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Mondkolumne 

Neumond in den Fischen: Ein bisschen Frieden

Mitgefühl ist die wahre Währung des Friedens, schreibt unsere Astrologin Alexandra Kruse. Sie erklärt, was uns mit dem Neumond in den Fischen am 2. März erwarten könnte.

Am 2. März 2022 um 18.34 Uhr beginnen wir unseren letzten Mondzyklus des astrologischen Jahres mit einem unglaublichen BIG BANG SUPER PEACE Neumond in den Fischen. Und lernen, dass Schwäche unsere grösste Stärke ist. An diesem Tag verbinden sich die kraftvolle Sonne, ein hochemotionaler Mond UND Jupiter im hochspirituellen Zeichen der Fische.

«Ein bisschen Frieden, ein bisschen Sonne

Für diese Erde, auf der wir wohnen.

Ein bisschen Frieden, ein bisschen Freude,

Ein bisschen Wärme, das wünsch’ ich mir.»

… Ein bisschen Wärme UND dass die Menschen nicht soooooo oft weinen. So hat es die schöne Nicole in ihrem weissen Kleid schon 1982 in so ziemlich jedes Wohnzimmer gesungen, als wir alle schon mal Angst hatten. Und ich nicht in den Sandkasten durfte wegen Tschernobyl. Das war 1986.

Jedenfalls: Oh Gott, was habe ich die letzten Tage geweint und heulend ins Schokoladen-Croissant gebissen. Bei jedem weiteren Horroszenario, das aus den Medien kam, bei der Vorstellung, meinen Sohn zurücklassen zu müssen, mit nur einer Tasche das Haus vielleicht für immer zu verlassen. Und überhaupt, wie soll man tapfer sein und es bleiben, wenn einen Kinder mit grossen Augen und noch grösseren Fragen anschauen und man nur mit feuchten Augen sagen kann: «Wir hoffen das Beste.»

Was ist gerade richtig und was gerade falsch?

Mein Sohn Kosmo ist zum Glück der festen Ansicht, dass uns einzig und allein die Avengers uns jetzt noch helfen können. Und dass er froh sei, mich als Mama zu haben. Wieder geweint. Und auch wegen der verdammten Spülmaschine, die einfach ihren Dienst verweigerte (und eigentlich nur ihr Bedürfnis nach Spülglanz äussern wollte.) Was kann ein grösseres «First World Problem» sein?

Und was ist gerade richtig und was gerade falsch? Welcher Post angemessen? War die Welt nicht vorher auch schon schlimm? Darf ich überhaupt noch lachen, während andere in U-Bahn-Schächten gebären? Die Antwort kann und muss JA sein. Weil es jetzt erste Bürgerpflicht ist, unsere Herzen maximal weit aufzureissen, unsere Stimmen zu gebrauchen, unsere Mittel maximal einzusetzen und die Laune und unsere Gebete hochzuhalten – für die, die es nicht können.

Schlechte Nerven

Unser Alltag fühlt sich plötzlich bedroht an, wir können die bisher für uns ungewohnte Gefahr nicht einfach ignorieren. Die ganze Tragödie ist, dass wir den grössten Unfrieden in uns haben – gegen unsere Körper, unsere Seelen, unsere Launen, unsere Mitmenschen – ein einziges Geraufe.

Und natürlich schlechte Nerven, Surprise, nach zwei Jahren Pandemie. Und die Träume. Ich träume wahlweise von meinem idealen Lockenstab (Make it Dyson, Baby!), der schon seit Jahren auf meiner Wunschliste steht, oder aber von feindlichen Drohnen, die vor meinem Fenster hin- und herfliegen, alles ausspionieren und Sekunden später alles in ein Inferno verwandeln. Wenigstens hatte ich die Haare schön.

Das Böse ist Teil unserer Realität

Tagsüber bin ich dann so verwirrt und verstört, dass ich wahlweise «Luftschutzbunker in der Nähe» google oder «Euphoria» und Katzenvideos gucke. Dabei sind wir ja in der Fische-Zeit (das Sternzeichen Katze gibt es ja nicht, nur den Löwen – im Löwen war der letzte Vollmond, wir erinnern uns, da war alles noch Beyoncé und Corona. Gerade mal zwei Wochen her. Wenn mir noch einer erzählt, dass die Timelines noch linear sind – … I doubt it. Jedenfalls sollte es in diesem Text ja um den Neumond im Fisch gehen, sorry, kurz etwas ausgeufert. Und emotional geworden.)

Neumond im Fisch in der Essenz: Mitgefühl ist die wahre Währung des Friedens, das Böse ist Teil unserer Realität und Karneval der Glaube an die Kraft der Verwandlung und an eine andere, bessere Welt. In diesem Sinne setze ich jetzt meine Glitzer-Meerjungfrauen-Brille mit der rosa Muschel auf und sehe zu, wie ich ein paar Sachen geregelt bekomme.

Lokah samastah sukhino bhavantu – Mögen alle Wesen glücklich und frei von Leid sein.

Der Song zur Mondphase:

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Die To-dos von diesem Neumond:

1.

1.

Anerkennen, dass KEIN Beitrag zu klein ist – jedes Gebet, jede Kerze, jeder Gedanke, jedes Bild hat eine Frequenz und ist eine Sendung ans Universum.

2.

2.

Anerkennen, dass jetzt wirklich ALLE Gefühle okay sind. Wut, Regungslosigkeit, Aktivismus – jeder Mensch hat seinen eigenen Weg, mit Traumatisierung umzugehen. Es wäre ein guter Moment, mit älteren Menschen zu sprechen und zu fragen, wie es ihnen geht. Schlicht Dinge zu tun, die über uns selbst hinausgehen.

3.

3.

Uns selbst dafür vergeben, dass es so ist, wie es eben ist. Und schauen, was wirklich und wahrhaftig zu einem selbst gehört: Was sind meine Gedanken, was sind meine Gefühle und was habe ich einfach nur aufgeschnappt? #intuitionismysuperpower

4.

4.

Es ist ein idealer Zeitpunkt, um zu spüren, was und wer uns wirklich guttut. Und ein absolut schlechter Zeitpunkt für Doomsday-Apocalypse-Scrolling. Handy aus. An die frische Luft, den Frühling und die Hoffnung spüren. Es geht jetzt darum, das grosse Ganze aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

5.

5.

Dinge einsortieren. In einen grösseren Kontext. Wir sind nicht die Ersten, aber hoffentlich die Letzten, die sich mit der existenziellen Frage von Krieg und Frieden auseinandersetzen müssen. Kann es Zufall sein, dass Yoko Ono gerade jetzt im Kunsthaus zu sehen ist? Ich denke nicht. Und ich bin auch schwer für ein Bed-Inn. Ich hoffe still und heimlich Yoko zu sehen und ihr eine Tulpe in die Hand zu drücken. Wir könnten auch weisse Tauben in den blauen Himmel steigen lassen. Oder einfach nur weinen.

6.

6.

Dinge aussortieren, nicht nur, um Sachspenden zu suchen und zu finden, sondern um Platz zu machen für neue Ideen. Und das astrologische Neujahr, das am 21. März beginnt!

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Etter René

Sehr spannend und Neuzeitlich.
Gut über Kunst zu informieren.
KUNSTRAUM RORSCHACH dankt.