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Nachhaltig essen: Wie geht planetfreundliche Ernährung?

Zeitgeist

Nachhaltig essen: Wie geht planetfreundliche Ernährung?

Die Zukunft des Planeten hängt wesentlich von unseren Essgewohnheiten ab. Doch was dürfen wir eigentlich noch guten Gewissens essen?

Es ist vielleicht die einzige Diät, die tatsächlich wirkt: Die Planetary Health Diet. Oder auch: der Speiseplan der Zukunft. Dass unsere westlichen Essgewohnheiten dem Wohlergehen der Erde eher abträglich sind, ist wissenschaftlich schon mehrmals untermauert worden: Werden Milchprodukte und Fleisch produziert, trägt das in relativ hohem Ausmass zur Erderwärmung bei.

Treibhausgase entstehen zudem auf Reisfeldern, wenn Gemüse in ölbeheizten Gewächshäusern gezogen wird oder wenn Esswaren im Flugzeug transportiert werden. Fast ein Drittel der Umweltbelastung geht zurück auf unsere Ernährungsgewohnheiten.

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Umweltschonend und sättigend

Was darf man heute überhaupt noch essen, ohne dabei weder an der eigenen Gesundheit noch an jener der Erde zu nagen? Dieser Frage ist ein Ausschuss aus knapp vierzig Fachleuten aus der Klimaforschung, der Medizin und Ernährungswissenschaft aus 16 Ländern auf den Grund gegangen.

Das Ziel dieser EAT-Lancet-Kommission: Eine wissenschaftliche Grundlage zu schaffen, um die globalen Verzehrgewohnheiten so zu gestalten, dass sie umweltschonend sind und trotzdem alle Menschen der weltweit wachsenden Bevölkerung gesund und nachhaltig ernährt werden können.

Einfache, altbekannte Diät-Formel

Die Diät-Formel, die der 2019 veröffentlichte Report schliesslich präsentierte, ist sehr einfach und sehr alt: viel mehr Pflanzen, viel weniger tierische Produkte. Insbesondere die Menge an Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Nüssen auf unseren Tellern müsste sich im Vergleich zu heute mehr als verdoppeln.

Im Gegenzug würden tierische Produkte, Weissmehlprodukte, zugesetzter Zucker und gesättigte Fette stark reduziert. Radikal vegan ist dieser Speiseplan nicht: Ungefähr ein kleines Schnitzel pro Woche läge drin.

Die Planetary Health Diet ist die wohl wissenschaftlichste Diät, die es je gab. Die weitreichendste. Und irgendwann womöglich die einzige, die tatsächlich noch zählt. Gluschtig gemacht? Infos und Zubereitungsideen gibt es hier

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Stephanie Hess (36) ist annabelle- Redaktorin. Ihr Buch «Ökologisch! Fakten, Wissen, Tipps – nachhaltiger konsumieren in der Schweiz» ist in der Beobachter-Edition erschienen.

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