7 Schweizer Labels, die wir im Auge behalten sollten
Wir sind immer auf der Suche nach frischem Wind, der die Designszene aufmischt – gerade hier in der Schweiz. Diese Junglabels haben es uns angetan.
- Von: Alice Bayer
- Bilder: ZVG; Collage: annabelle
Matil Vanlint
Die junge Modedesignerin Matil Vanlint präsentierte kürzlich in Genf ihre Abschlusskollektion und wurde direkt mit zwei Preisen ausgezeichnet. Ihre Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie unsere Körper aussähen, wenn unsere Traumata nach aussen hin sichtbar wären. Um diese Vision konsequent umzusetzen, erlernte sie eigens die Kunst der Hutmacherei. Entstanden sind überzeichnete Formen und starke Looks, die Matil mit viel Präzision und Eigensinn umsetzt.
Muntagnard
Das junge Bündner Label Muntagnard zeigt Haltung: die Entwürfe sind reduziert, präzise und verzichten auf Überflüssiges. Jedes Teil entsteht mit Sorgfalt und Respekt vor dem Handwerk, das hinter der Produktion von Kleidungsstücken steckt. Verarbeitet werden biologisch abbaubare oder recycelte Fasern aus transparenten EU-Lieferketten sowie regionale Schweizer Wolle. Nachhaltige Materialien treffen auf zeitloses Design und beweisen, dass man Nachhaltigkeit kompromisslos umsetzen kann.
Passenger
Passenger by Flaka Jahaj ist ein kreatives Studio, in dem traditionelle Stricktechniken auf visionäres Design treffen. Die Designerin arbeitete bereits für führende Modehäuser wie JW Anderson, Rick Owens und Wolford und wurde 2014 mit dem Swiss Design Award ausgezeichnet. Ihre Kollektionen zeichnen sich durch klare Formen, raffinierte Handarbeit, leuchtende Farben und spielerische Modularität aus. Absolut zeitlos und eine perfekte Mischung aus Nostalgie und Zeitgeist.
Casa Vayu
Casa Vayu ist längst kein Geheimtipp mehr in der Schweizer Modewelt und doch darf das Zürcher Label in keiner Aufzählung fehlen. Es steht für handwerkliche Präzision, nachhaltige Materialien und zeitlose Designs, die sich bewusst jenseits saisonaler Trends bewegen. Jede Kollektion entsteht im hauseigenen Studio, wo Gründerin Anya Karolina Konzepte und Prototypen mit puristischer Sorgfalt entwickelt. Die Stücke sind modern, mühelos kombinierbar und feiern den Minimalismus.
Abri
Abri, gegründet in Basel von Morris Manser und Agnès Vadi, steht für ein bewusstes, kollaboratives Verständnis von Mode. Das Duo präsentiert ikonische Basics, die durch überraschende Schnittkonstruktion neu interpretiert werden. Die Stücke sind unisex, saisonlos und bewusst limitiert, um Überproduktion zu vermeiden. Jedes Teil entsteht aus ausgewählten, möglichst lokalen Materialien. Das Label schafft ebenso experimentelle wie tragbare Mode, die mit ihrer progressiven Ästhetik überzeugt.
Studio Remo
Weich, das ist das erste Wort, das einem bei Studio Remo in den Sinn kommt. Das von Sophie Fellay gegründete Label vereint Natur und Kreativität auf besondere Weise. Die Designerin hat ein feines Gespür für die Entwicklung von soften Textilien und einen achtsamen Umgang mit Ressourcen: Ihre limitierten Ready-to-Wear-Kollektionen bestehen ausschliesslich aus Naturfasern und werden lokal in der Schweiz handgefertigt. Entschleunigte Mode, die ihren eigenen Regeln folgt.
Sherylin Birth
Sherylin Birth ist eine Schmuckmarke aus Lausanne und Lugano, die handgefertigte Stücke in roher Ästhetik schafft. In ihren Ateliers entstehen Massanfertigungen und limitierte Kollektionen aus recycelten Materialien. Der Fokus des Labels liegt auf Nachhaltigkeit und Handwerkskunst. Sherylin zelebriert die Unvollkommenheit der Dinge. Aufgewachsen in der traditionsreichen Werkstatt ihrer Familie, schöpft sie aus diesem Erbe ihre eigene kreative Handschrift.