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«Das Anstrengendste mit Kids? Die drohende Überforderung»

Familie

«Das Anstrengendste mit Kids? Die drohende Überforderung»

In unserer Rubrik «The Mamas and the Papas» kommen Eltern aus der Schweiz zu Wort: Ein ehrlicher Fragebogen über Liebe, Erschöpfung, politische Missstände und Parenting-Hacks. Los gehts mit Karsten, Vater von zwei Kindern.

Vorname: Karsten

Alter: 40

Kinderanzahl und Alter: Zwei Kinder, sechs und zwei Jahre alt

Familienstruktur: Ich bin 100 % erwerbstätig, meine Partnerin 60 % – sie arbeitet häufig am Abend und am Wochenende. Freitag bis Sonntag trage ich die Hauptverantwortung für die Kids, meine Partnerin montags bis mittwochs.

Job: Team Leader Design Joop! Men

Meine Superkraft als Vater: Meiner Frau zuhören, während ich Kacki wegmache und mir gleichzeitig überlege, was es zum Znüni gibt

So erschöpft bin ich gerade von 0 bis 10: 4

Ein Gerücht über Eltern, das stimmt: Es kann schon mal unentspannt werden

Ein Gerücht über Eltern, das nicht stimmt: Eltern sind so unentspannt

Am anstrengendsten im Alltag mit Kindern finde ich: Die drohende Überforderung

Das gönne ich mir, seit ich Vater bin: Einsame Mittagspausen

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«Es gibt diese Mikrosekunde vor dem Ausflippen, in der ich noch anders könnte»

In dieser Situation ist es für mich beinahe unmöglich, die Nerven zu behalten: Wenn die Zahnbürste (inklusive Zahnpasta) weggeworfen wird

Eine Anschaffung, die für die Katz war: Kinderski

Eine Anschaffung, die uns das Leben gerettet hat: Kraxe

Das nervt mich an anderen Eltern am meisten: Wenn sie selbst zum Kind werden

So bringe ich mein Kind am schnellsten zum Schlafen: Nuggi, Kuscheltier, Kuscheln

Ein schnelles Gericht, das alle lieben: Selfmade Gnocchi mit Tomatensosse

Der beste Film für die ganze Family: Cars

Das Witzigste an meinen Kindern: Wenn sie absurde Geschichten erzählen

Warum hat mir das niemand gesagt, bevor ich Vater wurde? Ich bin nicht mehr meine Nummer eins (In meinem Kopf singt Bruno Mars gerade: «I would catch a grenade for you»)

Wenn die Stimmung zu Hause bei allen kippt, hilft am meisten: Rausgehen! Immer raus! Wetter egal!

Eine Sache, die sich familienpolitisch in der Schweiz ganz dringend ändern muss: Eltern müssen in der Erfüllung ihrer Funktion unterstützt werden – beziehungsweise muss die Familiengründung überhaupt für alle ermöglicht werden. Hallo Schweiz, du brauchst diese Kinder! Massnahmen wie beispielsweise die Elternzeit sind überfällig.

Darin will ich als Vater noch besser werden: Es gibt diese Mikrosekunde vor dem Ausflippen, in der ich noch anders könnte. Aber ich entscheide mich offenbar bewusst dafür, dass der Deckel vom Topf fliegt. Zwei Sekunden Druckablass für 20 Minuten weiteres Drama. Why?

Etwas, das meine Eltern komplett anders gemacht haben als ich: Sie waren immer umgeben von ihren Eltern.

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«Dass man so bedingungslos lieben kann, war mir nicht klar»

Der beste Tipp an alle frischgebackenen Eltern: Geht zur Mütter- und Väterberatung!

Sex ist …. staunenswert … seit wir Eltern sind.

Der grösste WTF-Moment, seitdem ich Vater bin: Die ersten Tage nach der Geburt. Wie das emotional so auf 11 ging. Dass man so bedingungslos lieben kann, war mir nicht klar.

Ein Teil von mir, den ich vermisse: Muskulöse Stimmbänder – früher kam ich viel mehr zum Singen

Eine Sache, die sich in der Arbeitswelt aus Elternsicht dringend ändern muss: Weg von der Idee: Arbeitszeit = Präsenz = Qualität. Die Mitarbeitenden sollten nach Qualität ihrer Arbeit bewertet werden und nicht nach geleisteter Arbeitszeit. Wer das überstrapazierte Projekt Work-Life-Balance versteht, bekommt treue MitarbeiterInnen.

In dieser Situation spüre ich die Liebe zu meinen Kindern immer ganz intensiv: Wenn sie morgens ihre Stirn zart an meine drücken

Ein Wort, das nur mein Kind und ich verstehen: Ababio

Alles wäre so viel einfacher, wenn … das mit dem Teleportieren und dem autonomen Fahren endlich klappen würde.

Etwas, das ich meinen Eltern gerne sagen würde, seit ich selbst Vater bin: Danke, dass ihr so stark wart.

Kindergeburtstage finde ich … gut! Alle sollen kommen, alle mitbringen, dann essen, trinken, lachen. Kinder in Ruhe spielen lassen.

Das bringt mich als Vater sofort zum Weinen: Kinder, die keine Freunde finden

Das beste Buch für Eltern: Die Elternbriefe von Pro Juventute

Der beste Podcast für Eltern: Daddy FM

Ein guter Spartipp für Familien: Vintage, nicht Retro

Mein schlauster Parentinghack: Alkohol, Struktur und gemeinsames Wandern. Ausserdem nicht aufhören, miteinander zu sprechen, aber richtig! Als Familie funktionieren, als Paar funktionieren, als Individuum funktionieren. Und dabei nicht verrückt werden.

Eine Sache, die ich gelernt habe, seit ich Vater bin: Ich führe nicht meinen bisherigen Lifestyle weiter und habe einfach ein Kind mit dabei. Das war ein Irrglaube.

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