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Diversitätsagentin am Schauspielhaus Zürich Yuvviki Dioh: «Ich spreche, wo viele schweigen»

Kultur

Diversitätsagentin am Schauspielhaus Zürich Yuvviki Dioh: «Ich spreche, wo viele schweigen»

Am Schauspielhaus Zürich ist momentan grosses Theater. Mittendrin: Yuvviki Dioh, die erste Diversitätsagentin in der Schweiz. Eine Begegnung.

Als wir uns das erste Mal treffen, ist nicht klar, dass es die Ruhe vor dem Sturm ist. Die Ruhe vor einer stürmischen Debatte. Es wird dabei um die Frage gehen, wie moderne Kultur, wie modernes Theater sein soll. Wer daran beteiligt sein soll. Und für wen es sein soll. Und damit wird es auch um die Person Yuvviki Dioh gehen. Vor allem aber um das, was sie beruflich gerade macht. Denn Yuvviki Dioh ist die erste Diversitätsagentin in der Schweiz.

Mit grossem Lächeln öffnet sie die schwere Eingangstür vom Pfauen, der grössten Theaterbühne des Schauspielhaus Zürich. Kräftiger Händedruck, schnelle Sprache, Yuvviki Dioh ist ganz da, zugewandt und fröhlich. Sie führt in ihr Büro, an vielen anderen Büros ihrer Kolleg:innen vorbei. Es ist ein Einzelbüro, ein kleiner Besprechungstisch mit zwei Stühlen, ihr eigener Arbeitsplatz und dahinter eine Wand mit vielen, sehr vielen bunten Zetteln. Auf den grössten steht: «Publikum, Programm, Personal». Für diese drei Bereiche wurde sie geholt. Hier soll sie für mehr Vielfalt sorgen.

«Ich habe das Gefühl, gehört zu werden»

Ihr Job ist nicht nur einzigartig in der Schweiz, sondern auch einzigartig in seiner Ausgestaltung. Im Gegensatz zu Berufskolleg:innen zum Beispiel aus Deutschland hat sie keine geförderte Projektstelle für drei Jahre, sondern ist als Diversitätsagentin fest und unbefristet angestellt. Ihre Stelle gehört zur Intendanz, entscheiden kann sie aber nichts. «Ich will auch gar nicht in die künstlerische Handschrift eingreifen», sagt sie. Stattdessen gibt sie Feedback zu wichtigen Entscheidungen und bringt neue Perspektiven ein. Und das scheint zu klappen: «Ich habe das Gefühl, gehört zu werden.»

Wichtig dabei sei vor allem Fingerspitzengefühl, gerade am Theater, wo grosse Egos aufeinandertreffen. Deshalb sei es wichtig, die Menschen im richtigen Moment zu erwischen. «Mir war klar, dass ich Mikroaggressionen erleben werde. Mein Job ist es, damit umzugehen und daraus etwas Produktives zu machen», sagt sie.

Eine Schutzschicht aufbauen

Mikroaggressionen, das sind alltägliche Verletzungen. Als Schwarze Frau in der Schweiz gehören sie auch zum Alltag von Yuvviki Dioh. Zum Beispiel, wenn sie auf Hochdeutsch oder Englisch angesprochen wird, weil Leute davon ausgehen, dass sie kein Schweizerdeutsch spricht. Oder wenn jemand das N-Wort sagt. Im Job hat sie dafür eine Strategie entwickelt: «Ich muss eine Schutzschicht aufbauen und mir sagen: Es hat nichts mit mir zu tun, es hat nichts mit mir zu tun, es hat nichts mit mir zu tun.»

