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Mondkolumne 

Neumond in der Jungfrau: Zeit für eine Kurskorrektur

Der Neumond in der Jungfrau am 27. August kommt, um uns alle ein wenig reiner zu machen und neue Strukturen zu erschaffen, schreibt unsere Astrologin Alexandra Kruse.

Der Neumond in der Jungfrau im August inspiriert uns, jetzt ganz pragmatische Pläne für die kommenden Wochen und Monate zu machen und in eine neue Ortung zu finden. Abgesehen davon, dass uns der rückläufige Merkur ab dem 9. September auf seine ganz spezifische Art ermahnen wird, gut und strukturiert zu planen. Nicht nur wegen des rückläufigen Merkurs rate ich an dieser Stelle übrigens dazu, wirklich alles, was sich mehr als drei Meter vom Körper entfernen kann, sprich ungefähr alles, mit einem Apple AirTag zu versehen. Und ja, auch Kinder und Hunde!! Auch wenn Sicherheit eine Illusion ist: Es hilft, den verlorenen Schlüssel auf den Meter genau in der Schublade im violetten Raum der Pension Gloria zu tracken und wahlweise auch einen pubertären Chihuahua. Oder den entlaufenen Rimowa-Koffer am Flughafen Köln-Bonn.

Ausserdem gehört es zu den ungeschriebenen Gesetzen dieser Kolumne, dass mindestens eine Episode in der Frauenbadi geschrieben wird. So auch diese. Frohes Gebade, zwischen Brüsten in allen Formen, Bikinis in allen Farben, dem Zischen eines gut gekühlten Sonnensprays, dem friedlichen Gemurmel aus knarrendem Holz, Wortgeplätscher – ein multi-toleranter Ort des Seins, von dem man sich wünschte, es gäbe mehrere davon.

An dieser Stelle darf man es wohl auch mal sagen, dass meine Texte, die sehr gerne und von vielen Menschen gelesen, geliked und geteilt werden, wirklich aus der Essenz kommen. DANKE. Es ist wahrlich auch im Jahr 2022 (noch) nicht selbstverständlich, mit dem Mond hausieren zu gehen, und gefährlich, inspiriertes Gedankengut zu verbreiten und Menschen dazu anzustiften, sich nach dem Mond zu richten. Mir persönlich bringt es aber viel Glück, es fordert und fördert mich und ich lerne jedes Mal dazu. DANKE.

Alle sieben Sinne beieinanderhalten

Und apropos lernen, der kollektive «Back to School»-Groove hat uns wohl alle erfasst. Nur die wenigsten haben das Glück, zurück nach Hogwarts zu gehen. Die Ferien und die herzöffnende, barbusige Zeit der Löwensonne sind offiziell zu Ende, genug der fröhlichen Unbeschwertheit. Die Jungfrau-Sonne erinnert uns radikal und bestimmt daran, wieder in Massen zu leben, uns an Regeln zu halten und unsere sieben Sinne beieinanderzuhaben. Das ist gut. Und in vielen Aspekten ganz dringend nötig.

Abgesehen davon, dass alle Menschen, die ihre Ferien mit kleinen Menschen verbracht haben, jetzt eigentlich Ferien verdient hätten, liegt es an jeder:jedem Einzelnen von uns, gesunde Grenzen zu setzen. Und einzuhalten. Was nicht heissen darf, dass wir einander nicht mehr helfen sollen, und – das erscheint mir als eine Krankheit der Frauen – natürlich am liebsten alles immer selber machen wollen. Oder uns in eine zeternde Dreijährige verwandeln, die ihre Augen aufreisst, mit den zarten Füssen stampft und gar nichts mehr selber kann.

Abschied von alten Gewohnheiten

Hilflosigkeit ist endgültig keine Lösung mehr. Sich komplett abzuarbeiten auch nicht. Es ist ein feiner Draht – und niemand kann uns diese Lehre besser beibringen als eine Jungfrau. Ihr Prinzip «Hilfe zur Selbsthilfe» erscheint manchmal etwas ruppig, ungeschickt und bisweilen verletzend und überkritisch, kommt eigentlich aber aus reinstem Herzen und strebt schon fast manisch nach Vollkommenheit.

