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Fashion

Fashion Weekly: Guess kopiert, Nike klagt und Kirsten Dunst zeigt ihr Rodarte-Baby

Barbara Loop
Barbara Loop

Chefredaktorin

In unserer Rubrik «Fashion Weekly» schaut unsere Lifestyle-Chefin Barbara Loop zurück auf die Mode-Woche – und versorgt euch mit Gossip, Trends und den wichtigsten News.

Kinder, Kinder, es ist Frühling! Letzte Woche haben wir gesehen, welche Blüten das treibt, auch in der Mode. Diese Woche sind es nicht nur Pflanzen, die keimen, nein, viel besser: Es sind Babies, die das Licht der Welt (bald) erblicken und dabei wirklich gut aussehen – oder für Ärger sorgen.

Family Affairs

Kirsten Dunst erwartet ihr zweites Kind. Verkündet hat sie die Neuigkeit mit einem Fotoshooting im «W-Magazine», dessen Cover sie an der Seite von Rashida Jones und Elle Fanning ziert. Regisseurin Sofia Coppola, die mit allen drei Schauspielerinnen schon gedreht hat, zeichnet für die Inszenierung verantwortlich. Und getragen hat Kirsten Dunst – wie schon bei der Bekanntmachung der Schwangerschaft vor drei Jahren mit Sohn Ennis – ein Kleid von Rodarte. Denn mit den Rodarte-Desigerinnen Kate und Laura Mulleavy verbindet Kirsten Dunst eine Beziehung, welche alle drei als «schwesterlich» beschreiben. Als Tanten werden sich die Rodarte-Schwestern richtig gut machen, schliesslich ziehen sie ihre Inspirationen auch schon mal aus Animes, Vampir- und Horrorfilmen.

Ein Kind, viele Eltern

Bottega Veneta hat ein neues Baby: Das vierteljährlich erscheinende Online-Magazin erblickte am 31.3. das Licht der Welt. «Issue 01» ist ein bombastisches Moodboard, eine brillante Collage aus Kunst, Mode, Fotografie und Videos. Zu lesen gibt es nichts, das digitale Magazin funktioniert wie eine lange Insta-Story. Mitgearbeitet haben nur die Besten ihres Fachs, u. a. Missy Elliot, die gefilmt von Fotograf  Tyrone Lebon, eine neue Version von «Boyz» singt, die Künstlerin Sue Webster oder auch die Schweizer Fotograf:innen Walter Pfeiffer und Senta Simond.

Im Januar hat Bottega Veneta den eigenen Instagram-Account gelöscht. Social Media stehe für eine Homogenisierung der Kultur und sei ein Ort, an dem eine feindliche Atmosphäre des Mobbings vorherrsche, erklärte Kreativdirektor Daniel Lee im Interview mit dem «Guardian». Nichtsdestotrotz verbreiteten sich die Bilder des «Issue 01» natürlich rasant auf Social Media – und bekamen, verdientermassen, nur Likes und Liebe.

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Ein Pakt mit dem Teufel

Satansbraten Lil Nas X sorgte diese Woche einmal mehr für Aufregung. Der US-amerikanische Rapper hat mit dem Song «Montero (Call Me by Your Name)» nicht nur ein Musikvideo veröffentlicht, das lehrt, wie man woke und korrekt zur Hölle geht. Er hat ausserdem eine auf 666 Paare limitierte Edition von Nike-Sneakers namens «Satan Shoes» herausgebracht, die nach Angaben des Künstlers menschliches Blut in den Sohlen enthält. Verschiedene Medien berichten, dass die Sneakers trotz des stolzen Preises von 1018 Dollar (ein Verweis auf den Bibelvers Lukas 10:18: «Ich sah den Satan wie ein Blitz vom Himmel fallen») innert Minuten ausverkauft waren. Lil Nas X lancierte die Kollektion mit MSCHF, einem jungen Unternehmen aus New York, das sich auf virale Hypes spezialisiert hat. Und das mit Erfolg. Konservative zeigen sich auf Twitter besorgt um das Seelenheil der Kinder. Und Nike reichte postwendend Klage ein. Man habe mit den «Satan Shoes» nichts zu tun und billige sie auch nicht, lässt Nike verlauten.

Ungewollte Zwillinge

Das Leben der Guess-Logo-Tasche war nicht von langer Dauer. Nur kurze Zeit nach der Lancierung zogen die Hersteller die Tasche diese Woche wieder aus dem Verkauf. Der Grund: ihre augenscheinliche Ähnlichkeit mit dem Hit-Bag des letzten Jahres, dem Shopping-Bag von Telfar, auch «Bushwick Birkin» genannt. Die Logo-Tasche des Brands, der ausdrücklich keine geschlechterspezifische Mode macht und im Besitz von People of Color ist, ist so preiswert wie begehrt. Und weil sie eigentlich ständig ausverkauft ist, feiern die Fans, die dennoch eine ergattern, den Kauf auf Instagram wie einen Lottogewinn. Nun sind Copycats ja keine Seltenheit in der Mode. In die Knie gezwungen hat den Handtaschen-Lizenznehmer von Guess denn auch nicht etwa das Gesetz oder Telfar-Kreativdirektor Telfar Clemens, sondern die Proteste auf Social Media. Fazit: Design lässt sich kopieren, nicht aber die Identifikation, die Menschen Brands gegenüber aufbauen, die marginalisiert vom Mode-Business ihre eigenen Wege gehen mussten.

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