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Gourmet-News: Was wir jetzt essen, trinken und geniessen

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Gourmet-News: Was wir jetzt essen, trinken und geniessen

  • Text: annabelle

Der Gourmetclub der annabelle testet für euch die neusten Produkte aus der Gourmetwelt: Was hat uns geschmeckt, welches Produkt hat uns begeistert und welchen Trend verstehen wir gar nicht? Evelyne Emmisberger, Sophie Eggenberger, Stephanie Hess und Kerstin Hasse verraten es euch.

Das sprudelnde Pop-Revival

Als erstes kam Hooch, dann Smirnoff Ice und Bacardi Breezer: Ende 1990er Jahre schwemmten verführerisch süsse Alcopops die Supermarkt-Regale, die jungen Menschen den Einstieg in den Alkoholkonsum etwas zu einfach machten und deren Verfügbarkeit über Jahre in Medien und Politik diskutiert wurde. Nachdem die hochprozentigen Alk-Limos für ein, zwei Jahrzehnte aus dem Blickfeld verschwunden waren, erleben sie nun hierzulande wieder ein Revival – mit neuem Namen, neuem Look und modifiziertem Inhalt: Die sogenannten Hard Seltzer sprudeln, sie kommen meist in einer instagrammable Dose statt der Flasche und in dieser steckt weniger Alkohol als früher, noch etwa so viel wie in einer Stange Bier. Einer der neuen Anbieter auf dem Markt ist White Claw, deren Sprudel es etwa in den Geschmäckern Mango, Black Cherry, Natural Lime gibt. Limomässig lecker sind diese wie ihre Vorgänger, dank der Kohlensäure auch etwas aufregender. Dass sie Alkohol enthalten, lässt aber – wie schon bei den Alcopops – weder der Geschmack noch das Design der Dose sofort erahnen. Darum: massvoll sprudeln.

330ml, ca. 3 Fr., etwa bei Spar oder Coop

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Hoch hinaus

Exklusive Kochkurse auf 2203 Metern im Unterengadin: In der Alphütte «Chasa da Fö» verrät Küchenchef Thomas Hayungs vom Fünfsternehotel Paradies in Ftan seine Kochgeheimnisse. Maximal 15 Teilnehmende pro Kurs schnippeln Gemüse und kochen auf dem alten Holzherd aus dem Jahre 1910 erlesende Gaumenfreuden – und das alles im ehemaligen Schweinestall. «Wir verwenden ausschliesslich regionale Produkte», sagt Hayungs, so zum Beispiel Fleisch der Metzgerei Hatecke in Scuol, Gemüse vom Biohof Tanter Dossa oder Wachteleier aus S-Chanf. Gegessen und genossen wird natürlich auch – am grossen Holztisch, auf dem schon Generationen von Ftaner Familien ihre Namen hineingeschnitzt haben.

Kursdaten: 13. und 28. August 2021, 18 Uhr bis ca. 22.30 Uhr. Kosten: 350 Fr./Person, inklusive Speisen, Getränke, Bergbahnfahrt und Rücktransfer bis Ftan Dorf. Infos und Anmeldung hier

Swissnessen

Eine Zierde für jeden Coffeetable: «Alltagsküche Schweiz» zeigt ein Stück Kultur, nämlich was auf helvetischen Tellern landet. Ein Buch über Zeitgeist und Älplermagronen mit rund achtzig Rezepten – eingeteilt in die Kapitel Traditionelles, Klassisches, exotisches, Schweizerisch-Italienisches, Neumodisches und Geselliges. Die schöne Gestaltung zum Beispiel unserer liebsten Gewürze, Beilagen oder Fertigdesserts, einige wissenschaftliche Texte zum Thema und nicht zuletzt eine grosszügige Prise Humor sorgen für das Extra, das dieses Buch von konventionellen Kochbüchern unterscheidet. Köstlich.

Pia Fischer, David Jäggi, Anna Marchini Camia: Alltagsküche Schweiz. Ein Esskulturbuch. Print Matters! Publishing, Zürich, November 2020, 238 Seiten, 34 Fr.

