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Schauspielerin Emilia Clarke: «Mir wurde schon mit 28 zu Fillern geraten»

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Schauspielerin Emilia Clarke: «Mir wurde schon mit 28 zu Fillern geraten»

  • Text: Marie Hettich
  • Bild: Alamy

In einem Interview mit «Elle» spricht «Game of Thrones»-Star Emilia Clarke über den immensen Druck, sich mit Fillern oder Botox behandeln zu lassen. Redaktorin Marie Hettich findet: Endlich kommt das Thema mal wieder auf den Tisch.

Hollywood-Schauspielerin Emilia Clarke ist 34 Jahre alt – und hat es bisher geschafft, auf Botox und Filler zu verzichten. Wer glaubt, dass sei nun wirklich keine besondere Leistung, täuscht sich leider: Denn mit ihren paar Fältchen im Gesicht ist die Britin im Showbiz eine Ausnahme. Selbst Frauen um die 50 oder 60 haben meist glattere Haut als sie.

Im kürzlich erschienenen Interview mit «Elle» erzählte Clarke, dass ihr schon mit 28 geraten wurde, sich dringend Filler spritzen zu lassen – damit sie «ihr Gesicht zurück habe». Die Schauspielerin schmiss die Person nach dem Spruch angeblich sofort raus – doch endgültig erledigt war das Thema für sie damit nicht.

«Muss ich das jetzt auch machen?»

Der Druck, etwas an sich machen zu lassen, sei unter Schauspielerinnen riesig, so Clarke. Regelmässig höre sie, dass sich wieder eine ihrer Berufskolleginnen die Fältchen aufspritzen liess – und jedes Mal frage sie sich dann kurz: «Heisst das, ich muss das jetzt auch machen?»

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Doch gerade als Schauspielerin seien Injektionen ja besonders absurd, so Emilia Clarke: «Ich arbeite in einer Branche, in der es essenziell ist, dass ich mein Gesicht bewegen kann. Ich muss doch ausdrucksstark sein», sagt die Schauspielerin, die auch für ihre ausdrucksstarken Augenbrauen bekannt ist. Und weiter: «Ein aufgespritztes Gesicht sieht nicht richtig aus – so merkwürdig glänzend. Seltsam einfach.»

Wenn sie mal 45 sei, und die Branche «mehr als maximal ein bisschen Botox» von ihr verlange, werde sie den Job hinschmeissen, kündigt Clarke an. Und fasst zusammen: «Ich finde es einfach nicht gut, dass es so normal geworden ist, dass alle etwas an sich machen lassen.»

Nirgendwo mehr Schönheitseingriffe als in der Schweiz

Es ist erstaunlich, wie selten heutzutage Sätze wie diese zu hören sind. Dabei prasseln seit Jahren immer mehr Bilder von aufgespritzten und operierten Gesichtern und Körpern auf uns herein. Auch jenseits von Hollywood – nirgendwo auf der Welt werden mehr Schönheitseingriffe vorgenommen als in der Schweiz. Und 85% dieser Kundschaft sind: Frauen.

Vor allem unter jungen Feministinnen scheint diese Entwicklung jedoch ein Tabuthema zu sein. Das vermeintliche Totschlag-Argument: It’s her choice – es geht niemanden etwas an ausser sie selbst. Das stimmt natürlich. Einerseits. Andererseits kommen wir doch nicht drumherum, einen kritischen Diskurs über das heutige Schönheitsideal zu führen – weil es ohne teure, schmerzhafte und oft auch risikoreiche Eingriffe kaum mehr zu erreichen ist.

 

Übrigens: Eine sehr sehenswerte SRF-Doku zum Thema Botox, Filler und Facelifts:

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