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Bei «GNTM» gewinnt zum ersten Mal eine trans Frau

LGBTQIA+

Bei «GNTM» gewinnt zum ersten Mal eine trans Frau

Die Siegerin der diesjährigen Staffel «Germany's Next Topmodel» ist Alex Mariah Peter. Sie ist das erste trans Model, das sich den Titel holt.

Die diesjährige Siegerin von Heidi Klums Pro-Sieben-Sendung «Germany’s Next Topmodel» steht fest: die 23-jährige Alex Mariah Peter. Das 1.84 Meter grosse Model aus Köln schaffte es am Donnerstagabend, sich nach 16 Jahren «GNTM» als erstes trans Model den Titel zu holen. Zusammen mit Alex stand das Curvy Model Dascha Carriero vor der grossen Entscheidung und holte sich den zweiten Platz.

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Die 16. Staffel stand unter dem Motto Diversity. So waren von insgesamt vier Models drei im Finale, welche nicht den stereotypischen Modelvorstellungen entsprechen: Neben trans Model Alex und Curvy Model Dascha gilt Romina Palm mit ihren 1.68 Meter als sogenanntes Petite Model. Alex Mariah Peter gehörte von Anfang an zu den Favoritinnen.

Bei der Geburt wurde ihr das männliche Geschlecht zugewiesen – doch das Model mit südafrikanischen und koreanischen Wurzeln merkte bereits als Kind, dass sie anders war als die anderen Jungen. Wie Alex Mariah Peter im Interview mit RTL sagt, war es ein schleichender Prozess: «Ich habe angefangen, mir die Haare wachsen zu lassen, dann kam Lippenstift dazu, dann ein bisschen mehr Schminke, dann eine Bluse anstatt eines T-Shirts und dann ein Jupe anstatt einer Hose – bis ich dann irgendwann einfach ein Kleid getragen habe.»

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Sie befindet sich aktuell in geschlechtsangleichender Therapie – ein paar chirurgische Eingriffe und Hormonbehandlungen hat sie nach eigenen Angaben noch vor sich. «Ich glaube schon, dass es eine immense Last ist, die von einem abfällt, und dass eine Geschlechtsangleichung dazu beiträgt, sich wohler zu fühlen. Erst dann ist man angekommen», so Alex. Die Überwindung, sich bei ihren Eltern zu outen, sei gross gewesen, da beide eher konservativ sind. Jedoch hatten die beiden schnell Verständnis und unterstützen sie seitdem auf ihrem Weg.

Vor dem Finale hatten vor der Pro-Sieben-Zentrale Aktivistinnen gegen die Show demonstriert. Das Format transportiere ein verqueres Frauenbild und absurde Körpernormen, so die Organisatorinnen. Zudem werde der weibliche Körper sexualisiert und damit in der Sendung Profit gemacht.

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