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Sandra (53): «Ich betrachte mich gerne nackt»

Body & Soul

Sandra (53): «Ich betrachte mich gerne nackt»

In unserer Rubrik «Bodybuilding» zeigt sich eine Frau nackt und spricht über ihr Verhältnis zu ihrem Körper. Diesmal erzählt Sandra (53), warum sie ihre Dehnungsstreifen heute mag.

«Mein Körper hat Schwerstarbeit geleistet. Sieben Schwangerschaften, sieben Geburten, das ist nicht ohne. Ich war immer gern schwanger, mit 25 genau wie mit 41, habe mich wunderschön gefühlt, meinen Bauch zelebriert. Aber mir war auch monatelang übel.

Geboren habe ich alle sieben Kinder vaginal. Die Geburten dauerten lang, die erste 48 Stunden. Ich habe zwei Tage gelitten, erbrochen. Nach drei Geburten entschied ich endlich, dass ich nun ausreichend mitreden konnte; ich verlangte fortan eine PDA.

Ich musste mich daran gewöhnen, dass man meinem Körper die Strapazen ansieht. Dass ich Dehnungsstreifen habe und meine Brüste hängen. Ich habe mir sogar mal kurz überlegt, sie straffen zu lassen. Aber ob Kinder oder nicht, das Bindegewebe erschlafft irgendwann.

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«Ich betone meine Rundungen, betrachte mich gern nackt»

Wir dürfen uns nicht dafür schämen, nicht dem vermeintlichen Schönheitsideal zu entsprechen. Das ist mir wichtig zu betonen, gerade weil ich sechs Töchter habe. Ich wünsche ihnen die Zufriedenheit, die mir lang fehlte. Und das Selbstvertrauen meines Sohnes. Manchmal verschweige ich, wie viele Kinder ich habe. Weil ich nicht darauf reduziert werden möchte.

Ich bin nicht nur Mutter, alleinerziehende übrigens, ich bin auch Frau, und das leidenschaftlich gern. Ich betone meine Rundungen, betrachte mich gern nackt im Spiegel. Einzig mit meinem Wechseljahre-Bauch – nach den Geburten war er jeweils schnell wieder flach –, der sich beim Hinsetzen über den Hosenbund wölbt, freunde ich mich gerade noch an.»

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