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Designer Vladislav Alexander Stesevich Rüegger: Der Designer, der sich nicht zeigt

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Designer Vladislav Alexander Stesevich Rüegger: Der Designer, der sich nicht zeigt

Die Mode Suisse feiert ihre 20. Jubiläumsedition. Zum Auftakt am 30. August stellen wir euch drei Designerinnen und Designer der Stunde vor. Heute: Vladislav Alexander Stesevich Rüegger, der sich als Freidenkender und Künstler bezeichnet und ganz bewusst nicht der Öffentlichkeit zeigt.

Wer ist Vladislav Alexander Stasevich Rüegger (VASR) – als Person und als Designer?
Ich bin eine kritisch hinterfragende, objektiv betrachtende Persönlichkeit. Eine Adaption von west-östlicher Kultur – ein Freidenkender und Künstler.

Designer haben oft den Drang zur Selbstverwirklichung. Wie fest sind Ihre Entwürfe Ausdruck Ihrer selbst? 
Mein Ausdruck ist eine ständige Suche. Ich strebe ständig nach Neuem – nach immer neuen Anomalien. Diese niemals endliche Entwicklung ist die Grundlage meines Denkens.

Wer soll Ihre Designs tragen? 
Menschen mit Selbstbewusstsein und Charakter. Persönlichkeiten, die erzählen wollen und zu erzählen haben – ohne auf das Äussere reduziert zu werden. Darum zeige ich mich nicht. Ich will damit ein ein Zeichen setzen. Ich will zeigen, dass man trotz Maskierung kommunikativ sein kann – und einander zuhören sollte.

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«VASR» – so betiteln Sie Ihre erste Kollektion und Diplomkollektion. Diese Entwürfe erzählen Romane, wie Sie es formulieren. Was erzählen sie denn genau?
Sie erzählen von meinen Wurzeln. Hier sitze ich nun, in Balaclava bei meiner Familie auf der Krim, während ich meine Antworten für dieses Interview verfasse. Gestaltet und co-curated vom Grafiker Raphael Jérôme Schmitt erzählt meine Kollektion in Kombination mit Prints also meine Vergangenheit. Das Etikette der Kleider macht dies nochmals deutlich: Creating Future With Forgotten References. Made Out Of Past Emotions. Wear It Now!

Nicht nachhaltig zu sein, scheint als Designer:in heute keine Option mehr. Was ist Ihr Beitrag zu einer nachhaltigeren Welt?
Nachhaltigkeit darf kein Wert sein, den man sich als Extra verleiht. Nachhaltigkeit sollte in der Design-DNA jedes Schöpfers vorhanden sein. Diese Kollektion wurde aus Ladenhüter-Stoffen erstellt.

Was hat Corona mit Ihnen als Designerin gemacht?
Überleben ist in unserer DNA und Krisen bringen neue Möglichkeiten mit sich. Oft muss man abtauchen, ja fast schon versinken und Recherche betreiben für neue Ideen und persönliche Fortschritte. Danach ist man wieder bereit aufzutauchen und zu schwimmen.

Was ist Ihr Traum?
«VASR» soll sich aus dieser ersten Kollektion weiter entwickeln. «VASR» ist nicht nur eine Diplomkollektion, sondern beinhaltet Grafik-Design und soll sich ausweiten in Produkt-Design und Architektur. Ich bewege mich zwischen verschiedenen Metiers und sehe mich daher als Künstler.

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