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Das sagt ihr zur «Ehe für alle»-Abstimmung

Politik

Das sagt ihr zur «Ehe für alle»-Abstimmung

Am 26. September stimmen wir über die «Ehe für alle» ab. Wir haben unsere Insta-Community gefragt, was sie bei der Debatte besonders bewegt, was sie hässig macht und welchen Einfluss ein «Ja» auf ihr Leben hätte.

Unsere Insta-Community zeigt sich in der Umfrage durchs Band unterstützend mit der «Ehe für alle» – wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Für einen Grossteil ist es schlicht erstaunlich, dass wir uns immer noch mit der Frage beschäftigen müssen, wer hierzulande heiraten darf. «Ich finde es beschämend, dass wir 2021 noch darüber abstimmen müssen», schreibt etwa eine Userin. «Tragisch, dass in der Schweiz noch darüber diskutiert werden muss», eine andere.

Für viele von euch ist es ausserdem absurd, dass nicht selbstverständlich die gleichen Rechte für alle gelten. «Dass sich LGBTQIA für Dinge erklären, verteidigen und einsetzen müssen, die für Heteros normal sind», stört etwa eine Userin. «Hier sind alle vom Gesetz her gleich und sollten demnach gleiche Rechte haben. Klar Ja!», lautet ein anderer Kommentar. «Mich macht es hässig, dass ‹wir› Heteros über die Liebe anderer entscheiden», bringt es eine Weitere auf den Punkt.

«Was geht denn andere Privates an?»

«Mein persönliches Leben würde sich durch ein Ja nicht verändern. Und genau darum stimme ich ja.» Damit spricht eine andere Userin den Punkt an, der viele beschäftigt: Dass die Liebe eigentlich Privatsache ist und es niemanden etwas angehen sollte, wer wen liebt. So schreibt eine andere: «Es gibt kein Argument gegen die Ehe für alle. Was geht denn andere Privates an?»

Andere von euch betrifft die Abstimmung persönlich: «Ich könnte dann endlich heiraten». Oder dass die Abstimmung zwar nicht ihr eigenes Leben verändere, aber dasjenige ihrer Freund:innen.: «Ich wünsche mir bald mal die Hochzeit meines Freundes besuchen zu dürfen», lautet ein Kommentar.

Fragwürdig finden viele von euch die Kampagne der Gegenseite: «Finde es daneben, mit dem Kindswohl zu argumentieren. Als ob es allen anderen Kindern gut ginge…», schreibt eine Userin. Andere Stimmen: «Es macht mich traurig, dass es Menschen gibt, die unserer Liebe mit Hass begegnen», oder «Mich machen die Argumente ‹eine Familie muss aus Mann und Frau bestehen› hässig.» Einige finden gar, die Gegner:innen erhielten mit ihren populistischen Parolen und Plakaten zu viel Raum im Diskurs.

«Ich habe von Herzen Ja gestimmt»

Was mehrere von euch hoffnungsvoll stimmt, ist die Tatsache, dass ein Ja zur «Ehe für alle» positive Folgen haben könnte. «Ich hoffe, dass das erst der Anfang sein wird! Ein 1. Schritt für Gleichberechtigung. Darauf müssen unbedingt weitere Abstimmungen folgen: Witwenrente für Männer, Familienzeit, Leihmutter», schreibt jemand. «Das Ja braucht es für den ersten Schritt, quasi als Anstoss für vieles weitere», resümiert eine andere Userin.

«Ich habe von Herzen Ja gestimmt», «Ich würde noch lieber ein ‹natürlich› wählen, oder ein ‹wurde auch Zeit›» oder «Anstelle von ja würde ich am liebsten ‹selbstverständlich!!!› wählen» bringt zum Schluss anschaulich auf den Punkt, dass die Abstimmung vielen von euch am Herzen liegt.

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