Und dabei hat ihre Arbeit natürlich viel mit ihr zu tun. «Das Thema Identität und die Frage, wohin ich gehöre, begleiten mich schon immer», sagt sie. Yuvviki Dioh kommt aus Schwamendingen, einem Stadtteil im Nordosten Zürichs im Kreis 12. Sie wuchs in einer weissen Pflegefamilie auf, mit weissen Pflegegeschwistern. «Meine Pflegemutter ist weltoffen, aber hat auch krasse Stereotype, noch heute haben wir Diskussionen. Sie wird jetzt nicht mehr die grosse Anti-Rassistin», meint Yuvviki Dioh und lacht. Sie sagt das nicht bitter. Überhaupt ist sie das während unserer Treffen nie. Es klingt einfach nach dem, was es ist: realistisch. In der Gesellschaft gibt es Rassismus. Davon ausgenommen sind weder ihre Familie noch das Theater.

«Meine Pflegemutter hat mich früh darauf vorbereitet, dass ich Rassismus erleben werde», erinnert sie sich. In der Tanzgruppe Catwalkers, die von ihrer Pflegeschwester geleitet wird, war sie lange die einzige Schwarze Tänzerin. Und: «Ich war auch lange die Einzige, die dick war», erzählt Yuvviki Dioh. Ihr Körper war Thema, ihr Make-up war Thema, das richtige Bühnenlicht für ihren Körper war ein Thema. Sie musste oft im Hintergrund tanzen und sollte so wenig wie möglich auffallen. Sie wurde auf Diät gesetzt, musste 13 Kilo abnehmen. «Tänzerisch habe ich zu den Besten gehört, aber am Ende ging es doch auch sehr ums Aussehen.»

«Ich möchte aktiv in einer Community sein»

Nach fünfzehn Jahren – Yuvviki Dioh war neun Jahre alt, als sie damit angefangen hatte – hörte sie mit dem Tanzen auf. Sie beschreibt das als «krassen Prozess», denn diese Tanzgruppe war ihr Umfeld, mit ihrer Schwester auch ihre Familie. «Aber ich musste mich davon emanzipieren», sagt sie heute.

Die problematische Geschichte mit dem Körpergefühl merkt man Yuvviki Dioh heute nicht an. Sie ist präsent – egal, wo sie ist. In ihrem Büro, in der Kantine des Schiffbaus, auf der Bühne im Pfauen, sie ist ganz da. Und es gab in ihrem Leben auch einen Moment, in dem sie sich für die Präsenz – auch die öffentliche – entschieden hat. 2020 nahm sie an den «Black Lives Matter»-Demonstrationen teil. Da wurde ihr klar: «Ich möchte aktiv in einer Community sein.» Heute sagt sie auch: «Ich will joyful sein, ich will die Leute um mich herum gern haben, auch wenn sie manchmal dumme Sachen sagen.»

Akademischer Aktivismus

Einen Tag, nachdem sie ihre Dissertation abgegeben hatte, begann ihr Job im Schauspielhaus. Für die Studienfächer, die sie besuchte, benötigt man einen halben Absatz: Publizistik, Kommunikationswissenschaften, Ethnologie, englische Literatur und Gender Studies im Master. Und so ist es nicht verwunderlich, was Yuvviki Dioh über ihre aktivistische Arbeit sagt: «Mein Aktivismus ist akademisch.»

Im Schauspielhaus merkt sie, dass sie damit an ihre Grenzen stösst. «In der Intendanz oder der Dramaturgie klappt das gut, aber in der Maske oder der Technik komme ich damit nicht weit», meint sie und lacht. Dabei ist die Diversitätsarbeit dort genau so wichtig. Es stellen sich zum Beispiel Fragen wie: Können alle Hauttöne geschminkt werden? Können Braids gemacht werden? Gibt es BHs für alle Brustgrössen? Gibt es einen Schwangerschaftsbauch nur in Beige?

Wenn es um Vielfalt geht, geht es meistens nicht um akademische Begriffe, sondern um den konkreten Alltag am Theater. Wie beim Besucherservice, den Yuvviki Dioh als «Gesicht des Theaters» beschreibt. Die Leute, die dort arbeiten, sind diejenigen, mit denen Besucher:innen als Erstes in Kontakt kommen: am Einlass, an der Bar, an der Garderobe.

