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Neumond in der Jungfrau am 11. September 2026: Verdauen, loslassen, detoxen

Neumond in der Jungfrau am 11. September 2026: Verdauen, loslassen, detoxen

Der Neumond am 11. September 2026 lädt uns in Jungfrau-Manier dazu ein, den Umbruch im Inneren stattfinden zu lassen, schreibt unsere Astro-Fee Alexandra Kruse. Was jetzt sonst noch wichtig ist.

Okay, seien wir ehrlich: Der Eclipse-Hangover ist real und die Tage vor diesem Neumond waren noch mal so richtig nasty. Kurze Zündschnur, das Gefühl, dass irgendwo im System was so richtig und mit Ansage klemmt. Dann dieser leise Drang, um Mitternacht noch den Kühlschrank auszumisten und das Ablaufdatum des selbstverständlich laktosefreien Joghurt zu checken.

Das Universum meinte es richtig gut und hat direkt am Montagabend meine Kaffeemaschine explodieren lassen (finally no more Coffee for Mama!). Zum Glück wurde niemand verletzt, die Küche musste danach allerdings einer dringend nötigen Tiefenreinigung unterzogen werden, die eher einer Generalsanierung nah kam.

Heilung durch Ordnung

Ein echter Stresstest, zumal ich doch bis eben gerade noch in einer Kur am wundersamen Wörthersee weilte – in bester Gesellschaft echter Hollywoodstars, den Geschwistern von Staatsoberhäuptern mittelgrosser Länder, Grossindustriellen, Topmodels und ordentlichen Unternehmer:innen.

Das Vivamayr-Resort ist eine Art Schatzkammer, zu betreten nur im Bademantel (oder eben in einem Seidenkleid mit nichts drunter, Profi-Tipp aus L.A.) und bringt vermutlich mehr Heilung in die Welt, als wir mit unseren Langstreckenflügen CO2 in die Atmosphäre pusten.

Warum? Weil hier das Grundprinzip der Jungfrau umgesetzt wird – Jungfrau ist nun mal die Hüterin unseres Verdauungssystems und wir alle wissen, was es mit dem zweiten Gehirn auf sich hat.

Keine Sorge, mein detailliertes Detox-Tagebuch erspare ich uns. Nur so viel: der Wörthersee ist wie eine sanfte Umarmung, hat noch genug Platz für ein paar heilende Tränen und Darmspülungen sind wirklich nicht schlimm, wenn sei von liebenden Händen gemacht werden.

Das Basic-Teaching der Jungfrau ist «Heilung durch Ordnung» und wie hat es meine liebe Freundin Isabelle neulich so gut formuliert: «Verzicht zu lernen ist eine Form des Erwachsenwerdens.»

Recht hat sie. Und Demut gegenüber seinem Körper, seinen Fähigkeiten und der Überlegung, das alles, was wir zu uns nehmen, ein Teil von uns wird – und vermutlich niemand eine Aludose Cola sein möchte – macht Sinn.

Cleangirl-Ära

Die Jungfrau in uns hasst nichts mehr als lose Enden und Probleme, für die es keine Lösung zu geben zu scheint. Verdauen, loslassen, detoxen. Kopf, Bauch, Kalender. Alles. Die #cleangirl-Ära ist hiermit offiziell eröffnet.

Wichtig dabei: anzuerkennen, was dieses Jahr schon alles gelingen und wachsen durfte. Die letzten Tage waren wirklich viel, Venus wechselte in den Skorpion (wo sie auch noch rückläufig wird, herrje), Merkur in die Waage, und Uranus wird rückläufig im Zwilling.

Ein kribbeliger Strudel, der uns sanft, aber bestimmt auffordert, kurz stillzuhalten, tief nach innen zu hören und das wahrzunehmen, was unter der Oberfläche schon länger brodelt.

Rückläufiger Uranus heisst: Der Umbruch findet im Inneren statt – gemäss der Sonne in der Jungfrau also in unseren Gedärmen (ich sage ja: Darmspülung!). Überzeugungen fühlen sich plötzlich anders an. Was vor einem Jahr noch klar «das bin ich» war, passt jetzt einfach nicht mehr. Manche Türen schliessen sich nur, weil die Seele längst auf dem Weg zu einer anderen ist.

Und beim Pilates war ich gerade gestern mit den schönsten Frauen der Stadt, ich habe Fragen und Muskelkater. Ist es nicht völlig verrückt, wie wir uns selber die ganze Zeit bewerten, verurteilen, micromanagen und kritisieren? Auch das: very Virgo!

Kosmische Einladung

Jedenfalls: Am 11. September treffen sich Sonne und Mond exakt im 19. Grad der Jungfrau. Mit diesem Neumond endet also der alte, 29 Tage lange Sonne-Mond-Zyklus und ein neuer beginnt: Die Jungfrau ist das Zeichen der inneren Integration von Körper, Geist und Psyche.

Und weil bei jedem Neumond Sonne (unser Bewusstes) und Mond (unser Unbewusstes) zusammenkommen, ist genau das gerade unser Auftrag: Innen und Aussen wieder in ein System bringen, das tatsächlich funktioniert. Und sich im Idealfall noch in schwarzen Leggings aus der Plank in den heraufschauenden Hund bewegen kann, ohne dabei umzufallen.

Abgesehen davon, dass das Datum weltweit nachhallt: dieser 11. September ist auch eine Welt 25 Jahre nach 9/11. Kollektiv trägt dieser Tag bis heute Trauer, Erschütterung, aber auch Erneuerung in sich.

