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Hannah (26): «Manchmal kommt mir mein Körper zu nah»

Body & Soul

Hannah (26): «Manchmal kommt mir mein Körper zu nah»

In unserer Rubrik «Bodybuilding» zeigt sich eine Frau nackt – und erzählt, welches Verhältnis sie zu ihrem Körper hat.

«Ich tanze schon mein ganzes Leben. Unter Tanz verstehe ich intuitive Bewegung, nicht einstudierte Haltungen. Deshalb bin ich Performance-Künstlerin. Ich begebe mich während einer Performance in eine Art Trance. Ich höre meiner Umgebung und mir selbst zu, versetze meinen ganzen Körper in Vibration, auch meine Stimme.

Es entsteht ein Sound, der ungefiltert aus mir herauskommt. Aber ich verliere die Kontrolle nie ganz. Ich kenne meinen Körper und definiere für jeden Auftritt eine eigene Dramaturgie, innerhalb derer ich auf der Bühne improvisiere.

Im Alltag habe ich viel mehr Hemmungen, obwohl ich selbstsicher und extrovertiert bin. Mir ist es wichtig, dass andere Menschen sich in meiner Gegenwart wohlfühlen. Mein Publikum hingegen darf sich schon mal unwohl fühlen. Es soll reflektieren: Wer hat eine Stimme? Was ist akzeptiert? Was stört?

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«Mein Publikum darf sich schon mal unwohl fühlen»

Wir hören meist nur jenen zu, die eloquent sprechen oder schön singen. Selten jemandem, der komische Töne von sich gibt. Dabei haben wir alle eine Stimme, einen Körper und das Recht, beides zu nutzen.

Ich öffne mich während einer Performance, mache mich verletzlich. Aktuell fühle ich mich meinem Körper sehr nah. Manchmal kommt er mir durch meine Arbeit aber auch zu nah, dann möchte ich mich von ihm distanzieren, mache für einige Wochen nichts mit ihm, auch keinen Sport. Wobei: Sport mag ich sowieso nicht. Ich liebe einzig die Bewegung – und irgendwann kommt er wieder, der Drang, mich zu spüren» – Hannah (26), Name geändert

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