Für alle Abteilungen gibt die 31-Jährige Workshops, heute für eben diese «Gesichter des Theaters». Treffpunkt ist ein Nebenraum vom Pfauen, 16 Personen sind gekommen, mit denen Yuvviki Dioh über den Vielfaltsprozess sprechen möchte. Sie erklärt Begrifflichkeiten, aber vor allem geht es um den
Joballtag; ein Thema sind mögliche Strategien bei Konflikten. Eine Mitarbeiterin, die schon viele Jahre beim Schauspielhaus arbeitet, benennt die beiden häufigsten: «die Masken und die Taschen». Die Runde nickt.

Diskussion über neue, diverse Ausrichtung von Theatern

Im Nebenraum hängt ein Plakat an der Wand: «Mein Jahr der Ruhe und Entspannung»; ein ehemaliges Theaterstück am Schauspielhaus. Das Jahr von Yuvviki Dioh ist alles andere als das. Kurz nach dem Workshop geht es los: Der Google Alert «Schauspielhaus Zürich» piept unaufhörlich. Auslöser ist ein Meinungsartikel eines Schauspielers – augenblicklich beginnt eine Diskussion über das Schauspielhaus und vor allem über die neue, diverse Ausrichtung von Theatern.

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Der Schauspieler Sebastian Rudolph schrieb in «Theater heute», er habe noch nie «eine solche Furcht davor erlebt, seine Meinung zu sagen oder auch nur zu denken, wie jetzt in den führenden, korrekt positionierten Kulturinstitutionen». Rudolph ist festes Mitglied am Schauspielhaus, und logischerweise klingt der Text, als würde er sich auf eben dieses Haus beziehen. Sogleich stimmen Kulturkritiker:innen – vor allem konservative – mit ein. Der Google Alert hat viel zu tun in den nächsten Sunden. Und damit auch Yuvviki Dioh.

Klarstellen, was klarzustellen ist

«Uff», sagt sie einige Tage nach Veröffentlichung des Meinungsartikels als Antwort auf die Frage, wie es ihr geht, und lässt sich auf eine gepolsterte Bank in der Kantine des Schiffbaus fallen. «Ich muss noch schnell meine Mails checken», sagt sie, bevor das Gespräch losgehen kann. Sie wartet auf die Bestätigung eines Interviews. Darin möchte sie gemeinsam mit Sebastian Rudolph klarstellen, was klarzustellen ist. Dass er nicht die Absicht hatte, diese Diskussion loszubrechen. Passiert ist es dennoch. Und Yuvviki Dioh steckt mittendrin in diesem Sturm.

Denn letztlich ist es auch sie, ist es ihre Position, um die es geht. Am Ende geht es schliesslich auch immer um Geld. Und es ist neu, dass Personen wie Dioh für ihre Arbeit bezahlt werden. Neu, dass sie Teil der Intendanz sind. Und neu, dass Anti-Diskriminierung institutionalisiert wird. Am Ende geht es also auch um ihren Job. Aber eben auch um sie als Person, mit all ihren Merkmalen. Ob sie manchmal daran denkt, hinzuschmeissen? «Auf keinen Fall», sagt sie. Im Gegenteil: «Jetzt erst recht.»

Darf Theater von allen für alle gemacht werden?

Sie hat auch eine Erklärung für das, was gerade passiert. Es geht um die Diskussion, ob und wie sich Theater verändern darf. Müssen Stücke immer im Original gezeigt werden oder dürfen sie angepasst werden? Stehen auf und hinter den Bühnen weiterhin vor allem weisse Personen und erzählen Geschichten? Oder darf Theater von allen für alle gemacht werden?

«Wir sind im Wandel, es ändert sich was im Theaterbetrieb. Und wenn sich etwas ändert, gibt es auch immer die, die wollen, dass alles bleibt, wie es ist», sagt Yuvviki Dioh. Sie meint damit zum Beispiel Menschen, die sich bisher angesprochen fühlen konnten vom Theater. Bürgerliche, gut ausgebildete Menschen. Menschen auch, die sich problemlos ein Theaterabo leisten können.

