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Mondkolumne 

Neumond in der Waage: Chaos, das in eine höhere Ordnung führt

Habt ihr den rückläufigen Merkur auch schon gespürt? Immerhin: Laut unserer Astro-Fee Alexandra Kruse treffen sich Sonne und Mond zu einem Neumond, der uns Hoffnung bringt.

Na, wie ist das Leben so ohne Instagram und WhatsApp? Ich fand es erst noch ganz witzig – nach gefühlten drei Minuten bereits gar nicht mehr. Mein Sohn Kosmo schickte vollkommen selbstverständlich eine Gutenacht-E-Mail mit einer Voice Message zu Mama nach Paris. Wir einigten uns, dass wir ganz schnell Telepathie lernen müssen, um über unsere Träume zu kommunizieren. Wir alle, die wir uns für ach so unbesiegbar halten, sind so viel verletzlicher, als man denken mag. Und vor allem schon lange Opfer unserer Technologie. Es mag nur eine kleine Panne gewesen sein, die den armen Mark Zuckerberg ein paar Milliarden und uns ein paar Nerven gekostet hat. Doch die Idee, das von jetzt auf gleich so viel, was wir für vollkommen selbstverständlich halten, nicht mehr funktioniert, das Internet quasi kaputtgeht, scheint nicht mehr weit weg, sondern irgendwie real. Mich erfüllte das ganze natürlich mit einer zarten Art Genugtuung, weil so nun auch der letzte Mensch verstanden haben dürfte, dass Astrologie eine absolute Berechtigung hat und dass #mercuryretrograde ziemlich real ist. Vor allem dieser hier, der noch bis zum 18. Oktober und ein paar Tage später dauern wird. Dazu kommt, dass viele weitere Planeten rückläufig sind und so die Energie total verstärkt wird – es geht also wirklich erstaunlich wenig voran, dafür viel schief. Immerhin: Sonne und Mond treffen sich zum Neumond, der uns Hoffnung bringt.

Airdrop gone wrong

Ich habe drei absolute Lieblingsgeschichten, was den rückläufigen Merkur angeht. Ich hörte von einem perfekt geplanten Bleistiftrock-Meeting: Alles organisiert, Raum gemietet, Blumen und feine Sandwiches bestellt – leider nur vergessen, die anderen Teilnehmer:innen einzuladen. Schon ziemlich gut. Besser war nur die lustige High-Fashion-Girlgang, die sich in Paris zur Fashion Week in einem sehr schicken Restaurant einfand (nachdem das sehr viel schickere, andere Restaurant die fixe Reservierung spontan cancelte – auch super retrograde). Im Restaurant sass ein paar Tische weiter der echte Jean Paul Gaultier – was natürlich fotografisch festgehalten werde musste. Per Airdrop wollte man die Bilder teilen. Fälschlicherweise tat man das auch mit Herrn Gaultier. Der daraufhin nach versteckten Kameras an der Decke suchte. Und das letzte Mercury-Märchen. Ein Mann in der Türkei torkelte fröhlich und besoffen durch den Wald, als er plötzlich auf einen Suchtrupp traf. Er bot selbstlos seine Hilfe an, nur um Stunden später festzustellen, dass er selber der Gesuchte war, der seinen eigenen Namen rief. Merkur ist ein Gauner, er liebt solche Tricks. Und damit ist er sowas wie der Komödiant unseres Planetensystems. Divina Commedia – es ist und bleibt eine göttliche Komödie.

Aus der Balance

Pluto, unser Planet der Hardcore-Transformation  – drei Mal Halleluja – ist der erste, der am 7. Oktober wieder direkt läuft, damit dürfte sich alles nicht mehr ganz so bedrohlich anfühlen. Mit dem Neumond morgen am 6. Oktober kommt dann wieder neuer Mut. Der Mond füllt sich wieder mit Licht, es sollte um einiges leichter und etwas optimistischer werden.

Doch unser eigentliches Thema, der Neumond im Zeichen der Waage, wollen wir bei aller Dramatik nicht ganz ignorieren. Zumal ein Neumond immer eine Kulmination der Energien eines Zeichens ist – in diesem Fall der Waage, die den Ausgleich von innen und aussen, die Harmonie, die Justiz und die Gerechtigkeit symbolisiert. Und sich im Moment ganz offensichtlich komplett ausserhalb ihres Idealzustandes, nämlich der Balance, befindet. Wir sehen mehr als deutlich, was alles nicht stimmt. Ein echter Stresstest – besonders in Beziehungen. Um es mit meinem alten Freund und Krebs-Bruder Marcel Proust zu sagen: «Wir bringen es zwar nicht fertig, die Dinge unseren Wünschen entsprechend zu ändern, doch ändern sich mit der Zeit unsere Wünsche.»

Was also – mit Proust im Hinterkopf – nun zu tun ist:

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1.

Jetzt auf gar keinen Fall den Humor verlieren und in die Angst gehen. Lieber vorsichtig sein und lustig bleiben! Und nichts persönlich nehmen.

2.

Von grösseren Manifestationsspielen besser absehen. Die Gefahr der Rückwärtsmanifestation ist gross, es wäre doch schade, wenn man bei seinen komischen Bestellungen die Hälfte vergisst und am Ende das erträumte «Haus am Wasser» plötzlich neben einem alten Klärwerk steht. Who knows.

3.

Ausruhen! Wirklich jede Minute, die in welcher Form auch immer zur Naherholung dient, nutzen. Augen zu, Augen zu, Augen zu. All das tun, was wie auch immer Balance kreiert. Social Media ist es vermutlich nicht. Und genug Wasser und Tee trinken – die körperliche Entsprechung der Waage sind Nieren und Becken.

4.

Hier noch eine gute Nachricht: In der Zeit vom 5. Februar 2022 bis zum 28. April 2022 ist absolut NIX retrograde! Freie Fahrt also für neue Businesses, Eheschliessungen oder sonstige Commitments. Das Universum ist gross. Und gerecht. Manchmal möchte es einfach nur verstanden werden. Und spricht deswegen etwas lauter.

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Der Song zur Mondphase:

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