Werbung

Mondkolumne 

Supervollmond im Steinbock: Jetzt trifft Emotion auf Struktur

Am 24. Juni erwartet uns ein superkraftvoller und erdbetonter Steinbock-Vollmond. Was das bedeutet, erklärt unsere Astrologin Alexandra Kruse.

Am 24. Juni um 20.39 Uhr haben wir einen superkraftvollen und erdbetonten Steinbock-Vollmond, der uns einlädt, die Erkenntnisse der wirklich eher hammerharten letzten Wochen in fruchtbare Erde zu pflanzen und mit unseren goldenen Tränen zu begiessen. All die Themen, die sich in den letzten Wochen eher chaotisch gezeigt haben, und alles, was Salz in offene Wunden gestreut hat, darf jetzt Form und Struktur annehmen. Und sich in prachtvoller Klarheit zeigen.

Das mit der Sommersonnenwende am 21. Juni, die angeblich alles wendet, hatte ich mir ehrlich gesagt irgendwie anders vorgestellt. Mehr so wie bei Shakespeare. Ich hatte irgendwie mehr Performance von mir erwartet – mindestens eine Superzeremonie mit Gleichgesinnten, Regenbögen, Einhörnern, ein Bad in Rosen und natürlich ein haushohes Riesenfeuer zu Ehren des längsten Tages und der Sonne, immerhin in meinem Sternzeichen, dem hyperemotionalen Krebs. Dazu ein paar legendäre Orakelkarten, die auf meine goldene Zukunft verweisen, Champagnerfrühstück, das Übliche.

Tatsache: Ich lag Stunden zu früh nahezu ohnmächtig im Bett, mein Sohn Kosmo (Steinbock!) sprach am nächsten Morgen von einer «Narkose». Zum Glück hatte Betty Bossi (mal wieder) gekocht. Wir hatten das schönste aller Mama-Kosmo-Wochenenden im «Grand Resort Bad Ragaz», vielleicht lag meine Narkose auch an der magischen Wirkung des Heilwassers aus der Tamina-Quelle, das im Resort aus allen Hähnen sprudelt. Von 48 Stunden vor Ort waren wir gefühlte 64 in einem der sieben Pools. Kosmo schrieb dem Management folgende Nachricht: «Ich fand das Hotel super (Daumen-hoch-Emoji). Es gibt nichts, was mir nicht gefallen hat, vor allem hat mir der Kinderpool gefallen, fünf Sterne von fünf Sternen – liebe Grüsse, Kosmo.»

Goldene Tränen der Transformation weinen

Mir ist es ein Rätsel, wie ich fast 15 Jahre in der Schweiz sein kann, ohne diesen Ort zu kennen. Jedenfalls DER perfekte Kick-off für die Zeit der Krebs-Sonne – die von uns allen möchte, dass wir uns mit allen Wassern waschen, unseren Gefühlen mehr Raum gegeben und goldene Tränen der Transformation weinen. Die hochemotionale Cancer Season ist Cry Season. Der Steinbock steht im Tierkreis zuoberst und versinnbildlicht die Auf- und Übersicht, den Blick vom Gipfel. Dem Steinbock geht es vor allem um das bigger picture und das ganz grosse Kino, um nachhaltige und langfristige Visionen.

Werbung

Bewusste Rückschau auf die letzten vier Wochen

Jetzt wichtig: Eine ganz bewusste Rückschau auf die letzten vier Wochen, die Eclipse Season, die krass verschärft wurde von einem wirklich extremen rückläufigen Merkur (Achtung, bis zum 7. Juli sind wir noch in der sogenannten «Schattenphase». Wer also mit ganz wichtigen Verträgen warten kann – do so!). Ich hörte von einer Künstlerin, die dank eines Hacker-Angriffs alle ihre 35k Instagram-Follower und damit einen grossen Teil ihres Business mit einem Klick verlor (sie war tapfer und stark, wie es nur eine Jungfrau sein kann, und macht einfach weiter!). Bei mir selber verschwanden superwichtige Dateien, die nur durch Nachbarschaftshilfe wiederhergestellt werden konnten … die Beispiele sind zahllos.

