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Selbsttest: Hält das neuste Männer-Sextoy, was es verspricht?

Liebe & Sex 

Selbsttest: Hält das neuste Männer-Sextoy, was es verspricht?

  • Text: Sven Broder
  • Bild: Shutterstock

Das Sextoy Arcwave Ion soll Männern Orgasmen in nie da gewesener Intensität bescheren. Sven Broder, Leiter des Reportage-Teams, hats ausprobiert.

Masturbatoren, also Sextoys für Männer, sehen meist aus wie Taschenlampen. Und man muss nicht besonders helle sein, um sich vorzustellen, wie sie funktionieren. Im Vergleich zur bunten und sinnlich inszenierten Spielzeugwelt für Frauen erreichen Toys für Männer ja maximal die erotische Ausstrahlung von Lego Duplo. Fast so, als wäre es uns einerlei, ob wir nun eine Vagina, einen Apfelkuchen («American Pie») oder einen mit Warmwasser gefüllten Robidog-Sack vögeln («Travel Pussy»). Hauptsache: Rein. Raus.

Doch nun gibts den Arcwave Ion und er soll Männern Höhepunkte in nie da gewesener Intensität bescheren. Konkret: «weibliche Orgasmen», wie der Hersteller verspricht. Das Gerät kommt aus dem gleichen Haus wie der Womanizer, ein Orgasmusgarant, auf den Frauen weltweit schwören. Wie bei seiner talentierten Schwester sorgt auch bei ihm eine patentierte Druckwellentechnik für die Stimulation. Beschallt wird statt der Klitoris der F-Punkt, also das Frenulum. Das ist das zarte Bändchen auf der Unterseite des Penis, das die Eichel mit der Vorhaut verbindet. (Na, schon mal davon gehört?)

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«Die sehr punktuelle Stimulation des F-Punkts ist überraschend intensiv.»

Sven Broder

Optisch ist nichts sexy an diesem Gerät – und es ist da zum Glück auch nichts, das so tut, als wäre es das. Dafür ist die Verarbeitung hochwertig, was man in Anbetracht von Preis (etwa 220 Franken) und Anwendungsbereich auch erwarten darf. Weil dies hier kein Ort für erotische Poesie ist, beschreibe ich den Test nüchtern: einschalten, Gleitmittel in den Silikonkanal geben, Penis reinstecken – und der Arcwave Ion nimmt automatisch seine Arbeit auf. Die sehr punktuelle Stimulation des F-Punkts ist – überraschend. Überraschend intensiv. Überraschend neu. Aber sie funktioniert leider auch überraschend losgelöst von meinem zentralen «Sexorgan»: der Fantasie. Keine Ahnung, was diese Druckwellenmassage dem genitalen Cortex in meinem Kopf genau suggeriert, aber es kommt an. Unwillkürlich. Rasant. Bevor ich realisiere, was da überhaupt geschieht, platzt der Orgasmus dazwischen.

Aus der Perspektive der sexuellen Gleichstellung muss man dem Arcwave Ion zugute halten, dass er – wie die Sextoys für Frauen – eine Technik beherrscht, die das andere Geschlecht anatomiebedingt nicht zu bieten imstande ist. Aber der Orgasmus allein ist eben doch nicht das oberste der Gefühle. Auch für Mann nicht.

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