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Freundschaft, Fashion, Food: 21 Fragen an Sängerin Rachel Chinouriri

Literatur & Musik

Freundschaft, Fashion, Food: 21 Fragen an Sängerin Rachel Chinouriri

Rachel Chinouriri veröffentlichte soeben ihr Debütalbum «What A Devastating Turn of Events». Uns beantwortete die britische Musikerin 21 kunterbunte Fragen – von ihren Inspirationsquellen bis zum Lieblingsort.

Ein Buch, das Ihr Leben verändert hat?
Als Teenager las ich in der Schule die Jugendbuchreihe «Noughts and Crosses» von Malorie Blackman. Ich war die einzige schwarze Schülerin in einer ausschliesslich weissen Schule und das Buch gab mir das Gefühl, auf andere Art gesehen zu werden und half mir, mich nicht mehr so machtlos zu fühlen.

Etwas, das andere oft über Sie denken, aber absolut nicht stimmt?
Leute haben mir schon gesagt, dass ich sehr einschüchternd auf sie wirkte. Dabei habe ich einfach einen trockenen Humor und mein sehr straightes ‹London Underground Face› on default.

Ihr liebster Ort auf der Welt?
Im Moment ist es mein Zuhause. Langweilig, ich weiss, aber ich bin ein Homebody. Wenn ich meine Wohnung irgendwohin mitnehmen könnte, dann wäre es aber der englische Peak District, dort ist es so friedlich; einer meiner liebsten Orte, die ich je bereist habe.

Eine Sache, von der Sie zurzeit nicht genug bekommen können?
Eigentlich schon immer: Jaffa Cakes. Ich kann eine ganze Packung aufs Mal essen – tu ich eigentlich immer.

Ihr liebstes Modelabel?
Eine schwierige Frage, weil ich viel Vintage kaufe. Aber: Ich vergöttere alles, was aus der «Heaven»-Kollektion von Marc Jacobs kommt. Sie ist wortwörtlich … himmlisch.

Was tun Sie bei schlechter Laune?
Spazieren gehen, mich zu einem feinen Essen ausführen und barfuss im Park laufen. Das ist sehr therapeutisch. Ich geniesse es überhaupt sehr, Zeit mit mir selbst zu verbringen.

Etwas, worüber Sie kürzlich Ihre Meinung geändert haben?
Ich fürchte, dass ich das bisher nie wirklich getan habe, weil ich immer glaube, recht zu haben (lacht). Ich scherze! – Pilze fand ich immer furchtbar, aber dann zeigte mir mein Freund, wie ich sie trocknen kann und jetzt kann ich nicht genug davon kriegen.

Eine Sache, die Sie bereuen?
Zurückhaltung. Jedes Mal, wenn ich zögerte oder etwas vor mir hinschob und es dann endlich tat, dachte ich danach: «Damn, warum hab ich das nicht schon früher getan!» So eine Zeitverschwendung. Heute folge ich meinem Instinkt.

Das letzte Mal, als Sie Tränen lachten?
Ich lache oft über Dinge, die nicht wirklich witzig sind. Wenn jemand nur schon zu einem komödiantischen Zeitpunkt «Bloody Hell» sagt, werde ich zum Wasserwerk.

Die bestangezogene Person auf dem Planeten?
Zendaya. Queen.

Ein Beauty-Produkt, auf das Sie schwören?
Gummy Styling Wax als Augenbrauen-Gel. Das ist eigentlich für die Haare, aber es hält einfach alles den ganzen Tag an Ort und Stelle.

Was macht Sie rasend?
Mangel an Respekt gegenüber dem Besitz anderer Leute.

Eine Sache, die Sie gerne besser könnten?
Gitarre spielen – aber ich übe! Ich wäre auch gerne beweglicher und will eine Badass-Tänzerin werden.

Das letzte Mal, dass Sie sich inspiriert fühlten?
Ich fühle mich fast jeden Tag inspiriert. Du musst deinen Gedanken nur erlauben, gwundrig zu sein; den Leuten einfach beim Existieren zusehen, deine Umgebung beobachten, deinen Freund:innen zuhören.

Etwas, das Sie neulich über das Leben lernten?
Wie du über dich selber denkst, spiegelt sich in deinem Leben, ganz egal, wie gut du es versteckst. Ich datete aber Männer, die mich eindeutig hassten, bis ich realisierte, dass ich mich wortwörtlich selbst gehasst hatte. Seit ich an mir gearbeitet habe und meinen eigenen Wert erkenne, hat sich mein Leben völlig verändert.

Das schönste Land, das Sie je besucht haben?
Eindeutig Zimbabwe, meine Heimat.

Eine TV-Serie, die alle gesehen haben sollten?
«Traitors UK» ist TV-Gold. Ich habe lange keine Show mehr gesehen, die so gut ist.

Eine Sache, die Sie neulich zum ersten Mal gemacht haben?
Ich hab vor vielen Jahren zum ersten Mal Austern probiert und es neulich mal wieder versucht. Ich versteh den Reiz noch immer nicht, aber vielleicht kommt es ja noch.

Eine Charaktereigenschaft, die Ihre Freund:innen haben müssen?
Sie müssen ein Geheimnis wahren können. Bei Menschen, die dafür bekannt sind, zu tratschen und über alles und jede:n Bescheid zu wissen, läuten bei mir die Alarmglocken.

Ihr grösster Celebrity-Crush?
Als ich ein Kind war: Thierry Henry (ehemaliger Fussballspieler, Anm. d. Red.). Dann: Louis Theroux (Journalist, Anm. d. Red.)! So ein smarter Mann, so ein King … und lassen Sie mich nicht mit Morris Chestnut anfangen; er ist von Göttern gemacht.

Der beste Rat, den Sie je erhalten haben?
Dein Instinkt zeigt dir, was du bereuen wirst: alles, wobei du schon unsicher bist, wenn du es tust. Die Chance, dass du etwas bereust, das du aus purer Zuversicht tust, ist extrem klein.

Singer-Songwriterin Rachel Chinouriri (25) begeisterte mit ihrem frischen Zugang zum Indie-Rock bereits am legendären Glastonbury Festival und veröffentlichte am 3. Mai ihr Debütalbum «What A Devastating Turn of Events» beim Major-Label Warner. Am 18. August kommt die 25-jährige Britin für ein einziges Schweizer-Konzert ans Gurtenfestival.

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