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“David Wants to Fly”

Kultur

“David Wants to Fly”

Erleuchtung garantiert: «David Wants to Fly» ermittelt einen transzendentalen Betrug.

David Sieveking ist ein freundlicher junger Mann, den nur eines quält: dass ihm die seelischen Abgründe seines Vorbilds David Lynch fehlen. Könnte die Transzendentale Meditation Abhilfe schaffen, die Lynch als Quelle seiner Schöpfungskraft preist? Der deutsche Regisseur wagt den Selbstversuch – doch je mehr er sich mit der extrem kostspieligen Mentaltechnik beschäftigt, desto stärker werden seine Zweifel: Ist sie nur Scharlatanerie, propagiert von einer profitgierigen Sekte? Im Fortgang der sehr persönlichen, unerschrockenen Recherche, die nach Indien, Amerika und in die Schweiz führt, wird David Sieveking sich bald vorkommen wie der Held aus «Blue Velvet»: Im vermeintlich friedlichen Vorgarten der Transzendentalen
Meditation findet er so manch abgeschnittenes Ohr! Seine kinotaugliche Dokumentation beweist, dass ein toller Film nicht auf den Abgründen des Regisseurs gründen muss. Man findet sie zuhauf in der Wirklichkeit.

Ab 6. 5. «David Wants to Fly» von David Sieveking. Mit David Lynch, der Sieveking zunächst bereitwillig Interviews gab – ihn später jedoch mit Klagedrohungen überzog, als der Film sich nicht in die gewünschte Richtung entwickelte

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