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Nike (35): «Fühle ich in mich hinein, finde ich mich weder dick noch dünn»

Body & Soul

Nike (35): «Fühle ich in mich hinein, finde ich mich weder dick noch dünn»

In unserer Rubrik «Bodybuilding» zeigt sich eine Frau nackt und spricht über ihr Verhältnis zu ihrem Körper. Diesmal erzählt Nike (35) über ihr Körpergefühl als Künstlerin – auf und abseits der Bühne.

«Wenn ich auf der Bühne stehe – im Theater, als Performance-Künstlerin oder seit Kurzem auch als Musikerin –, ist das immer wieder eine Konfrontation mit meinem Selbstwertgefühl. Oft fühle ich mich davor stark und geerdet. Kaum bin ich jedoch auf der Bühne, spüre ich die Verunsicherung. Dabei kommt es auch drauf an, ob ich als ich auf der Bühne stehe oder ob ich in andere Rollen schlüpfe. Am liebsten würde ich meine Auftritte deshalb von mir lösen; wäre gern eine Marionette, die unterhält.

Durch die Bühne habe ich ein stärkeres Bewusstsein für meinen Körper entwickelt. Da oben zu stehen ist eine sehr körperliche Erfahrung – ähnlich, wie wenn ich faste, was ich schon ein paar Mal für mehrere Tage gemacht habe. Es macht mich immer stolz, wenn ich diese Challenge geschafft habe.

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«Ein nackter Körper ist selten einfach ein nackter Körper»

Ich versuche, so wenig wie möglich in den Spiegel zu schauen und mich stattdessen damit zu beschäftigen, wie sich mein Körper anfühlt. Sehe ich mein Spiegelbild, werte ich sofort. Fühle ich einfach in mich hinein, finde ich mich weder dick noch dünn, nehme meinen Körper neutral wahr.

Wenn ich mich wohlfühle, blüttle ich auch gern, oben ohne in der Badi oder mit Freundinnen in den Ferien. Einige überfordert das. Ein nackter Körper ist eben selten einfach ein nackter Körper. Gerade Brüste sind ja doch sexuell – auch für mich. Sobald Männer dabei sind, versuche ich mich vor dieser Sexualisierung zu schützen und lege mich extra so unsexy wie möglich in die Sonne.»

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