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Sonne – aber sicher!

Body & Soul

Sonne – aber sicher!

  • Redaktion: Niklaus Müller, Nicole WyrschFotos: Anka Bardeleben

Je besser geschützt, umso schöner: Die neuen Sonnenprodukte für Haut und Haar.

Badeanzug gekauft, Bikinifigur hingekriegt – der Sommer kann kommen. Halt! Da fehlen noch die neuen Sonnenprodukte für Haut und Haar. Denn: Je besser geschützt, umso schöner.

Mitte März sorgte eine Studie des Beth Israel Deaconess Medical Center und der Harvard Medical School in Boston weltweit für Aufsehen: 13 Millionen weisse Amerikaner mussten laut dieser aktuellen Erhebung bis 2007 wegen nicht malignem Hautkrebs medizinisch behandelt werden. Und diese Zahl wird sich aller Voraussicht nach noch weiter erhöhen. Denn einerseits steigt die Lebenserwartung, das heisst, wir sind insgesamt länger der Sonnenbestrahlung ausgesetzt, und dem Hautkrebs bleibt mehr Zeit, sich zu entwickeln. Und andererseits kommt jetzt die Generation derer ins kritische Alter, die in den Sechziger- und Siebzigerjahren aufgewachsen sind und sich über Sonnenschutz mehrheitlich noch nicht gross Gedanken gemacht haben – sie erreichen jetzt das Lebensjahrzehnt zwischen fünfzig und sechzig, die Zeitspanne, in der die nicht maligne Form des Hautkrebses gehäuft auftritt. Doch jenseits aller Hochrechnungen ist Hautkrebs in den USA bereits jetzt die häufigste Krebserkrankung überhaupt.

Aber auch hier zu Lande sieht die Lage dramatisch aus: In Europa weist die Schweiz eine der höchsten Hautkrebsraten auf. Laut Zahlen der Krebsliga Schweiz erkranken jährlich über 18 000 Menschen an Hautkrebs, in etwa gleich viel Frauen wie Männer. 1850 sind von einer bösartigen Form, dem malignen Melanom betroffen, 2009 starben daran 270 Menschen. Und das Durchschnittsalter zum Zeitpunkt der Diagnose sinkt jährlich.

Angesichts der Tatsache, dass wir heute mehr denn je über die schädliche Wirkung der Sonne und einen effizienten Schutz wissen: Woher kommen diese erschreckend hohen Zahlen? Zunächst einmal hat die Gesamt-Lebens-UV-Belastung in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Gründe sind eine höhere Lebenserwartung, Umweltfaktoren wie die Verringerung der Ozonschicht und auch unser Freizeitverhalten, mit mehr und längeren Ferien, oft an sonnenverwöhnten Destinationen. Vor allem aber benutzen immer noch viele Schweizerinnen und Schweizer keinen oder keinen ausreichenden Sonnenschutz.

Wobei auch ein hoher Sonnenschutzfaktor kein Freibrief für einen Openend-Aufenthalt in der Sonne ist. Zwar bekommen wir dank des Schutzfilters so schnell keinen Sonnenbrand mehr, können also länger ohne augenfällige Schädigung der Haut in der Sonne bleiben. Aber die UV-Strahlung setzt der Gesundheit unserer Haut im Verborgenen weiter zu, und zwar je länger wir uns der Sonne aussetzen, desto intensiver und nachhaltiger. Einerseits durch die UVB-Strahlen, die für Sonnenbrand und die Schädigung der Erbsubstanz verantwortlich sind. Andererseits durch die UVA-Strahlen, welche die Lichtalterung der Haut, Sonnenallergien, die Bildung freier Sauerstoffradikale – die ebenfalls die Erbsubstanz angreifen – sowie die Unterdrückung der Immunfunktionen der Haut fördern. Und seit kurzem weiss man auch, dass die Infrarotstrahlen im Sonnenlicht ebenfalls die Haut schädigen, indem sie die Mitochondrien lahm legen, welche die Hautzellen mit Energie versorgen.

Was tun? Effektiver Sonnenschutz fängt mit Umdenken an. Zuerst müssen wir akzeptieren, dass jede Bräune, ausser die künstliche, Zeichen einer Hautschädigung ist. Sonnenbräune ist kein Statussymbol, sondern ein Abwehrmechanismus der Haut, der eine weitere Schädigung verhindern will. Eine braune Haut ist also in erster Linie eine geschädigte Haut, die langfristig erwiesenermassen an Schönheit einbüsst. Dabei braucht es gar nicht viel: Indem wir ein paar wichtige Tipps befolgen und uns mit den passenden Sonnenschutzprodukten eindecken, haben wir es in der Hand, unsere Haut für lange Zeit gesund und schön zu erhalten.

Die Krebsliga Schweiz bietet verschiedene Informationsbroschüren zum Thema Haut, Sonne und Hautkrebs an. Sie sind kostenlos und können auf www.krebsliga.ch heruntergeladen werden.

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