«Jetzt erst recht»

Während wir uns unterhalten, kommen Menschen aus dem Theaterbetrieb vorbei; Schauspieler:innen, Choreograf:innen. Die meisten kommen zu Yuvviki Dioh, fragen sie, wie es ihr geht, klopfen ihr ermutigend auf die Schulter. Das Schauspielhaus ist nicht nur Stadtgespräch, sondern auch im Theater das bestimmende Thema.

Bei den kurzen Gesprächen mit den Kolleg:innen switcht sie mühelos von Schweizerdeutsch zu Englisch und wieder zurück. Und zwischen den Zeilen ist immer ein «Jetzt erst recht» herauszuhören. Ein bisschen scheinen ihr der Wirbel und die Diskussionen sogar Freude zu machen.

«Um-sich-Schlagen von Privilegierten»

Das Interview, wegen dem sie immer wieder auf ihren Computer schaut, soll am nächsten Tag erscheinen. Sebastian Rudolph wird sich darin als missverstandene Person darstellen. Ja, er würde zwar das Gefühl haben, einiges nicht mehr sagen zu dürfen, meint er. «So ein alter Vogel wie ich, der vielleicht nicht mehr voll den Tanz macht, denkt dann: Wo bleibe ich? Das löst eben, wie gesagt, auch Ängste aus.»

Aber er ziele nicht explizit auf das Schauspielhaus Zürich. Im Gegenteil, auf die Arbeit dort habe er sich sehr gefreut und überhaupt sei er ein Fan von der Weiterentwicklung. «Freude am Neuen», so nennt er es im Interview.

«Was gerade passiert, ist ein Um-sich-Schlagen von Privilegierten», sagt Yuvviki Dioh zu den nun fast täglich erscheinenden Artikeln zur Causa. «Das ist Medienzirkus, eine Kampagne», sagt sie trocken. Mit einer ernsthaften Debatte hätte das alles nichts zu tun. Denn eine Qualitätsdebatte sei keine Diversitätsdebatte – das zu vermischen, sei problematisch.

Rückendeckung von Kolleg:innen und Besucher:innen

Die Qualitätsdebatte ist laut Yuvviki Dioh folgende: «Es gibt Leute, die sich nicht mehr abgeholt fühlen – aber nicht, weil sie spezifisch an den Diversitätsprozess denken. Sondern weil sie ein anderes Theater kennen als das, was hier am Haus gespielt wird.» Das sei ein anderer Diskurs. Da geht es um klassisches Theater versus modernes Theater. Bei Stücken wie «Ödipus» etwa, bei dem der Text nicht grundlegend verändert wurde – «da ist dann das Problem, dass die Figuren von zwei Frauen gespielt werden». Neben all der Kritik kommt aber auch viel Rückendeckung bei ihr an. Von Kolleg:innen sowieso, aber auch von Besucher:innen.

In dieser Zeit der Alerts ist ihr freier Freitag nicht frei, Yuvviki Dioh hat zu tun. Nach aussen und nach innen. Sie plant einen Publikumsgipfel, bei dem alle zusammenkommen sollen. Für Lob und Kritik. Auf der Website des Schauspielhauses erscheint ein Statement der Intendanz, darin heisst es: «Für uns ist der Kurs der weiteren Inklusion und Diversifizierung nicht verhandelbar». Und Yuvviki Dioh fügt im Gespräch hinzu: «Was wäre denn die abweichende Meinung zu Anti-Rassismus?»

«Du bist laut, du bist da»

Anfang Dezember dann wieder ein Alert-Pling auf dem Handy, dieses Mal aber einer der anderen Art: Yuvviki Dioh wird vom Stadtmagazin Tsüri.ch zur Tsürcher:in des Jahres 2022 gekürt. «Perfektes Timing», grinst sie. In der Laudatio steht: «Du bist laut, du bist da, und dafür kriegst du von uns den diesjährigen Award überreicht in der Hoffnung, dass du diese Stadt weiterhin prägen und bewegen wirst.» Aber ist Yuvviki Dioh wirklich laut? Sie antwortet: «Nein, bin ich eigentlich nicht. Aber dass ich spreche, wo viele schweigen, macht vielleicht diesen Eindruck.»