Dass ausgerechnet an diesem Tag die Jungfrau-Energie um Heilung, Ehrlichkeit und Integration bittet, fühlt sich fast wie eine leise kosmische Einladung an, nicht zu vergessen und behutsam zu verarbeiten, was auch nach einem Vierteljahrhundert noch nachwirkt – kollektiv wie persönlich.

Und eine Erinnerung daran, wie schnell die Zeit seitdem rennt. Und wie wertvoll jeder Tag Leben ist.

Heilungspotenzial

Dieser Neumond hat richtig viel Heilungspotenzial – vorausgesetzt natürlich, wir sind bereit, ehrlich zu uns selber zu sein, unsere Fähigkeiten realistisch einzuschätzen und uns einer gewissen Disziplin zu unterziehen.

Ja, Disziplin, das Wort, bei dem die Jungfrau leise anfängt zu schnurren und der Rest von uns kurz zusammenzuckt. Zum Glück bekommen wir ein bisschen himmlischen Rückenwind: Unser Motivationsplanet Mars im fürsorglichen Krebs steht gut zu diesem Neumond und hilft uns, liebevoll und bestimmt zu handeln. Wie ein sexy Girlfriend, die uns liebevoll den Kalender aus der Hand nimmt und sagt: «So geht das nicht weiter, Baby.» Oder nachts die Küche komplett auseinandernimmt und mit einer Teebar versieht, weil es jetzt eben keinen Kaffee mehr gibt.

Apropos Relation: die Venus in Skorpion steht ganz genau gegenüber vom Chiron im Stier und im Quadrat zu Pluto im Wassermann. Übersetzt heisst das: Unsere tiefsten Sehnsüchte und Triebe befinden sich im Keller des Berghains und können uns gerade ziemlich schnell in ungesunde Muster ziehen, Doomscrolling, Ex-Textnachrichten um 1 Uhr nachts und dieses eine Glas Wein zu viel, aus dem dann drei werden – das sind hier noch die harmlosesten Varianten.

Unsere Aufgabe ist nicht, die Leidenschaft wegzudetoxen, sondern zu erkennen, wann sie uns schadet – und dann bewusst einen anderen Weg zu wählen. Merkur, der gut gelaunte Chef dieses Neumonds (weil Herrscher der Jungfrau), sitzt frisch in der Waage und spricht: Nicht jeder Gedanke, der uns gerade überzeugend erscheint, ist es auch wert, geglaubt zu werden.

Besonders achtsam dürfen wir sein, wie sehr wir uns gerade von aussen beeinflussen lassen – von anderen Menschen, von Social Media, vom News-Feed um 3 Uhr nachts. Glauben wir nicht alles, was uns die For You Page erzählt.

Zeit für Grounding

Der Neumond birgt auch eine Herausforderung: Wir müssen wachsam bleiben, dass aus der Jungfrau-Saison keine Perfektionismus-Spirale wird. Viele von uns spüren die Nachwehen der Finsternis-Saison auch körperlich: Kopfdruck, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Schwindel, dieses unruhige «Irgendwas stimmt nicht»-Gefühl, das Kaffeemaschinen explodieren lässt.

Weil wir uns der Equinox nähern (am 23. September) und ausserdem auf eine ganze Rückläufigkeitssaison zu steuern (Saturn, Uranus, Pluto, Neptun und Chiron sind schon rückläufig, im Oktober kommen noch Merkur und Venus dazu), dürfte die geomagnetische Aktivität nochmal zulegen. Das Resultat: mehr High-Energy-Days.

Das beste Gegenmittel dagegen ist herrlich unkompliziert und ganz einfach Grounding. Barfuss über den Boden laufen, die Hände an einen Baumstamm legen. Grounding bringt uns zurück in Balance und die Jungfrau ist und bleibt ein Erdzeichen. Es geht jetzt und die nächsten Wochen darum, genau hinzuschauen, wo und wie wir uns selbst verbogen haben, nur um zu funktionieren.

Der Song zu dieser Mondphase:

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Die To-dos von diesem Jungfrau-Neumond:

1.

1.

Eine ehrliche Inventur machen

Und zwar überall: Körper, Alltag, Beziehungen. Aber bitte ganz ohne elende Selbstkritik, einfach nur Bestandsaufnahme von dem, was ist. So neutral wie möglich.

2.

2.

Eine ungesunde Schleife erkennen.

Venus, Chiron und Pluto lassen herzlich grüssen. Und einen kleinen anderen Weg einschlagen, statt gleich alles umzukrempeln. Schritt für Schritt neue Samen pflanzen und neue Routinen etablieren.

3.

3.

Achtsam sein.

Vor dem nächsten Doomscroll-Loop einmal kurz checken: Ist das wirklich mein Gedanke oder ein Merkur-Neptun-Rauschen von aussen?

4.

4.

Dem Darm was Gutes tun.

Die Jungfrau regiert bekanntlich das Verdauungssystem, und dieser Neumond ist wie gemacht für eine sanfte Darmkur: Ballaststoffe, Fermentiertes, Basenpulver, ein Verdauungstee. Ah, und einen Vorsorgetermin vereinbaren. Sternzeichen: Jahreskontrolle!

5.

5.

Einen Kartoffel-Tag einlegen.

Einen Tag nur Kartoffeln essen: gedämpft, gebacken, als Suppe, achtsam und langsam. Klingt unspektakulär, ist aber die ultimative Jungfrau-Detox-Übung. Simpel, erdend, basisch und ganz ohne Chichi. Der Darm resettet – und der Kopf gleich mit.

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