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Sprudelnde Sache

Zwei junge Männer, ein Chef und ein Politologe, haben sich von ihrer Liebe für Apfelschaumweine auf die Suche nach dem besten Cidre, Cider, Pét Nat und Schaumwein gemacht, die die Schweiz so zu bieten hat. Die Entdeckungen teilen Gian Crameri und Tim Holleman mit der ganzen Schweiz: Alle zwei Monate bieten sie vier neue Sprudelprodukte aus einer ausgesuchten Schweizer Region an. Dazu gibts passende Rezepte und Geschichten über die Produkte und deren Produzenten. Immer für 69 Franken (inklusive gratis Lieferung in der Stadt Luzern). Im dazugehörigen Onlineshop kann man auch einzelne Produkte kaufen, für den Fall, dass man sich beim Sprudelabo in ein Produkt verliebt. Holleman hat der annacrew höchstpersönlich eine kleine Auswahl in den Viaduktbogen gebracht und uns den Unterschied zwischen den verschiedenen Gärarten und Abfüllmethoden erklärt. Unser Favorit: La Péptite, ein Apfelschaumwein aus dem Wallis.

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Trinkende Rebellen

Wer es lieber zwischendurch mal alkoholfrei mag, ist beim Zürcher Start-up Rebels 0.0% richtig. Die Rebellen plädieren nämlich für «Freeing the Spirit of Spirits» – sie sind nicht Anti-Alkohol, sondern pro soziales Trinken, auch mal ohne Alkohol. Dafür haben die beiden Jungunternehmer Janick Planzer und Christof Tremp drei absolut alkoholfreie Alternativen kreiert: einen Gin, der aus Wacholder und Kräutern destilliert wurde, einen Rum aus Zuckerrohr-Melasse und Eichenrinde sowie einen Aperitif aus Wermutkraut und roten Trauben. Wie sie schmecken? Erstaunlich gut! Vor allem als Mix in Mocktails mit etwas Eis. Die drei Rebels 0.0% werden in der Schweiz aus Bio-Botanicals und ohne Zuckerzusätze hergestellt, verkauft werden sie in stylishen Flaschen, die den Vergleich mit ihren hochprozentigen Kolleginnen nicht zu scheuen brauchen.

500 ml 34.90 Fr. bei rebels00.com

Scharfe Sööseli

Sollte der Sommer wiederkommen, heisst das: Endlich wieder ein Rauchzeichen vom Grill – da kommen die Chilisaucen der Zollikoner Manufaktur Hot + High genau richtig. Dezente Schärfe, die einem nicht den Atem nimmt und die Aromen des Grillguts ergänzen, aber nicht übertönen: Die drei Sorten Classic mit Paprika und Datteln, Mango und Berry passen zu Fleisch, Gemüse, Fisch, Käse und sorgen auch in Dips oder Drinks für mehr Geschmack. Die Saucen sind vegan, glutenfrei und ohne künstliche Zusatzstoffe oder Geschmacksverstärker hergestellt.

230 ml 15 Fr. bei hotandhigh.ch

Bitter und lecker

Wir sind eher kritisch, was aromatisierte Champagner oder Biere angeht. Vor allem, wenn Firmen versuchen, mit floralem Design und künstlichen Fruchtnoten Frauen für ihr Getränk zu gewinnen. Beides ist nicht der Fall bei Garden Spritz von Chandon. Der Chandon Brut wird mit einem Orangenbitterlikör verfeinert, einer «geheimen Rezeptur aus natürlichem Orangenschalenextrakt, Kräutern und Gewürzen».​ Auch diesen Tropfen haben wir in unserem annabelle Headquarter gemeinsam getestet. Während Redaktorin Stephanie Hess den sprudeligen Aperitif fast zu bitter fand, gefiel der stellvertretenden Chefredaktorin Kerstin Hasse genau, dass er eben nicht zu süss war. Ein idealer Sommerdrink – jetzt muss bloss der Sommer noch mitmachen.

ab 24.90 Franken bei Flaschenpost

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