Make-up

Make-up: So finden Sie die ideale Foundation für Ihren Teint

Text: Ursula Borer; Foto: Unsplash

Aus gutem Grund
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Aus gutem Grund
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Dior Forever Skin Glow Foundation, 30 ml, ca. 73 Fr., von DIOR sorgt für ein strahlendes Finish. 31 Nuancen

Double Wear Stay-in-Place SPF 10, 30 ml, ca. 60 Fr., von ESTÉE LAUDER überzeugt durch Halt und Komfort. 35 Nuancen

Ultra Le Teint Velvet SPF 15, 30 ml, ca. 66 Fr., von CHANEL mildert grosse Poren. 6 Nuancen

Total Control Drop Foundation, 13 ml, ca. 23 Fr., von NYX lässt sich dank Pipette gut dosieren. 24 Nuancen

Stay Naked Weightless Liquid Foundation, 30 ml, ca. 20 Fr., von URBAN DECAY hält bis zu 24 Stunden. 50 Nuancen

Foundations verhelfen einem mit wenigen Handgriffen zu einem ebenmässigeren Teint. Wir erzählen die Geschichte hinter diesen essenziellen Basisprodukten und erklären, worauf man bei der Auswahl des Make-ups achten muss.

Alles für den edlen, blassen Teint

Man nennt Foundation auch Fond de teint, Make-up, Grundierung oder Base. Sie ist das Fundament für die dekorative Kosmetik und soll wie eine Leinwand funktionieren. Dennoch scheiden sich an ihr die Geister. Vielleicht, weil Foundations lange Zeit viel zu maskenhaft wirkten, die Poren verstopften und als schädlich galten. Nicht ganz unbegründet, wenn man in der Zeit ein wenig zurückschaut. Schon im Mittelalter strebten die Menschen nach einem edlen, blassen Teint. Dafür wurde bis weit ins 19. Jahrhundert hinein toxisches Bleiweiss verwendet, das nicht selten schmerzhafte Abszesse hervorrief und im schlechtesten Fall den Tod durch Vergiftung zur Folge hatte. Erst 1873 entwickelte der Berliner Bariton Ludwig Leichner die erste bleifreie Bühnenschminke. Als eigentlicher Vater des Make-ups gilt aber Max Factor. Der Russe, der eigentlich Maksymilian Faktorowicz hiess, emigrierte 1904 in die USA und machte sich in Hollywood schnell einen Namen als Maskenbildner,Perückenmacher und Erfinder, er verwandelte Schauspielerinnen wie Greta Garbo, Gloria Swanson und Joan Crawford mit seinen glamourösen Looks in echte Film-Diven. 1918 brachte er unter dem Namen Make-up eine Reihe Kosmetika auf den Markt – seither hat sich der Name etabliert. Danach machten sich Beauty-Pionierinnen wie Helena Rubinstein, Elizabeth Arden und später Estée Lauder mit immer neuen Formulierungen auf die Suche nach dem perfekten Teint. Waren Foundations früher dick wie reichhaltige Crème, wurden die Texturen immer leichter. Die neuen Grundierungen können denn auch weit mehr, als Unebenheiten, Rötungen und Pickel zu kaschieren. Sie lassen die Haut atmen, sind angereichert mit pflegenden Inhaltstoffen und wirken gleichzeitig wie ein Schutzmantel vor schädlichen Umwelteinflüssen.

 

Den idealen Fond de Teint finden

Das richtige Make-up für sich zu finden, ist nicht so einfach, braucht ein wenig Zeit und gute Beratung. Grundsätzlich gilt: Bei trockener Haut eignet sich ein Produkt auf Wasser- oder Öl-Basis, auf Puder sollte man verzichten. Für fettige und unreine Haut greift man zu einer mattierenden Grundierung auf Mineral-Basis oder zu Puder- Foundations. Die neuesten Errungenschaften sind Foundation- Sticks und Cushions. Sie sind ideal für unterwegs, da sie in jede Handtasche passen. Wer es gern reichhaltig hat, wählt ein Mousse-/Crème-Make-up. Mit einem neuen natürlichen Look etablierten sich die leichteren BB-Creams, die den Effekt einer getönten Tagescrème haben. Bei Foundations kann man zwischen leichter, mittlerer und starker Deckkraft wählen. Mittlerweile bieten die meisten Hersteller bis zu sechzig Schattierungen an. Trotzdem ist es nicht einfach, seinen Hautton zu treffen. Am besten wählt man drei Nuancen aus und trägt sie auf der unteren Wange am Kinnknochen auf. Man sollte das Resultat immer bei Tageslicht betrachten und sich bei Unsicherheiten Muster geben lassen, denn eine falsche Foundation landet zwangsläufig in der Tonne und sorgt für unnötigen Frust. Ein neuer Trend ist es, Foundations zu mischen, um ein massgeschneidertes Ergebnis zu erreichen. Das macht besonders Sinn, wenn sich der Hautton mit den Jahreszeiten verändert.

 

Make-up nur da, wo nötig

Ebenfalls im Trend ist Foundation Mapping. Das bedeutet, dass man das Make-up nur dort aufträgt, wo man es auch braucht, anstatt es auf dem gesamten Gesicht zu verteilen: auf geröteten Stellen, vergrösserten Poren, Unebenheiten und Unreinheiten. So entsteht ein natürlicher Look, zudem kann man das Produkt länger nutzen. Hört sich einfach an – wer allerdings den falschen Ton wählt oder die Grundierung nicht gut genug verblendet, hat unschöne Flecken im Gesicht.

 

Tipps & Tricks zur Anwendung

  1. Make-up immer nur auf gut gereinigte Haut auftragen. Man sollte regelmässig ein Peeling verwenden, um abgestorbene Hautschüppchen zu entfernen.
  2. Für ein ebenmässigeres Ergebnis Primer verwenden, den man direkt aufträgt oder mit der Tagescrème vermischt.
  3. Flüssig-Foundation und Mousse-/Crème-Make-up auf den Handrücken geben und dann mit den Fingern, dem Pinsel, Schwamm, Beautyblender oder Magic Tip auftragen und gut verblenden.
  4. Beim Concealer und bei Highlightern sind sich auch die Profis uneins: Man kann sie vor oder nach der Grundierung auftragen.
  5. Nicht zu viel auftragen, sonst wirkt die Base maskenhaft. Lieber mit mehreren Schichten arbeiten, wobei die T-Zone immer am stärksten geschminkt sein sollte.
  6. Damit kein unschöner Make-up- Rand entsteht, sollte man das Make-up an den Gesichtsrändern verblenden. Das funktioniert am besten mit einem Kleenex.

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