Verantwortung für das eigene Handeln tragen

Und doch ist es wichtig, dass wir unser eigenes Versagen nicht einfach auf einen Planeten schieben, sondern Verantwortung für unser Handeln tragen. Verantwortung ist DAS Stichwort des Steinbock-Mondes. Dies ist der Moment, Verantwortung zu übernehmen: für unser Leben, unsere Gefühle, Launen und Gedanken, unseren Weg, die Welt, in der wir leben, und unsere Wünsche. You better work, bitch! Aber eben nicht für jeden, und schon gar nicht für jeden Preis.

Ein Vollmond im Zeichen des sturen Hörnerwesens, das mit wenig zufrieden ist, aber unter Umständen ohne Rücksicht zum Gipfel stürmt, ist vom Saturn regiert. Der Saturn ist der Herrscher über Zeit und Karma, also kein Stress jetzt. Der Mond im Steinbock schafft Stabilität und Struktur, ist gewissenhaft und immer auf dem Weg nach oben. Das Ziel heisst Verbesserung und Aufstieg – in eine neue, bessere Welt. Hier haben wir die grossartige Chance, uns mit der Frage nach einer weiblicheren, freundlicheren Arbeitswelt auseinanderzusetzen. Eine Welt, die eben anders funktioniert als vorher.

Neue Sicht auf das, was Arbeit wert ist

Homeoffice ist hier nur das Vorwort zu mehr Selbstbestimmung. Man muss nicht hellsehen können, um wahrzunehmen, dass wir – auch wenn wir denken, alles im Griff zu haben – gar nichts im Griff haben. Und nur, weil wir jetzt wieder ans Mittelmeer können/dürfen – der Wandel geht weiter. Wir brauchen dringend neue Ideen, eine neue Wertschätzung und eine komplett neue Sicht auf das, was Arbeit wert ist. Und was Arbeit überhaupt ist – kochen und waschen zum Beispiel ist für mich Arbeit, das Verfassen von Texten mein Talent. Und je weniger ich mich zum braven Funktionieren zwinge, umso einfacher geht es.

Die Fragen des Moments: Wo übernehme ich (zu viel) Verantwortung? An welcher Stelle überschreite ich meine Grenzen? Wie ist mein Verhältnis zu Geben und Nehmen? Wie kann ich mich selber nähren? Wie ernst nehme ich meine eigenen Bedürfnisse? Was durfte sich in den letzten Wochen transformieren? Was ist meine langfristige Vision und wie kann ich diese zum Wohl aller umsetzen?

Türen, die zugeknallt wurden, auch zu lassen

Der beste Tipp an dieser Stelle kann und darf nur sein, sich bewusst Zeit zu nehmen und sich nicht selber zu überfordern. Es ist gerade wirklich viel – das Leben, das wieder anfängt. So much to do, so little time. Umso wichtiger ist es, die Lektionen der letzten Wochen sorgfältig zu integrieren, die Türen, die zugeknallt wurden, auch zu zu lassen. Und nein – nicht noch mal nachfragen, ob er oder sie das WIRKLICH so gemeint hat, und sich so das Messer selber ins Herz rammen! Man hat in diesen Tagen die einzige Aufgabe, seine eigene Türsteherin zu sein. Die wird sich erst, das haben wir in den letzten Wochen gelernt, irgendwie finden – auch wenn der Plan, den man hatte, grandios gescheitert ist. Es gibt immer eine Lösung!

Ich werde bis auf Weiteres nah am Wasser bleiben, in der Frauenbadi Frauen mit langen, blauen Haaren dabei zuschauen, wie sie sich hingebungsvoll um sich selber kümmern, um sich dann wieder um andere zu kümmern. Die dabei «Die verlorene Ehre der Katharina Blum» lesen, in neon-glitzernden Badehosen, mit Lotusblumen-Tattoos in Regenbogenfarben und dabei Schritt für Schritt eine neuen Welt manifestieren, ohne Bewertung und Konkurrenz, einfach durch pures, ehrliches und radikales Sein. Auf dem Weg zu ihren ganz persönlichen Gipfeln.

Der Song zur Mondphase:

Werbung

Wie gefällt dir dieser Artikel?

Loading spinner
Subscribe
Notify of
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments