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Blasenentzündung: Woher kommts, was hilft?

Gesundheit

Blasenentzündung: Woher kommts, was hilft?

Viele Frauen kennen die Schmerzen einer Blasenentzündung. Über die Ursachen und mögliche Behandlungen.

Die Blasenentzündung ist eine der Krankheiten, die Klugscheisserkommentare anziehen wie das Licht die Motten: «Warst mal wieder zu luftig untenrum angezogen» verweist etwa auf den weitverbreiteten Irrglauben, Blasenentzündungen hingen einzig und allein mit Verkühlung zusammen. «Heisst ja nicht umsonst auch Hurenkrankheit …» dagegen spielt auf die bakterielle Harnwegserkrankung als Folge von Geschlechtsverkehr an. Wobei hier allerdings tatsächlich ein Zusammenhang besteht – unverschämt ist die Bemerkung dennoch.

Frauen sind achtmal häufiger als Männer von einer solchen Infektion betroffen, was schlichtweg an der unterschiedlichen Anatomie liegt: Die weibliche Harnröhre ist kürzer (Frauen vier Zentimeter, Männer zwanzig Zentimeter) und endet vergleichsweise ungeschützt in der Vulva. Das Ergebnis: Bakterien dringen viel leichter ein. Zudem ist die nahe Nachbarschaft zum After entscheidend. Denn dort tummeln sich die im Enddarm heimischen Escherichia- Coli-Bakterien, die für die meisten Blasenentzündungen verantwortlich sind.

Versuch Nr. 1: Beherztes Wassertrinken

Wenn sich die Erkrankung noch im Anfangsstadium (leichtes Ziehen und Brennen) befindet, können die Bakterien durch beherztes Wassertrinken allenfalls mit dem Urin ausgeschwemmt werden. Harntreibende Blasentees und Cranberrysaft, der ein Andocken der Bakterien an der Blasenwand verhindert, unterstützen dabei auf natürlichem Wege. Wenn bereits Blut im Urin zu sehen ist, beim Wasserlassen ein unangenehmer Geruch auftritt oder der Urin auffallend trüb ist, sollte ein Arzt aufgesucht werden – es gibt inzwischen Antibiotika, die nach einmaligem Nehmen Erfolge zeigen.

Was hilft: nach dem Sex immer aufs WC gehen und die Blase leeren, so können die gerade eingedrungenen Bakterien schnellstens wieder nach draussen befördert werden. Nach dem Toilettengang von vorn nach hinten wischen. Bitte nicht wie besessen Intimpflegeprodukte benutzen, die machen die körpereigenen Schutzbakterien kaputt und begünstigen nur einen Infekt. Und wenn das alles keinen Unterschied macht, ruhig mal den Partner zum Urologen schicken. Nicht selten leiden Männer unbemerkt an Samenblasenentzündungen und übertragen beim Verkehr Bakterien auf die Frau.

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