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Jana (37):

Jana (37): "Der Gedanke 'Ich darf' veränderte den Blick auf meinen Körper"

In unserer Rubrik "Bodybuilding" zeigt sich eine Frau nackt und spricht über ihr Verhältnis zu ihrem Körper. Diesmal erzählt erzählt Jana (37), wie sie lernte, sich frei zu fühlen.

«Früher hatte ich eine gespaltene, schambehaftete Beziehung zu meinem Körper, litt lange unter einer Essstörung. Der Hungerzustand, die Leere, die Kontrolle übertönten meine Empfindungen. Als Kind mit psychisch erkrankten Angehörigen fühlte ich mich oft unzureichend, weil ich ihnen nicht helfen konnte.

Meine Gefühle in ihrer ganzen Bandbreite wirklich zu fühlen, muss ich mir erarbeiten. In verschiedenen Kursen habe ich gelernt, Gefühle durchzufühlen. Im Zuge dessen ploppte immer wieder die Aussage ‹Ich darf› auf: Ich darf mich gernhaben. Ich darf geniessen. Ich darf so leben, wie ich möchte.

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"Mein Körper muss nicht besonders schön sein, das äussere Bild darf mir auch einfach egal sein"

Das veränderte den Blick auf meinen Körper. Der muss nicht besonders schön sein, das äussere Bild darf mir auch einfach egal sein. Vielmehr geht es mir heute darum, mich frei zu fühlen; am Strand oben ohne die Sonne zu spüren, nackt zu schwimmen, das ist etwas sehr Gefühlvolles.

Ich begegne den Traumata meiner Kindheit bewusst, lerne, sie loszulassen. Und bewahre mir das Kindliche, die Begeisterung, meine Fantasie, die mich auch in vielen Momenten meiner Kindheit gerettet hat. Ich schätze es, mit meinen Kindern freilernend unterwegs zu sein.

Für diese Freiheit sind wir aktuell auf Reisen. In der Schweiz gab es zu viele Vorschriften und rechtliche Hindernisse; wir entschieden uns für unser Unschooling-Setting und dafür, die Welt zu erkunden. Und irgendwann kam der Moment, in dem ich spürte: Wenn ich das schon mache, dann darf ich es auch geniessen. Und da war es, das Gefühl vom Freisein.»

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