Die Reinheit der Jungfrau ist das wohl Unschuldigste, was es gibt. Und so ist dieser Neumond am 27. August um 10.18 Uhr hier, um uns alle ein wenig reiner zu machen, neue Strukturen zu erschaffen. Sich von alten Gewohnheiten liebevoll zu verabschieden und eine Kurskorrektur vorzunehmen.

Meine Leo Season war zu weiten Teilen offline und das war auch gut so. Was nicht so gut war, war das Chaos, in das ich retour kam. Stapelweise unbezahlte Rechnungen, Staubmäuse in Freiheit, gefühlte 25 Koffer nach Anlässen sortiert und dann in den Farben des Regenbogens explodiert, vollkommen unauffindbare Stundenpläne, Turnsäcke und ein Kühlschrank, der bereits ein Eigenleben führt.

Bad Vibes wegfegen

Mein Jungfrau-Anteil befand, dass «alles» weg muss, mein Krebs-Anteil wollte alles behalten – zerreissend. Eine wahrlich weise Feng-Shui-Meisterin (und ja, ich habe «Space Clearing» bei einem Onlinedienst für Selbstständige aller Art eingegeben!!) gab mir den sinnvollen Tipp, eine energetische Wohnungsreinigung durchzuführen.

«Denn mit einem Reinigungsritual bringen wir Licht in die Dunkelheit und trennen uns ganz bereitwillig von dem, was aus unserem Leben entlassen werden will.» Fair enough. So verteilte ich wirklich sehr, sehr grosszügig 1 Kilo Himalaya-Reis vermischt mit 1 Kilo Himalaya-Salz auf den Fensterbrettern, den Böden, hinter dem Sofa, unter dem Bett und überall dort, wo sich auch nur die Spur eines Bad Vibes hätte verstecken können (wichtig: immer im Uhrzeigersinn und nur mit den allerbesten Intentionen).

Das Salz, Zauberkristall Numero Uno und einst zu Recht wertvoller als Gold, und der allabsorbierende Reis sorgen tatsächlich für ein High Vibartional Space Clearing (übrigens seit Jahrhunderten!). Leider hatte ich nicht bedacht, dass das Ganze nach genau 24 Stunden (immer in Richtung der Tür!!) wieder weggefegt werden muss.

Gefegt. Nicht gestaubsaugt. Gefegt. Sorgfältig. Aus allen Ritzen. Keine Short Cuts, bewusstes Fluchen und Fegen. Es ging Stunden, der Effekt war grandios. Heilsam. Den Nachahmer:innen sei gesagt, dass das Salz-Reis-Gemisch direkt und zwingend, zur Not auch Barfuss und im Nachthemd nach Geisterstunde, das Haus verlassen muss!!! Nix Kübel, rein in einen möglichst weit entfernten Abfalleimer. Seitdem ist immer noch Chaos, aber ich kann es mir schlicht besser verzeihen.

Ich gehe erst mal zum Coiffeur. Ein anständiger Blow Dry hilft immer. Bei allem. Und Tage mit Jungfrauen-Energie sind ideal für Salon-Besuche. Und dann sitze ich erhobenen Hauptes auf meinem Missoni-Hocker. Im Chaos bin ich Königin.

Der Song zur Mondphase:

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Die To-dos von diesem Neumond:

1.

1.

Zur Vernunft kommen und rausfinden, in welchen Bereichen wir über die Stränge geschlagen haben und was jetzt WIRKLICH wichtig ist.

2.

2.

Die naturverbundene Energie der Jungfrau schätzt die Schönheit der einfachen Dinge. Gruss von Marie Kondo.

3.

3.

Liebende Selbstkritik üben. Vor lauter #selflove kann es schon mal sein, dass wir die Kunst der gesunden Selbstreflexion ignorieren.

4.

4.

Neumondimpulse verstärken unsere Fähigkeit zur Entgiftung und zur Entschlackung. Es ist eine supergute Zeit, schlechte Gewohnheiten aufzugeben. Die Jungfrau will Dinge in Heilung bringen, ihr Mantra ist #healthfirst.

5.

5.

Das Tierkreiszeichen Jungfrau steht im Mondkalender für unsere Verdauungsorgane. Besonders Dünndarm, Dickdarm, Milz und Bauchspeicheldrüse werden jetzt durch die Jungfrau-Energie beeinflusst. Also besser nichts Schweres essen. Und ja, Darmspülungen sind besser als ihr Ruf!

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