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Kinofeeling für zu Hause: Wir haben den portablen Beamer von XGIMI getestet

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Kinofeeling für zu Hause: Wir haben den portablen Beamer von XGIMI getestet

Lohnt sich die Anschaffung eines portablen Beamers? Ja, findet unsere Autorin. Vor allem, wenn der Beamer den klassischen Fernseher ersetzt.

Wie hätten wir zwei Jahre Pandemie ohne Streamingdienste überlebt? Ich weiss es nicht. Ich habe zwischendurch beinahe den Überblick verloren über all die Abos, die über meine Kreditkarte abgebucht wurden: Von Sky und Netflix bis hin zu Amazon und Apple Plus, ein bisschen was von allem war dabei. Irgendwas musste man ja tun mit der ganzen Zeit.

In der Pandemie wurde ich auch das erste Mal auf portable Beamer aufmerksam. So ein kleines Heimkino zu Hause einrichten, das klang plötzlich sehr verlockend. Eine gute Freundin inspirierte mich. Also liess ich mich zu einem Test hinreissen. Das Modell: der Halo Plus von XGIMI, Kostenpunkt 917 Franken. Das ist viel Geld. Davon kann man sich einige Streaming-Abos kaufen. Und einen Fernseher noch dazu. Meine Erwartungen sind also entsprechend hoch.

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Mehr als eine Projektionsbox

Wenn ich früher an Beamer dachte, dann fielen mir die wackeligen, sperrigen Geräte ein, die in der Schule im Einsatz waren, an Powerpoint-Präsentationen mit Gelbstich und Kabelschlachten – fehlte nicht immer irgendein Kabel für irgendeinen Anschluss? Doch das Beamer-Game hat sich in den letzten Jahren ordentlich verändert. Die neuen Beamer kommen in Form von kleinen, dezenten Boxen daher, sie sind leicht und haben nichts mehr zu tun mit den hässlichen Raumschiffen, die an Decken von unseren Klassenzimmern baumelten.

Der Xgimi Halo Plus wiegt nur 1.6 kg, ist 17 cm hoch und 14 cm breit. Die Installation ist kinderleicht, man braucht nur ein Kabel und einen Google-Account – und schon taucht man in die Android-Welt ein. Ich bin Apple-Nutzerin, doch mein ganzes Home-Entertainment ist an Google angeschlossen, samt TV und Smart Assistant. Den Beamer in dieses System anzuschliessen, war also kein Problem.

Er ist auch mehr als ein klassisches Projektionsobjekt: Er vereint alles, was heute auch ein Fernseher kann. Zahlreiche Apps, die man braucht, können mühelos installiert werden: Zattoo, ProSieben, Sky, Prime. Kleiner Nachteil: Die Netflix-App funktioniert nicht. Heisst aber nicht, dass man auf «Bridgerton» und Co. verzichten muss: Mit einem kleinen Workaround (mehr dazu in der Infobox) kann man die Kodi Edition von Netflix installieren.

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In den kommenden Wochen testete ich den Beamer an verschiedenen Wänden in meiner Wohnung – dafür musste halt das ein oder andere Bild abgehängt oder ein Spiegel verrückt werden. Meine Lieblingslocation war schnell ausgemacht: Die Wand am Fussende meines Betts. Denn was gibt es Schöneres, als einfach im Bett herumzulungern und Filme zu schauen? Gerade an einem grauen, verregneten Züri-Wintertag ist das ein fantastisches Programm.

Die Ausrichtung auf die Wand ist einfach, der Beamer erkennt den idealen Bildausschnitt und passt die Ausrichtung an. Er muss nicht mal direkt auf die Wand gerichtet sein – Stichwort Trapezkorrektur. Wenn man nicht ganz zufrieden ist, kann man manuell nachjustieren. Die Bildqualität hat mich wirklich beeindruckt: Full HD, gestochen scharf und satte Farben.

Gewöhnen musste ich mich an die Tatsache, dass – wenn der Beamer entsprechend positioniert war, zum Beispiel neben mir auf meinem Nachttisch – der Sound mir regelrecht ins Ohr dröhnte. Mit einem Bluetooth-Speaker lässt sich das aber einfach lösen – was auch die Tonqualität um einiges steigert.

Begleiter für unterwegs

Die Aufregung und Euphorie am Anfang war gross – und sie hält an. Es gibt fast keinen Abend zu Hause, an welchem ich mir nicht «Bridgerton» oder «Friends» an die Wand haue. Ich freue mich auch auf Kinoerlebnisse unter freiem Himmel – gerade weil der Beamer so leicht und handlich ist, ist er ein idealer Begleiter für unterwegs. Man kann das Gerät bis zu zwei Stunden ohne Kabelanschluss nutzen oder gar acht Stunden Musik damit hören. Lieblingsfilme können ausserdem abgespeichert und ohne Internetanschluss übertragen werden – das finde ich besonders für Openair-Kinoerlebnisse im Sommer ein tolles Feature.

Wer Freude an Filmen hat und wie ich über viele Streaming-Dienst-Abos verfügt, wird sich mit dem Xgimi Halo Plus – oder der etwas günstigeren Variante Xgimi Halo oder Xgimi Mogo – austoben können. Einen Film an eine richtig grosse Wand zu beamen, ist definitiv ein anderes Erlebnis, als in einen Fernseher oder in einen Laptop zu starren – ersetzt den Fernseher aber auch nur, wenn es dunkel ist. Ob ich den Beamer in die Ferien mitnehme, bezweifle ich. Höchstens ins Ferienhaus ins Tessin. Für zuhause also unverzichtbar, die Ferien geniesse ich aber so oder so gerne ohne jeglichen Streaming-Dienst.

 

– Xgimi Portabler Beamer Halo (Plus), Full HD, 800 lm, Akku, Android OS, 3D, LED, 30 dB, ab 750 Franken

Um Netflix zu schauen, folgende Steps befolgen:

1.     Beim Google Play Story die App «Desktop Manager» herunterladen

2.     Im «Desktop Manager» die Netflix Kodi Edition App herunterladen

3.     Anmelden und streamen

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