hier nicht, dass wir uns «zusammenreissen». Sondern, dass wir durchlässig werden. Wasser ist das Element der Fische. Und Wasser fragt nicht. Es fliesst. Es findet seinen Weg. Die letzten vier Wochen haben eine mir eher unbekannte, tiefe Art Erschöpfung aus mir rausgeholt, die mir so wirklich nicht bewusst war. Und ich wollte natürlich auch nicht, dass es irgendjemand merkt. Gestern gab es dann keinen Weg mehr, das Ganze zu verstecken. Wie wir wissen gibt es wenige Orte, die mein Herz mehr berühren als das gute alte Baden-Baden. Und eins meiner erklärten Lebensziele ist es, so viel Zeit wie möglich in dieser Stadt zu verbringen, in der die Welt schlicht noch in Ordnung ist. Mein Home away from Home ist und bleibt das elegante Brenners Parkhotel. Am Sonntag habe ich dort im Kaminzimmer – eine Art Zeitmaschine– bereits vor Rührung, die ersten paar Tränen vergossen.

Tränen und Torte

Hinter einer grossen Brille und der Zeitung. Einfach, weil alles so schön war. Der Pianist spielte ein Lied, das an eine Klaviervariante von «She’s like the wind» erinnerte. Dazu gab es die obligatorische Schwarzwälder Kirschtorte, eine üppig blühende Zierkirsche in einem leicht verhangenen Park und Oolong Tee. Auf den anderen Polstermöbeln um mich herum sassen Mütter mit Töchtern in rosa Kleidern mit passenden Perlenhaarreifen und eine Frau, die direkt aus den Zwanzigerjahren gekommen zu sein schien. Coco Chanel hätte ihre wahre Freude an dieser Szenerie gehabt. Ich trug zu meiner eigenen Unterhaltung ein völlig verstörendes T-Shirt, auf dem aus unerfindlichen Gründen «Fotzen an die Macht» stand – zu einem Jil-Sander-Wildlederrock. Aber gut: In verstörenden Zeiten haben auch verstörende T-Shirts eine wichtige Aufgabe. Und Venus ist ja schon im Widder.

Reprogrammierung

Am nächsten Tag dann – nachdem ich ein paar Runden in der Schwimmhalle, die ihren Namen wirklich verdient, gedreht hatte – hatte ich ein Appointment in der Praxis von Dr. König. Ich bemühte mich um Fassung. Und darum, nicht aus der Rolle zu fallen. Was mir wirklich nicht gelang. Der Kinesiologin Sarah (Widder!) gelang es mit drei Fragen, meinen Zustand (ein Nervensystem am Anschlag) der letzten Monate auf den Punkt zu analysieren. Die nächste Stunde verbrachte sie dann damit, eine Art Reprogrammierung meines Körpers und der Seele vorzunehmen. Sie tippte mal auf meine Nasenspitze, legte dann meine Hand liebevoll auf meinen Bauchnabel und verbrachte sehr viel Zeit damit, mit meinem Körper zu kommunizieren, der ja bekanntlich nicht lügt. Das Ganze so souverän, dass es sich nicht anders als magisch bezeichnen lässt.

Weinen und Wasserfälle

Was genau passiert ist, kann selbst ich nicht genauer erklären. Jedenfalls endete unsere Sitzung surprisingly in noch mehr Tränen – einfach, weil ich mich so gesehen, geliebt und beschützt fühlte wie lange nicht mehr. Das ernste Wörtchen, das mir Dr. König mir noch mit auf den Weg gab, kann an dieser Stelle nicht geteilt werden. Nur so viel: Wir bleiben dran. Der Witz ist ja, dass die heilenden Quellen Baden-Badens bereits kurz nach Jesus von den Römern entdeckt wurden. Im Mittelalter wurde fleissig weiter gebadet und im 19. Jahrhundert wurde Baden-Baden dann zu einem Badetempel für Adelige und Künstler. «Hier kann man jedes Bad nehmen, das jemals erfunden wurde», notierte einst Mark Twain. Ich notiere jetzt erst mal gar nichts mehr und weine noch einen kleinen Wasserfall. Dafür gibt es im nahen Schwarzwald einen extra angelegten Wasserfallweg, der aussieht, als hätten ein paar wilde Feen nach einer ebenso wilden Nacht im Casino aus Moos ein paar Felsen gepuzzelt. Ehrlich gesagt würde ich da liebsten ein Schild montieren, auf dem «in Silence» steht. Trotzdem würde das wohl niemand davon abhalten, «Guten Morgen, Frau Kruse» zu sagen.   Der Song zur Mondphase:

Werbung

Die To-dos von diesem Fische-Neumond:

1.

1.

Baden in Baden-Baden. Oder wo auch immer

Es muss gebadet werden. Idealerweise in Salzwasser, die Meister:innen unter uns geben ein bisschen vom guten alten Backpulver dazu. Wir befinden uns auf den letzten Metern der Fische-Sonne – Wasser wirkt jetzt einfach anders. Es wirkt tiefer, reguliert, löst. Wichtig: In der Wanne bleiben und alles wegbaden. Danach bitte nichts mehr vorhaben. Gut ausruhen.

2.

2.

Dinge zu Ende bringen – nicht neu anfangen

Der Neumond steht im 29. Grad der Fische. Letzter Grad. Abschlussenergie. Wir müssen hier nichts Grosses initiieren, sondern eher sauber abschliessen. Ein Gespräch. Ein Gedanke. Eine alte Geschichte. Es geht ums Rundmachen. In Ordnung bringen. Schlicht ums Heilen.

3.

3.

Den Nebel respektieren – und ihm beim Gehen zuschauen

Merkur wird wieder direktläufig. Das heisst: Es klärt sich. Langsam. Gedanken sortieren sich der Reihe nach. Entscheidungen werden wieder greifbarer. Aber bitte nicht mit Gewalt. Wir lassen Klarheit zurückkommen und erzwingen gar nichts. Frühjahrsmüdigkeit ist real. Lieben wir.

4.

4.

Den ersten Impuls zulassen – aber ohne BOOM

Die Tagundnachtgleiche markiert den Beginn des Frühlings und des neuen astrologischen Jahres. Die Sonne geht in den Widder. Und ja, da ist Aufbruch. Kraft. Bewegung. Aber wir kommen aus den Fischen. Also kein Masterplan, kein Überrennen. Ein echter, klarer Schritt reicht völlig. Und danach vielleicht ein rosa Smoothie. Expertinnen nennen ihn Schmusie. Sommer ist doch eh die bessere Jahreszeit. Wir sind auf dem besten Weg dahin.

5.

5.

Unsere Sensibilität ernst nehmen – nicht persönlich

Wir sind nicht «zu viel», nicht «zu weich», nicht «zu emotional». Das ist kollektives Wetter. Tränen dürfen da sein – sie dürfen nur nicht im Herzen bleiben. Wir brauchen jetzt Orte, an denen unser Nervensystem sich sicher fühlt. Menschen, bei denen wir nicht funktionieren müssen. Wasser. Wärme. Ruhe. Und die Erlaubnis, nicht sofort wieder die Alte zu sein. Für irgendwas wurde wasserfeste Mascara ja erfunden.  

Abonniere
Benachrichtigung über
guest
0 Comments
Älteste
Neuste Meistgewählt
Inline Feedbacks
View all comments