Beim Publikumsgipfel kommen dann alle zusammen, Kritiker:innen und Fans. Als Yuvviki Dioh die Bühne betritt, gibt es laute Jubel-Rufe. Wenn sie spricht, viel Applaus. Doch es melden sich auch Menschen, die sich beschweren, dass Theater nicht mehr so ist, wie sie es kennen. Auf dem Podium wird darüber gesprochen, dass Theater im besten Fall auch mal unbequem sein muss.

«Es sind neue Körper auf der Bühne» sagt Yuvviki Dioh, während sie in der Mitte zwischen zwei weissen Männern sitzt. Wieder erntet sie Applaus. Aber wie sieht es denn nun aus, dieses diverse Theater der Zukunft? Yuvviki Dioh lacht. Denn das wird sie so häufig gefragt. Ihre Antwort kommt zielsicher: «Das müssen wir alle zusammen entwickeln.»

Das Publikum hat an diesem Tag die Möglichkeit, mit einem digitalen Tool Fragen zu stellen oder Anmerkungen zu machen. Eine Nachricht einer Besucherin lautet: «Mama, schau, zwei Tänzerinnen sehen aus wie ich, sie haben krause Haare. Das erste Mal hat meine Tochter sich in jemandem auf der Bühne gesehen. Das war mein schönster Moment im Theater.»

Eine Ohrfeige rechtskonservativer Politik

Im Februar 2023 überschlägt sich der Google-Alert dann richtiggehend: Aus den Medien erfährt Yuvviki Dioh, dass die Verträge mit den beiden deutschen Intendanten des Schauspielhauses nicht verlängert werden. «Das hat mich total überrascht und ich konnte es lange nicht glauben», sagt sie. Die Entscheidung gegen die Intendanten versteht die Diversitätsagentin auch als Entscheidung gegen die Bemühungen für mehr Vielfalt. Sie beschreibt es als «Flättere vo rächts», also als eine Ohrfeige rechtskonservativer Politik.

Sorge um ihren Job macht sie sich aber nicht. Im Gegenteil. «Es ist umso wichtiger, dass wir Diversität jetzt in allen Bereichen verankern, sodass es keinen Weg mehr drumherum gibt», sagt sie. Die Institutionalisierung von Vielfalt sei nun noch wichtiger geworden, damit keine neue Intendanz die Fortschritte rückgängig machen kann. Ihr «Jetzt erst recht» klingt nun aber etwas müder. Etwas enttäuschter. «Die Entscheidung ist ein verwirrendes und auch besorgniserregendes Zeichen für Zürich», sagt sie. Denn was das Schauspielhaus versucht hat, ist letztlich nur die Umsetzung des Auftrags der Stadt.

«Angriffe auf Diversität werden nicht nur uns betreffen»

In der Vollversammlung nach der Veröffentlichung des Intendantenwechsels spürt Yuvviki Dioh viel Enttäuschung. «Unsere Bemühungen um Diversität werden von vielen als Experiment gelesen. Wir sind aber kein Experiment», sagt sie. Und sie sieht die Öffnung des Hauses nun nicht mehr nur am Zürcher Schauspielhaus bedroht. Sie beschreibt die Entscheidung in der aktuellen kulturpolitischen Stimmung als massiven Einschnitt für eine Institution, die sich für Diversität einsetzt – und sie ist sich sicher: «Angriffe auf Diversität werden nicht nur uns betreffen.»

Es handelt sich um ein politisches Zeichen, für das sich Yuvviki Dioh ein Gegenzeichen wünscht. Als Angestellte des Hauses kann sie keine eigene Aktion starten, aber sie hofft auf die Solidarität von anderen Menschen. Vor dem Schiffbau hängen mittlerweile Zettel mit handgeschriebenen Solidaritätsbekundungen drauf. Auf einem Zettel steht: «Gerechtigkeit ist unbequem!»

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